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Jugendfußball: Stützpunkt-Team Ahaus/Coesfeld II verkauft sich gut gegen Schalke 04

Sieben Tore aus der Knappenschmiede

Coesfeld

Sieben auf einen Streich schenkte ihnen der königsblaue Nachwuchs ein, aber das interessierte Patrick Steinberg bestenfalls am Rande. „In diesem Altersbereich sollte das Ergebnis absolut zweitrangig sein“, versicherte der Trainer. „Viel wichtiger ist, dass es eine gute Lerneinheit war.“ Dabei erstarrte sein Team vom DFB-Stützpunkt Ahaus/Coesfeld II (Osterwick) gestern nicht in Ehrfurcht, sondern spielte ordentlich mit, auch wenn die 0:7-Niederlage gegen die U 13 des FC Schalke 04 nicht zu verhindern war.

Von Frank Wittenberg

Das Team des DFB-Stützpunktes Ahaus/Coesfeld II (Standort Osterwick) vor dem Spiel gegen die U 13 des FC Schalke 04: (oben von links): Patrick Steinberg (Jahrgangstrainer 2009), Jan Haverkock (Legden, SuS Stadtlohn), Hannes Grotthoff (Billerbeck, SC Preußen Münster), Janne Bernburg (Altenberge, SC Preußen Münster), Soufien Selmi (Havixbeck, 1. FC Gievenbeck), Jonas Amshoff (Heek, SV Heek), Leo Rensmann (Legden, SuS Stadtlohn), Jakob Fischer (Coesfeld, DJK Coesfeld); unten von links: Tom Brülle (Nottuln, GW Nottuln), Lutz Holters (Coesfeld, SG Coesfeld), Aviyan Ayas (Altenberge, TuS Altenberge), Julian Sindermann (Coesfeld, SC Preußen Münster), Jannik Klapproth (Altenberge, TuS Altenberge), Julian Droste (Billerbeck, GW Nottuln), Malte Niemann (Nottuln, SC Preußen Münster). Foto: Fotos: fw

Überhaupt wieder auf dem Platz zu stehen, das war ohnehin der wichtigste Gedanke in diesem Testspiel, für das die SG Coesfeld 06 ihre Anlage dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hatte. „In den ersten Minuten war zu spüren, dass wir zum ersten Mal in dieser Konstellation auf dem Platz standen“, verwies Steinberg auf die lange Durststrecke, die auch das Stützpunkt-Team des Geburtsjahrgangs 2009 angesichts der Corona-Pandemie überstehen musste. „Vor den Sommerferien wurde die Mannschaft gebildet, dann haben wir bis Ende Oktober einmal in der Woche zusammen trainiert“, erzählte der Coesfelder – anschließend ging sechs Monate lang gar nichts. Seit Anfang Mai sind sie auf den Platz zurückgekehrt, erst in kleinen Gruppen, mittlerweile wieder in voller Besetzung. „Der Stützpunkt soll die besten Talente aus den Vereinen der Region finden und sie im Optimalfall zu den Nachwuchsleistungszentren bringen.“

Eben so ein Zentrum wie die Knappenschmiede. Dass die Jungs nicht durch Zufall im Schalke-Trikot gelandet sind, stellten sie phasenweise eindrucksvoll unter Beweis. „Da haben einige den Turbo in den Füßen“, staunte Steinberg über zwei Gegentore, die sie durch blitzschnelle Konter nach eigenen Eckbällen kassiert hatten. Immerhin: Nach einer holprigen Anfangsphase, in der es schnell 3:0 für die Schalker stand, fand sich die Auswahl und gestaltete das Spiel offener. „Ein Tor hätten wir sicherlich verdient gehabt“, dachte der Trainer an drei bis vier gute Möglichkeiten.

Für die Stützpunkt-Mannschaft geht die Arbeit jetzt weiter mit dem Ziel Westfalenmeisterschaft, die im September in Kaiserau ausgetragen werden soll. Für Patrick Steinberg sind es hingegen nur noch drei Trainingseinheiten, dann gibt er die Aufgabe weiter an einen Nachfolger, der noch nicht feststeht. „Ich freue mich auf eine neue Herausforderung“, lächelte der 34-Jährige, der künftig bei Preußen Münster als Trainer arbeiten wird. Das sei kompatibel mit seiner Aufgabe als Geschäftsführer der SG Coesfeld 06 und führt ihn erneut in die U 13 – „in dieser Altersklasse bleibe ich gerne, denn das ist das goldene Lernalter.“

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