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Fußball: Mario Brambrink, Tobias Paschert und Marco Weitz absolvieren B-Lizenz

Reichlich Input für Trainingsarbeit

Kreis Coesfeld/Gescher. Die schönste Nebensache der Welt geriet bisweilen zu einer etwas anstrengenden Angelegenheit. „Wenn sich von Montagmorgen bis Freitagabend tatsächlich alles nur um Fußball dreht, dann ist das schon etwas ungewöhnlich“, lächelt Tobias Paschert. So ist das eben, wenn 24 Gleichgesinnte zusammengesteckt werden und in komprimierter Form jede Menge Wissen vermittelt bekommen. Im SportCentrum Kaiserau hat der Spielertrainer von Westfalia Osterwick seine B-Lizenz erfolgreich abgelegt – ebenso wie Mario Brambrink (SG Coesfeld 06 II) und Marco Weitz (SV Gescher III/U 23).

Frank Wittenberg

Daumen hoch, Prüfung bestanden: (von links) Marco Weitz (SV Gescher), Tobias Paschert (Westfalia Osterwick) und Mario Brambrink (SG Coesfeld 06) haben in Kaiserau die B-Lizenz abgelegt. Foto: az

Gemeinsam hat das Trio die insgesamt drei Wochen, für die sie ihren Urlaub opfern mussten, auf sich genommen. „Schön, dass wir sofort eine Fahrgemeinschaft bilden konnten und nicht auf uns alleine gestellt waren“, freute sich nicht nur Brambrink über den Zufall, gleich zwei Mitstreiter aus den heimischen Kreisligen an seiner Seite zu haben. Ebenso wie Brambrink hatte auch Marco Weitz im Vorfeld keinen C-Lizenz-Lehrgang absolviert und musste deshalb zunächst eine Eignungsprüfung für die B-Lizenz ablegen. „Das hat gut geklappt, so bin ich in diesen Lehrgang gekommen“, lächelt der 36-jährige Ramsdorfer, der in der zweiten Saison für die U 23 des SV Gescher in der Kreisliga B verantwortlich ist und mit diesem Team auch in die neue Saison gehen wird: „Ich mache beim SV sehr gerne weiter.“

Tobias Paschert hatte bereits vor zwei Jahren die C-Lizenz abgelegt, sammelte dann erste Erfahrungen als spielender Co-Trainer unter Jürgen Meier und ist seit dem vergangenen Sommer verantwortlich für den A-Ligisten Westfalia. „Für mich war immer klar, dass ich weiteren Input bekommen möchte“, verweist der 30-Jährige unter anderem darauf, dass er aus der Rolle des Mitspielers in den Trainerjob gekommen ist. „Ich hatte in all den Jahren die identischen Trainer wie viele der Jungs, deshalb muss ich meinen eigenen Stil entwickeln.“

Seit dem vergangenen Sommer mischt auch Mario Brambrink im Trainergeschäft mit. Das SG-Urgestein war zu diesem Zeitpunkt von einem einjährigen Gastspiel beim SV Lippramsdorf zurückgekehrt und kümmert sich seitdem gemeinsam mit Philipp Jacobs um die SG-Reserve, die in der Kreisliga B wie viele andere Teams um den Aufstieg spielt. „Im Jugendbereich hatte ich mal Carsten Schlamann unterstützt“, berichtet der 29-Jährige. „Mir war aber immer klar, dass ich mich fortbilden möchte, wenn ich selbst als Trainer einsteige.“

Das hat das Trio erfolgreich bewältigt, trotz eines sehr umfangreichen Prüfungsverfahrens. Eine schriftliche Aufgabe gehörte dazu, eine mündliche Prüfung im Hinblick auf die eigene Spielphilosophie, ebenso eine Videoanalyse. Die praktische Prüfung auf dem Platz haben Tobias Paschert und Mario Brambrink mit der U 17 beziehungsweise U 15 des 1. FC Iserlohn absolviert. Weil die Jugendspieler zu diesem Zeitpunkt nicht zur Verfügung standen, musste Marco Weitz seine Praxis mit Lehrgangsteilnehmern durchführen. „Tobi Paschert war mein Spieler“, lächelt er. „Das hat er aber gut gemacht.“

Unmittelbar vor den Prüfungstagen hatten Marco Weitz und Mario Brambrink ein „Rendezvous“ mit Marco Weitz auf dem Platz: Ihre beiden Teams standen sich im Meisterschaftsspiel der B-Liga gegenüber. „Das endete schiedlich-friedlich 2:2“, erzählt Weitz. So gab es keinen Stress in der Fahrgemeinschaft . . .

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