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Fußball: Hendrik Schemmer und Max Tendiek übernehmen die U 23 der DJK Coesfeld

Zwei echte Typen für die „Amateure“

Coesfeld

Den Geist der „Amateure“ haben sie beide bereits verinnerlicht, praktisch aus eigener Erfahrung. Guten Fußball zeigen, einen ambitionierten Unterbau für die eigene erste Mannschaft bilden, aber auch den Fokus auf den Zusammenhalt auf und nicht zuletzt neben dem Platz legen, darauf kommt es an. „Das wird eine spannende Sache“, hält Hendrik Schemmer mit seiner Vorfreude erst gar nicht hinter dem Berg. Der 34-Jährige wird künftig für die U 23 der DJK Coesfeld verantwortlich sein und dabei tatkräftige Unterstützung von Max Tendiek als spielenden Co-Trainer erhalten.

Von Frank Wittenberg

Freuen sich auf die neue Herausforderung: Hendrik Schemmer (links) und Max Tendiek werden in der neuen Saison für die U 23 der DJK Coesfeld und damit für den Unterbau der Bezirksliga-Mannschaft verantwortlich sein. Foto: Foto: fw

Es ist ja nicht so, als würde Schemmer nicht in seiner Funktion als Sportlicher Leiter schon einige Zeit für seinen Herzensverein opfern. Deshalb war er gemeinsam mit Fußball-Abteilungsleiter Christian Lechtenberg und Ralf Tendiek eingebunden, als es darum ging, einen Nachfolger für Richard Schüer zu finden, der nach zwei Jahren bei der zweiten Mannschaft wieder zurück in den Jugendbereich wechselt. „Wir haben einige Namen besprochen“, berichtet Schemmer. „Aber irgendwie kam bei mir immer mehr das Gefühl auf, wieder selbst auf dem Platz stehen zu wollen.“ Hautnah dabei, mittendrin, auf dem Feld und mit den Jungs in der Kabine.

Die Rückendeckung für die neue Aufgabe hat er sich daheim bei seiner Frau Hanna geholt. Das musste besprochen werden, denn erst vor zweieinhalb Wochen ist Tochter Matilda zur Welt gekommen und stellt die glücklichen Eltern vor neue Herausforderungen. „Das werden wir aber gut hinbekommen“, ist sich Hendrik Schemmer sicher. „Hanna hat mich ja als Fußballer kennengelernt.“

Klar war ihm aber auch von Beginn an, dass er die Traineraufgabe nicht alleine stemmen will. „Ich brauche einen guten Mann an meiner Seite, auf den ich mich verlassen kann“, betont er – und schnell stand der Name Max Tendiek im Raum. Der gibt zu, ein wenig überrascht gewesen zu sein, als sein Vater Ralf – selbst lange Jahre bei der DJK als Trainer tätig – ihn darauf angesprochen hat. „Ich fand das aber sofort spannend“, lächelt der 23-Jährige. Mehr Verantwortung übernehmen, auf dem Feld führen und das Wort ergreifen, davor scheut er sich nicht. Viele aus der Mannschaft kennt er schon länger, ebenso wie Hendrik Schemmer, der nicht nur als Spieler lange mitgemischt hat, sondern auch gemeinsam mit Ralf Tendiek für ein halbes Jahr das Kommando hatte, als Trainer Denis Koopmann zum Auslandseinsatz im Kosovo weilte.

Das war zu A-Liga-Zeiten. Dahin würden sie gerne zurückkehren, auch wenn sie nicht so verblendet sind, das gleich als erstes Ziel auf die Agenda zu nehmen. „Um ein gutes Sprungbrett nach oben zu sein, sollten wir auf Dauer den Abstand zur ersten Mannschaft verringern“, weiß Schemmer, dass es gewiss kein Nachteil wäre, den Unterbau der Bezirksliga-Mannschaft in der Kreisliga A zu positionieren. Aber nach zwei schwierigen Spielzeiten, die nicht nur von der Corona-Pandemie geprägt waren, sondern auch vom kompletten Neuaufbau bei der DJK, geht es erst einmal darum, aus der U 23 wieder ein echtes Team zu formen. „Ritchie hat da ein sehr gutes Fundament gelegt“, lobt Schemmer seinen Vorgänger.

Darauf wollen sie aufbauen. „Platz acht bis zwölf wäre ein erster Schritt“, blickt Max Tendiek zunächst auf das gesicherte Mittelfeld der Kreisliga B. Mit dem Abstieg wollen sie nichts zu tun haben – und das wollen sie spielerisch lösen, nicht nur mit rustikalen Mitteln. „Es soll auf dem Platz erkennbar sein, dass wir ein System und einen Plan haben.“

Mit rund 23 Spielern werden sie Anfang Juli in die Saisonvorbereitung einsteigen. „Wie der Kader dann genau aussieht, wird sich im Laufe der Wochen zeigen, gerade auch in Verbindung mit der ersten Mannschaft“, kündigt Hendrik Schemmer an. Ein echtes Team formen, dazu die vielen Youngster an höhere Aufgaben heranführen, darum geht es. „Wir werden in den nächsten Jahren eine super Jugendarbeit haben“, ist er sich mit Blick auf die Trainer Arne Berding (A-Jugend), Ritchie Schüer und Marvin Meißner (B-Jugend) sowie Sekip Sanli und Aaron Grönefeld (C-Jugend) sicher. „Da sind richtig gute Jungs dabei.“ Die sollen in der U 23 ein ambitioniertes Zuhause finden, wenn sie nicht auf Anhieb des Sprung nach ganz oben schaffen.

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