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Erik Kerp und Eike Meyer scheitern haarscharf am Einzug ins Achtelfinale

Nur ein mickriger Punkt fehlt

Coesfeld

Als gestern die Finalrunde des Sparkassen Beach Premium 1+ Cup eingeläutet wurde, standen Erik Kerp und Eike Meyer tatsächlich im Sand – allerdings nicht im Sportzentrum Süd der SG Coesfeld 06, sondern gut 60 Kilometer weiter in Oberhausen. „Da hatten wir schon vorab gemeldet“, zuckte Meyer mit den Schultern. „Es war ja nicht so realistisch, dass wir hier ins Halbfinale kommen würden.“ Tatsächlich war für die beiden Lokalmatadore beim Heimauftritt gegen die starke Konkurrenz am Samstag schon nach zwei Spielen Schluss. Und doch waren sie ganz nah dran, zumindest die Gruppenphase zu überstehen und das Achtelfinale zu erreichen.

Von Frank Wittenberg

Verkaufte sich trotz der beiden Niederlagen gemeinsam mit Erik Kerp sehr ordentlich: SG-Neuzugang Eike Meyer. Foto:

Ein mickriger Punkt fehlte nur. Ein Ball, der zum passenden Zeitpunkt im gegnerischen Feld hätte einschlagen müssen. Zwei Matchbälle hatten sie auf der Hand – „und beide waren auch mit gutem Druck gespielt“, urteilte Eike Meyer. Beide Male wehrten die Favoriten Rudy Schneider und Robin Sowa aber ab, die doch noch den Kopf aus der Schlinge zogen und die Auftaktpartie mit 12:15, 18:16 und 15:7 gewannen.

Schade, denn die Chance war groß, gegen das topgesetzte Duo für eine dicke Überraschung zu sorgen. „Zwei Sätze lang haben wir es richtig gut gemacht“, zeigte sich Erik Kerp mit dem Auftritt zufrieden. Vor allem der erste Durchgang sei nahezu fehlerfrei gelaufen und folglich verdient an das Coesfelder Duo gegangen. Im zweiten Satz lagen Kerp/Meyer, in der DVV-Rangliste mit zehn Punkten geführt, gegen Schneider/Sowa (811 Punkte) mit 12:8 vorne, erspielten sich dann besagte zwei Matchbälle. „Dann ist uns leider der Spielaufbau etwas verloren gegangen“, bedauerte Kerp, der in der neuen Saison für den Zweitligisten FC Schüttorf 09 aufschlägt. „Ich habe in einigen Situationen nicht mehr ordentlich für Eike aufgelegt.“ Zudem steigerten sich die Gegner zusehends und sorgten im dritten Satz für klare Verhältnisse. „Gegen so starke Spieler musst du es in zwei Sätzen durchziehen“, erklärte SG-Neuzugang Eike Meyer. „Über die Distanz ist deren individuelle Klasse für uns eine Nummer zu groß.“

So musste im zweiten Auftritt gegen Manuel Lohmann/Alexander Krippes ein Sieg her, und auch hier machten es Kerp/Meyer zunächst sehr gut, auch wenn Durchgang eins mit 12:15 an die Gegner ging. Im zweiten Satz lief dann nichts mehr. „Da sind leider wieder total eingebrochen“, kommentierte Erik Kerp das glatte 6:15. „Gerade vor eigenem Publikum hier in Coesfeld ist das sehr schade.“ Von den Zuschauern seien sie wunderbar gepusht worden – „aber wir haben am Ende leider nicht unseren besten Volleyball gezeigt.“

Trotzdem: Mit hängenden Köpfen mussten sie nicht vom Feld schleichen. Als Außenseiter haben sie sich gut verkauft, zudem gestern Platz sieben beim A-Turnier in Oberhausen geholt. Und sie haben noch ein Ziel vor Augen: die Westdeutschen Meisterschaften am letzten August-Wochenende in Düren. Ob sie das Ticket dafür lösen können, wird sich nach dem Meldeschluss heute um 12 Uhr zeigen. Für Erik Kerp und Eike Meyer wäre das ein toller Abschluss der Beachsaison – zumal „Kelle“ Kerp versichert: „Wir haben richtig Bock darauf!“

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