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Beachvolleyball: Sparkassen Beachcup für den 24. und 25. Juli geplant

Spektakel im Sand rückt näher

Coesfeld. So unsicher der Sommerurlaub am Strand für viele noch sein dürfte, in Coesfeld wird es aller Voraussicht nach Beach-Feeling geben. „Der Deutsche Volleyballverband will den Premium 1+ Cup in den Status eines Profiturniers setzen“, berichtet Philipp Heuermann. Und das bedeutet für den Sparkassen Beachcup der SG 06: Planungssicherheit! Am 24. und 25. Juli soll das Spektakel im Sportzentrum Süd. „Noch nicht in dem großen Rahmen wie gewohnt“, erklärt der Volleyball-Abteilungsleiter. „Aber wir sind total froh, dass das Turnier stattfinden kann.“

Frank Wittenberg

Hofft auf die Rückkehr ins Training unter freiem Himmel: Philipp Heuermann, Volleyball-Abteilungsleiter der SG 06. Foto: az

Bisher waren die Verantwortlichen der SG 06 sehr zurückhaltend mit den Planungen für das Event. Zu groß war die Unsicherheit, ob im Sommer ein solcher Wettbewerb gespielt werden kann. Zumindest für die Turniere mit dem Label Premium 1+, das die Coesfelder schon seit einigen Jahren tragen, gibt es jetzt wohl grünes Licht. „Die genauen Details werden sich in den nächsten Wochen noch klären“, sagt Heuermann. „Aber ich denke, dass wir es in einem ähnlichen Rahmen wie im vergangenen Jahr durchführen können.“ 300 Zuschauer durften damals gleichzeitig auf der Anlage im Sportzentrum Süd dabei sein, wobei eine Registrierung per App möglich war. „Die Corona-Zahlen entwickeln sich zurzeit ja in die richtige Richtung“, hegt der Abteilungsleiter mit seinem Team die Hoffnung, Ende Juli unter ähnlichen Voraussetzungen an den Start gehen zu dürfen. Also hoffentlich mit Zuschauern – wenn auch der ganz große Auflauf erst 2022 wieder möglich sein dürfte. „Die kleineren Tribünen, die wir im vergangenen Jahr schon hatten, sind jedenfalls bestellt.“

Auf ein hochkarätiges Starterfeld darf die SG 06 ebenfalls hoffen. Denn das Event in Coesfeld am letzten Juli-Wochenende liegt zwischen den beiden Turnieren der German Beach Tour in Kühlungsborn und Sankt Peter-Ording. Interessant ist das Coesfelder Event ohnehin, denn auch hier können durch den Status „Premium 1+“ wertvolle Ranglistenpunkte gesammelt werden.

Nicht nur im Hinblick auf den Sparkassen Beachcup setzen die SG’ler auf Optimismus – sie hoffen auch darauf, möglichst bald selbst in den Sand zurückkehren zu können. Denn im Rahmen der Modellregion Kreis Coesfeld hat der Verein über Geschäftsführer Patrick Steinberg ein Konzept zum Training unter freiem Himmel eingereicht. „Der Westfälische Volleyballverband könnte sich vorstellen, uns als Pilotprojekt auszuwählen“, freut sich Philipp Heuermann. Das heißt: Rückkehr ins Training auf dem Beachfeld, dann Ausrichtung erster Turniere unter den gültigen Hygienevorschriften, so wie es die SG 06 auch im vergangenen Sommer schon vorbildlich durchgeführt hat.

Für die Regionalliga-Volleyballer um Trainer Udo Jeschke könnte das bedeuten, dass sie zum ersten Mal seit Ende Oktober tatsächlich wieder Bälle schlagen dürfen. „Wir haben das Konzept für das Training bewusst noch sehr eng gefasst“, verweist der Abteilungsleiter und Außenangreifer auf die Idee, nur sechs Personen pro Feld zuzulassen und zudem das mittlere der drei Beachfelder am Weßlingskamp nicht zu nutzen, sodass immer nur zwölf Spieler gleichzeitig auf der Anlage unter freiem Himmel aktiv wären – dazu noch mit einem negativen Corona-Test.

Wenn das wie erhofft kommt, dann wäre es nach vielen Monaten Zwangspause ein erster Schritt Richtung Normalität. „Der Ball rückt wieder näher“, sieht Philipp Heuermann Licht am Horizont. „Das fühlt sich endlich wieder besser an – auch mit der Aussicht, die Mannschaftskollegen mal wiederzusehen.“ Live, nicht nur online.

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