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Tennis: Vereine blicken mit vorsichtiger Zurückhaltung auf den Meisterschaftsbetrieb

Saisonstart Ende Mai noch offen

Kreis Coesfeld. Sie sitzen gespannt in den Startlöchern – ob sie aber tatsächlich zum geplanten Termin loslegen dürfen, steht in den Sternen. „Wir sehen das mit vorsichtiger Zurückhaltung“, sagt Markus Langener vom kommissarischen Vorstand der VfL-Tennisabteilung. Stolze 19 Mannschaften haben die Billerbecker für die Sommersaison im Westfälischen Tennis-Verband (WTV) gemeldet. Die Ligen sind eingeteilt, die Spiele sollen Ende Mai beginnen. „Wir erwarten in den nächsten 14 Tagen Informationen, ob es dabei bleiben kann.“

Frank Wittenberg

Von den ersten Lockerungen profitieren die Tennisspieler in der Region bereits, die zumindest Einzel austragen dürfen. Jetzt hoffen die Vereine auch darauf, dass der Start der Meisterschaftssaison wie geplant Ende Mai erfolgen kann. Foto: LSB

Daumen drücken ist angesagt bei den Tennisspielern, die im Gegensatz zu vielen anderen Sportlern immerhin schon wieder auf den Platz zurückkehren dürfen – unter bestimmten Voraussetzungen: Einzel dürfen gespielt werden, Doppel hingegen nur mit Mitgliedern eines Hausstandes plus einer weiteren Person. Wann diese Vorgaben weiter gelockert werden, ist nicht abzusehen. Die Winterrunde 2020/21 musste wegen des Lockdowns schon komplett abgesagt werden. Die Sommersaison ist bereits von Anfang auf Ende Mai verschoben worden. Vorerst.

Wunsch des WTV ist es jedenfalls, nicht eine weitere Übergangssaison spielen zu müssen. Die war im vergangenen Jahr nach dem ersten Corona-Lockdown auf freiwilliger Basis durchgeführt worden, was zur Folge hatte, dass nur 58 Prozent der insgesamt 4560 im WTV gemeldeten Mannschaften tatsächlich am Spielbetrieb teilnahmen. „Wir hoffen, dass wir in diesem Sommer einen weitgehend normalen Mannschaftsspielbetrieb durchführen können“, sagt WTV-Präsident Robert Hampe, der am vergangenen Wochenende im Rahmen einer digitalen Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt wurde. „Allerdings müssen wir uns auch mit Alternativen und einem Plan B beschäftigen.“ Einen Spielbetrieb soll es aber auf jeden Fall geben.

Darauf hoffen auch die heimischen Aktiven. Allen voran die DJK-VfL Billerbeck, die neun Senioren- und zehn Jugendmannschaften für den Spielbetrieb gemeldet hat, so viele wie kein anderer Verein in unserem Verbreitungsgebiet. „Damit waren wir im Vergleich zu den Vorjahren sogar etwas zurückhaltender, gerade im Jugendbereich“, erklärt Markus Langener mit Verweis auf die nach wie vor unklare Corona-Situation. So sei mehrfach davon Gebrauch gemacht worden, im Seniorenbereich kleinere Vierer-Teams und bei den Junioren gar Zweier-Teams zu melden. „Die Nachfrage ist weiterhin da“, freut sich Langener mit seinen Vorstandskollegen über die gute Resonanz. „Wir profitieren von einem guten Trainerteam, gerade auch im Jugendbereich.“

Was Mut mache, seien die Planungen, im Kreis Coesfeld die Maßnahmen im Zuge der „Modellregion“ anzupacken, die weiteren Lockerungen für den Sport mit sich bringen könnten. Für die Umsetzung sind die DJK-VfL und der TC Billerbeck ausgewählt worden. „Wir sind gerade dabei, mit der Stadtverwaltung die Konzepte abzustimmen“, berichtet Langener. Möglicherweise werde es – vorausgesetzt die Inzidenz im Kreis bleibt weiter unter 100 – dann auch wieder möglich sein, mit Personen über 14 Jahren in kleinen Gruppen zu trainieren. Einen besonderen Wunsch hat Markus Langener bereits aus der Abteilung mitgenommen. „Es wäre schön wenn ein klassisches Doppel wieder gespielt werden dürfte“, blickt er voraus. „Gerade von den älteren Altersklassen wird das bevorzugt.“

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