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Fußball: DJK verliert 0:2 gegen SuS Stadtlohn und scheidet aus

Noch eine Nummer zu groß

Coesfeld

Nein, eine knappe Kiste war es nicht. Kein dramatisches Rennen um das Halbfinal-Ticket im COE-Cup, eher das Duell eines Bezirksliga-Topfavoriten gegen eine Mannschaft, die noch auf der Suche nach Formation und Spielfluss ist. „Der Gegner war sehr reif und eingespielter“, richtete Karsten Erwig ein Lob an den SuS Stadtlohn, der gestern Abend einen sehr souveränen Auftritt hinlegte – so souverän, dass die DJK Coesfeld an diesem Tag nicht in der Lage war, für die erhoffte Überraschung zu sorgen.

Von Frank Wittenberg

Das tat weh: Der Stadtlohner Miguel Berthues (links) kommt angeflogen, trifft aber nicht den Ball, sondern den Fuß von Lucca Rensing – was für den DJK'ler ebenso schmerzhaft ist wie das Aus im COE-Cup 2021. Foto: Fotos: fw

Wobei sich schon früh abzeichnete, dass es auch mit der notwendigen Schützenhilfe für die Eintrachtler nichts werden würde. Auf dem Platz nebenan waren erst 21 Minuten gespielt, als die Merfelder schon 0:3 gegen den SC Reken in Rückstand lagen – dabei hätte ein Sieg der Sportfreunde dringend kommen müssen, um der DJK die Chance auf das Halbfinale zu erhalten. So waren es letztlich die Rekener, die sich mit dem 4:1 ebenso wie der SuS Stadtlohn für die Endrunde qualifizierten. „Diese beiden Mannschaften zählen sicher zu den besten Teams unserer Liga“, stellte Claus Heinze anerkennend fest. „Wir wären beim eigenen Turnier gerne weitergekommen, aber das war schwer.“

Zu schwer, zumal die DJK'ler wieder auf Unterstützung aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen mussten. Hinzu kam ein Gegner, der sich jederzeit ballsicher und spielfreudig präsentierte. „Die sind weiter in der Vorbereitung und haben auch in der Abwehr wenig zugelassen“, stellte Karsten Erwig fest. So gab es nur ein, zwei echte Torchancen für die Gastgeber, wie in der 34. Minute, als Lucca Rensing nach einem langen Abschlag von Johannes Kasnatscheew an den Ball kam, die Kugel aber knapp neben den Kasten setzte.

Zu diesem Zeitpunkt lag die DJK schon 0:1 hinten. Denn in der 31. Minute erlaubten sie sich einen Ballverlust an der Mittellinie, den die Stadtlohner ebenso schnell wie eiskalt nutzten: Pass von Jannik Buning auf Tobias Preckel, und der ließ Kasnatscheew mit einer flachen Direktabnahme keine Chance. Während die Gäste immer wieder Druck machten und besonders über die rechte Seite für brandgefährliche Situationen sorgten, liefen die Coesfelder der Musik meist hinterher. „Das konsequente Anlaufen vorne hat heute nicht geklappt“, gab Claus Heinze zu. Tobias Hüwe machte in vorderster Linie viele Meter, aber dahinter taten sich regelmäßig große Lücken auf, durch die sich der SuS befreite.

So klang die Partie nach dem 0:2, das Jannik Buning nach einem Pass über die DJK-Abwehrreihe per Lupfer erzielte (54.), weitgehend locker aus. „Enger Platz, starker Gegner, das hat es uns heute schwer gemacht“, sprach Claus Heinze Klartext. Aber trotz des vorzeitigen Aus sei der COE-Cup gewiss kein Muster ohne Wert gewesen: „Wir können unsere Schlüsse daraus ziehen.“ Das soll sich auszahlen, wenn sie den „Großen“ in der Meisterschaft wieder über den Weg laufen. 7 SuS Stadtlohn – DJK Coesfeld 2:0; Tore: 1:0 Tobias Preckel (31.), 2:0 Jannik Buning (54.). 7 Im Halbfinale stehen sich SG Coesfeld 06 und SuS Stadtlohn sowie SC Reken und TSG Dülmen gegenüber. Gespielt wird am morgigen Donnerstag um 19 Uhr im Sportzentrum West.

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