Fußball: Coesfelder Vereine setzen die Corona-Lockerungen und Vorgaben um

Nachwuchs darf von der Leine

Coesfeld. Der großen Verantwortung sind sie voll und ganz bewusst. „Deshalb haben wir das auch sehr gründlich vorbereitet“, sagt Christian Lechtenberg. Es geht wieder raus auf den Platz – mit Fußball, Gemeinschaftsgefühl und Bewegung unter freiem Himmel. Seit Ende Oktober mussten sie darauf verzichten, jetzt dürfen zumindest die Kinder ins Mannschaftstraining zurückkehren. „Für sie ist es extrem wichtig, deshalb machen wir das ab sofort wieder möglich“, betont der Fußball-Abteilungsleiter der DJK Coesfeld und erfährt in diesem Punkt die volle Zustimmung von Patrick Steinberg (SG 06) und Micky Richter (Vorwärts Lette).

Frank Wittenberg

Zurück auf dem Platz: Kinder bis 14 Jahren – hier ein Bild aus dem Fußballcamp 2019 von Vorwärts Lette – dürfen wieder in einer Gruppe von 20 Personen plus zwei Trainer Sport treiben. Foto: Archiv

Schon seit Montag dürfen die jüngsten Kicker in Lette wieder aufs Trainingsfeld, gestern hat die SG 06 losgelegt, heute steigt die DJK ein. „Wir haben uns bewusst abgesprochen, weil wir in Coesfeld kein unterschiedliches Bild abgeben wollen“, berichtet SG-Geschäftsführer Patrick Steinberg. Nach Abstimmung mit der Stadt seien die Anlagen wieder zu nutzen – und das passiert unter klarer Einhaltung aller gültigen Regeln der Corona-Schutzverordnung.

Das bedeutet: In allen drei Vereinen gibt es jeweils einen festgelegten Trainingstag in der Woche, an dem die jeweilige Mannschaft den Platz nutzen darf. „Mehr ist nicht möglich, weil wir zurzeit nur den Kunstrasen nutzen können“, erklärt Lechtenberg, der zudem darauf verweist, dass die Gruppen untereinander jederzeit den geforderten Abstand einhalten sollen. Auch die Kabinen und Duschen dürfen noch nicht genutzt werden. „Der Vorteil ist, dass aktuell an den Wochenenden noch keine Spiele stattfinden“, ergänzt Steinberg. „Also können auch diese Tage bei Bedarf genutzt werden.“ Selbstverständlich sei das Training für jeden freiwillig.

Die Regeln einhalten, das bedeutet vor allem: Training in Gruppenstärke (20 Sportler plus zwei Trainer) ist nach der Schutzverordnung nur für Kinder bis 14 Jahren erlaubt, also für die Minis bis zu den C-Junioren. In eben dieser Altersklasse könnte schon das Problem auftreten, dass einige Kicker in den ersten Wochen dieses Jahres bereits ihr 15. Lebensjahr vollendet haben. „Auch darauf werden wir achten“, kündigt Christian Lechtenberg an. „Da gibt es leider keine Sonderregelung.“

Folglich gilt auch für die B- und A-Junioren sowie die Seniorenfußballer die Vorgabe, dass nur in Zweiergruppen und mit Abstand trainiert werden darf. Während sich die Verantwortlichen in Lette entschieden haben, auf dieses Angebot noch zu verzichten und die nächsten Öffnungsschritte abzuwarten, läuft das Training in großen Teilen auch für diese Mannschaften bei der DJK und der SG 06 bereits an. „Die Trainer müssen da findig sein, aber selbstverständlich darauf achten“, sagt Lechtenberg. So sieht es auch Patrick Steinberg: „Aber wir haben da volles Vertrauen in unsere Sportler und Trainer.“

Dass sie nach über vier Monaten Stillstand überhaupt diese Angebote machen können, freut die Verantwortlichen, wobei ihnen das Privileg durchaus bewusst ist. „Die Gastronomie darf zum Beispiel noch nicht öffnen, aber wir haben jetzt im Sport diese ersten Lockerungen“, sagt Lechtenberg. „Gerade für die Kinder wollen wir sie nutzen.“

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