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Beachvolleyball: Thomas Wittkowski landet beim Premiere mit Eike Koop auf Rang sieben

Noch etwas Sand im Getriebe

Coesfeld

So richtig geschmeidig lief es noch nicht, aber das ist kein Wunder. „Ich bin gerade einmal zwei Wochen im Training“, zuckt Thomas Wittkowski mit den Schultern. Ende März stand bei dem 22-Jährigen eine Hüft-OP an. Jetzt, nur etwas mehr als zwei Monate später, tummelte er sich schon wieder im Sportzentrum Süd am „Coesfelder Beach“. Dass da im wahrsten Sonne noch etwas Sand im Getriebe zu spüren war, ist völlig verständlich. „Aber es macht schon wieder richtig Spaß“, lacht der Angriffsspieler des Volleyball-Regionalligisten SG Coesfeld 06, der beim Herren-B-Cup im ersten Auftritt mit Eike Koop auf Rang sieben landete.

Von Frank Wittenberg

Der Zwei-Meter-Mann im Anflug: Thomas Wittkowski (rechts) bestritt die Beach-Premiere 2021 mit SG-Neuzugang Eike Koop und kam am Ende auf Rang sieben. Foto: Foto: fw

Spaß, das trifft es. Oder besser gesagt: nach Lust und Laune. Denn den ganz großen Aufwand, den Wittkowski in der vergangenen Saison gemeinsam mit Erik Kerp betrieben hat, möchte er diesmal nicht auf sich nehmen. „Nach der langen Corona-Zeit möchte ich auch mehr die Zeit mit den Menschen genießen“, gibt der Student ehrlich zu. Eben keine Hatz von Turnier zu Turnier, um die notwendigen Ranglisten-Punkte zu sammeln und das Ticket für die Westdeutschen Meisterschaften zu ergattern. Der Fokus ist diesmal anders gesetzt: Spaß haben bei einigen Beachturnieren, dabei an der Fitness arbeiten für das große Ziel – eine erfolgreiche Hallensaison mit der SG 06 spielen.

Im Sand wird er in wechselnden Konstellationen unterwegs sein. Die Premiere bestritt Wittkowski an der Seite von SG-Neuzugang Eike Koop, und das lief phasenweise gar nicht schlecht. So setzte sich das Coesfelder Duo beim ersten SG-B-Cup des Jahres zunächst gegen Damir Cebotar/Paul Klimm (1. VC Minden) durch, verlor dann aber gegen die späteren Gesamtzweiten Niklas Kotte (TSC Münster-Gievenbeck) und Lennart Gollata (BW Aasee). Spiel drei gegen Nick Simon und Thimo Böcker (SV Bochum-Grumme) endete mit einem Sieg, dann aber kam im Viertelfinale gegen André Engel und Daniel Giesen vom Rumelner TV das Aus.

Kein Drama, zumal „Thommy“ Wittkowski nach den zwei Monaten Verletzungspause ja erst kurz wieder im Training ist. Das Gefühl war schon wieder ganz gut – „auch deshalb, weil mein Körper vor der OP so fit wie nie war“, lächelt der Zwei-Meter-Mann. Denn über die Wintermonate hat er hart gearbeitet, auch online mit der Mannschaft, trotz der Corona-Zwangspause. Oder gerade deshalb. „Man konnte ja sonst nichts machen“, zuckt er mit den Schultern. Das soll ihnen in den nächsten Wochen und Monaten zugute kommen, wenn sie sich mit Trainer Udo Jeschke fit machen für die neue Regionalliga-Saison.

In der steht nach wie vor ein Ziel im Mittelpunkt: Sie wollen mitspielen um den Aufstieg in die Dritte Liga. Denn auf irgendein Mittelfeld-Geplänkel hat keiner Lust. „Alle haben so viel Bock, das ist jetzt schon im Training zu spüren“, betont der 22-Jährige, der wie so häufig auch Anfragen von anderen Clubs vorliegen hatte. Aber das Projekt SG 06 liegt ihm am Herzen. „Wir haben hier eine super Gemeinschaft, dazu hat sich das in den vergangenen Jahren toll entwickelt“, sagt Wittkowski. Gerne möchte er dazu beitragen, dass es noch weiter nach oben geht – verbunden mit einem sehnlichen Wunsch: „Wenn wir demnächst wieder Heimspiele vor Zuschauern austragen dürfen, wäre das eine super Sache.“

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