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Bezirksliga: SG 06 feiert 2:0-Sieg gegen TuS Wüllen

Stimmung mit den Jacobs-Brothers

Coesfeld

Wenn der Kreis, zu dem Zoui Allali und Christoph Klaas ihr Personal nach dem Abpfiff zusammenholen, nach kurzer Ansprache in wildes Hüpfen und mehrstimmigen Gesang mündet, ist das ein untrügliches Zeichen: Sieg! Gestern dröhnte das „Schalala“ durch den VR-Bank Sportpark – und mittendrin zwei Brüder, die maßgeblich zur guten Laune beigetragen hatten: Waren es in den 70er Jahren die legendären Jacob-Sisters, die so manche Party in Schwung gebracht haben, darf sich die SG 06 auf die Jacobs-Brothers Philipp und Lucas verlassen. Ihre Tore bescherten den 2:0-Erfolg gegen TuS Wüllen.

Von Frank Wittenberg

Unkonventionell geklärt: TuS-Torwart Hendrik Vortkampf (rechts) geht in die stabile Seitenlage, während Lucas Jacobs schon auf dem Hosenboden sitzt – Noah Thebelt (links) kann nur staunen. Foto: Foto: fw

Zoui Allali war der Mann für die Checkliste. Erster Saisonsieg – geschafft; erster Heimsieg – erledigt; ohne Gegentor – „heute dürfen wir gleich drei Haken machen“, strahlte der Trainer. Und das verdient, daran ließen alle Beteiligten inklusive TuS-Trainer Jojo Dönnebrink keinen Zweifel. „Wir haben hinten sehr wenig zugelassen und konnten am Ende sogar noch eine Schippe drauflegen“, zeigte Allali sich restlos zufrieden. „Und das nach einer sehr holprigen Trainingswoche.“ Denn erneut mussten die Coesfelder auf eine Reihe von Spielern verzichten.

Das machte sich freilich im ersten Durchgang noch bemerkbar. Lange Zeit kam nur selten vor den beiden Toren Gefahr auf, weil sich beide Teams zu viele Fehler im Spielaufbau leisteten. „Trotzdem waren wir ganz gut drin“, erklärte Allali. Denn die junge SG-Mannschaft, die mit Jonas Warmes und Stefan Thier zwei A-Jugendliche in der Startformation hatte, ließ die vor einer Woche beim 4:1 gegen Vorwärts Epe so überzeugenden Wüllener nicht ins Spiel kommen.

Die Coesfelder selbst hatten zwei kleinere Chancen, folglich fiel das 1:0 in der 42. Minute fast aus dem Nichts, dafür umso schöner: Stefan Thier platzierte eine Flanke genau auf den Kopf von Philipp Jacobs, der konsequent zum 1:0 vollendete. Mit diesem Treffer entwickelte sich ein anderes Spiel. „Das hat es für uns deutlich einfacher gemacht, weil wir mehr auf den Gegner reagieren konnten“, erklärte Allali. Das brachte Räume, die gepaart mit einer anderen Körpersprache nach der Pause für einige Hochkaräter sorgten. Stefan Thier (48.), Philipp Jacobs (49.) und Mika Rotthäuser (56.) hatten das zweite Tor schon auf dem Schlappen, das der Kapitän in der 66. Minute erzielte: Nach einem langen Ball war Hendrik Almering eigentlich vor Lucas Jacobs unterwegs, aber „Lucky“ schob sich vorbei, schnappte sich die Kugel und traf ins lange Eck – das war die Vorentscheidung gegen die Gäste, die an diesem Nachmittag nicht wirklich in die Gänge kamen.

So durfte der Gesang angestimmt werden. „Wir haben nicht ansatzweise das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen hatten“, musste Jojo Dönnebrink eingestehen. Die Coesfelder nahmen das auch dank der Jacobs-Brothers sehr souverän an. Zoui Allali: „Für uns ist es ein toller Tag!“ 7 SG Coesfeld 06 – TuS Wüllen 2:0; Tore: 1:0 Philipp Jacobs (42.), 2:0 Lucas Jacobs (66.).

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