Team des „mobile“ der DJK nutzt Lockdown für Umgestaltungsmaßnahmen

Viel Platz und mehr Entspannung

Coesfeld. Die große Leere fühlt sich noch immer seltsam an. Das Sport- & Gesundheitszentrum „mobile“ der DJK Coesfeld komplett ohne Sportler – ein Anblick, der zwar schon seit Anfang November anhält, an den sich Andrea Averesch und Günter Honermann aber nicht gewöhnen können. „Trotzdem sind wir nicht untätig geblieben“, sagt der Studioleiter mit Blick auf den großen Raum im Sportzentrum West. Denn bei einem neuen Bodenbelag ist es nicht geblieben: Kleinere Umbauten haben zu einer noch besseren Nutzung der Fläche geführt. Und die Nutzer sowie weitere Besucher dürfen künftig im kleinen Selbstbedienungs-Café entspannen, der im Wintergarten eingerichtet wird.

Frank Wittenberg

Großzügiger gestaltet: Weil der Info- und Arbeitsbereich aus der Mitte des Trainingsraumes verlegt wurde, haben Studioleiter Günter Honermann und sein Team mehr Platz für die Geräte geschaffen. Fotos: fw Foto: az

Nach dem Training einen Kaffee genießen, dabei mit anderen Studiomitgliedern ins Gespräch kommen, das gehört zur Atmosphäre dazu, sagt Günter Honermann. „Nach dem ersten Lockdown konnten wir dieses Angebot allerdings nicht machen, weil unser Thekenbereich einfach zu eng war“, erklärt er. Die Überlegungen seien konkreter geworden, als das „mobile“ mit dem zweiten Lockdown erneut habe schließen müssen. Zumal ohnehin Handwerker angerückt seien: Die DJK hat ein eigentlich erst für dieses Jahr geplante Projekt vorgezogen und den Teppichboden im Fitness-Studio gegen einen Belag aus Vinyl ausgetauscht. „Als dann klar war, dass wir noch länger schließen müssen, haben wir auch das Problem mit der Theke wieder angepackt.“

Und dabei sei auf dem Weg, einen integrierten Entspannungsraum für die Sportler zu schaffen, eine „Premiumlösung“ entstanden, lächelt Honermann: „Was würde sich dafür besser eignen als unser Wintergarten mit den großen Fenstern?“ Der wurde bisher allerdings für einige Geräte genutzt, für die wiederum ein anderer Standort gefunden werden musste.

Des Rätsels Lösung: Der bisherige Info- und Arbeitsbereich der Studio-Mitarbeiter, der sich bislang mitten im großen Raum befand, wurde kurzerhand in die alte Küche verlegt. „Das hat sogar den Vorteil, dass wir für die Nutzer jetzt direkt im Eingangsbereich zu finden sind“, erklärt Günter Honermann. Der neu gewonnene Platz in der Mitte des Studios könne nun für die Geräte genutzt werden – und das sogar in einer großzügigen Form, die einem Training unter Corona-Bedingungen sehr entgegenkomme.

Das wiederum bietet den DJK-Verantwortlichen nun die Möglichkeit, im Wintergarten einen Cafébereich einzurichten, der zum Abschalten, Entspannen und Klönen diene, und das vor, nach oder während der sportlichen Einheit. „Damit wollen wir nicht nur unsere Studiomitglieder ansprechen, sondern auch die Kursteilnehmer und Übungsleiter, die ins Haus kommen“, betont Honermann. Und darüber hinaus könnten auch Angehörige, Interessenten oder zum Beispiel Eltern, der Kinder unten auf dem perfekt einsehbaren Rasenplatz trainieren, im neuen Selbstbedienungs-Café verweilen. „Das soll sich zu einem schönen Treffpunkt entwickeln.“

Die Voraussetzungen sind geschaffen – jetzt fehlen nur noch die Sportler. Die halten dem „mobile“ der DJK nach wie vor in großer Zahl die Treue, auch wenn sie das Studio schon seit Anfang November nicht mehr nutzen können. „Die Abmeldezahlen bewegen sich im Rahmen der Fluktuation, die wir in normalen Jahren auch haben“, sagt Andrea Averesch. Das Problem sei aber: Aktuell könnten keine Neulinge aufgenommen werden. „Schon nach dem ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr haben wir bewusst auf eine Werbung verzichtet, um es hier nicht zu voll werden zu lassen“, verweist Günter Honermann darauf, die Corona-Maßnahmen immer genau im Blick zu haben, um den Studionutzern die größtmögliche Sicherheit zu bieten. So seien zum Beispiel auch rund 30 Plexiglaswände angeschafft worden, die zwischen den Geräten aufgestellt sind.

Jetzt hofft das gesamte Team, die umgestalteten Räume auch bald wieder für die Sportler öffnen zu können – in einem Jahr, indem der Sportverein DJK sein 100-jähriges und das „mobile“ sein 25-jähriges Bestehen feiern kann. „Wir haben die Zeit genutzt“, betont Günter Honermann. „Jetzt sind wir bereit.“ 7 Während der Zeit, in der das Sport- & Gesundheitszentrum „mobile“ geschlossen bleiben muss, können neben den Vereinsmitgliedern auch alle Studiomitglieder am Online-Angebot der DJK Coesfeld teilnehmen. Alle Informationen dazu sind auf der Homepage djk-coesfeld.de zu finden.

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