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33. Spieltag

Bundesliga: Das war der Samstag, das kommt am Sonntag

Kurz vor dem Saisonende steht in der Bundesliga der Abstiegskampf im Fokus - und wieder einmal Robert Lewandowski. Der Pole holt «Bomber» Gerd Müller ein, im Tabellenkeller zittert noch ein Trio.

dpa

Der 1. FC Köln bleibt nach dem 0:0 in Berlin auf Abstiegsplatz 17. Foto: Soeren Stache

Berlin (dpa) - Der Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga bleibt bis zum Schluss spannend. Der 1. FC Köln, Werder Bremen und Arminia Bielefeld machen am kommenden Wochenende den zweiten Absteiger neben dem FC Schalke 04 und den Teilnehmer an der Relegation unter sich aus.

Der FC Augsburg, Hertha BSC und der FSV Mainz 05 können dagegen am 33. Spieltag die Rettung bejubeln. Torjäger Robert Lewandowski vom FC Bayern erreicht den nächsten Meilenstein, im Kampf um die Champions League könnte schon eine Entscheidung fallen. Der Rückblick auf den Samstag und der Ausblick auf den Sonntag in der Fußball-Bundesliga:

ZITTER-FINALE: Köln, Bremen, Bielefeld: Eines dieser drei Teams wird am 34. Spieltag in die 2. Liga absteigen, eines muss in die Relegation. Die beste Ausgangslage haben die Bielefelder, die als 15. einen Punkt Vorsprung auf den 16. Bremen und zwei auf den 17. Köln haben. «Nächste Woche geht es um alles, und wir sind voll dabei», sagte Trainer Frank Kramer, der dennoch mit dem verpassten Sieg beim 1:1 gegen die TSG Hoffenheim haderte: «Wir müssen einfach auch mal zubeißen, wenn wir klar vor dem Tor sind», forderte er.

DÉJÀ-VU: Ganz bitter könnte es für Bremen werden, das nach dem 0:2 beim FC Augsburg wie schon im Vorjahr auf die Relegation zusteuert. Trainer Florian Kohfeldt ließ dennoch überhaupt keine Zweifel am Klassenerhalt aufkommen. «Wir werden das schaffen nächste Woche, wir werden gewinnen», sagte der 38-Jährige, der sich vor allem über die Gelb-Rote Karte für Christian Groß aufregte: «Das ist natürlich die dümmste Gelbe Karte der Saison, da kann man nichts anderes sagen.»

DAUMENDRÜCKEN: Die Kölner wollen kommende Woche dem Rivalen aus Gladbach die Daumen drücken: Gewinnt die Borussia am 34. Spieltag in Bremen, hätte Köln mit einem eigenen Sieg gegen Schalke zumindest die Relegation sicher. «Natürlich müssen wir auf Schützenhilfe hoffen, in dem Fall von Gladbach, aber unser Spiel erstmal selbst gewinnen», sagte Keeper Timo Horn. Die Ausgangslage hat sich für die Rheinländer durch das 0:0 bei Hertha nicht verbessert, doch Sportchef Horst Heldt bleibt optimistisch: «Es wird nicht einfacher nächste Woche, aber wir werden das schaffen. Wir gewinnen zu Hause und bleiben drin.»

RETTUNGSPARTY: Gleich drei Vereine konnten am 33. Spieltag den Klassenerhalt bejubeln - einer davon sogar, ohne selbst gespielt zu haben. Der FSV Mainz 05 ist vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) wegen der Ergebnisse der Konkurrenz schon gerettet. In Berlin war der Jubel bei der Hertha groß, die sich trotz Corona-Quarantäne vorzeitig den Ligaverbleib sicherte. «Respekt an die Jungs, dass sie es schon am vorletzten Spieltag geschafft haben», sagte Trainer Pal Dardai. Auch Augsburg mit Coach Markus Weinzierl feierte nach dem 2:0 gegen Bremen. «Es war ein großes Endspiel für uns», sagte der 46-Jährige, der eine «Riesenerleichterung» verspürte.

REKORDMANN: 40 Tore in einer Bundesliga-Saison: Die Bestmarke von «Bomber» Gerd Müller aus der Saison 1971/72 schien lange unerreichbar. Bayern Münchens Torjäger Robert Lewandowski hat sie mit seinem Tor zum 1:0 beim 2:2 gegen den SC Freiburg egalisiert - und könnte sie kommende Woche sogar noch ausbauen. «Ich bin sehr stolz und kann es noch gar nicht glauben», sagte der 32 Jahre alte Pole, der auch aus der Liga reichlich Lob und Glückwünsche erhielt. «Durch diese unglaubliche Leistung hat er sich und der gesamten Mannschaft heute ein Denkmal gesetzt», sagte Bayern-Vorstand Oliver Kahn. Lewandowski stehe nun auf einer Stufe mit «einem der Größten aller Zeiten».

KÖNIGSKLASSEN-K.O.: Nur vier Punkte holte Eintracht Frankfurt aus den vergangenen fünf Spielen - und droht damit im Saison-Endspurt die schon fast sicher geglaubte Teilnahme an der Champions League noch zu verspielen. «Wir hatten die große Chance, aber jetzt ist es so gut wie vorbei», sagte Sebastian Rode nach dem ernüchternden 3:4 beim bereits abgestiegenen FC Schalke 04. Durch den unerwarteten Patzer der Hessen kann der BVB am Sonntag mit einem Sieg in Mainz bereits die Königsklasse perfekt machen. Dem VfL Wolfsburg reicht in Leipzig, das mit einem Punkt Rang zwei sicher hätte, ein Zähler (20.30 Uhr/Sky).

POKAL-PREMIERE: In der kommenden Saison wird erstmals die neue Conference League ausgespielt. Und die Frage, welches deutsche Team dann dabei sein wird, ist vor dem 34. Spieltag noch einmal richtig spannend. Die besten Chancen hat Union Berlin, das nach dem 1:1 bei Bayer Leverkusen Siebter ist. «Es ist ein Wahnsinn und verrückt, dass wir am 34. Spieltag noch um Europa spielen», sagte Trainer Urs Fischer. Der Achte Gladbach, der sich beim 1:2 gegen Stuttgart selbst um eine bessere Ausgangsposition brachte, braucht für Rang sieben am Ende einer verkorksten Saison Schützenhilfe.

© dpa-infocom, dpa:210515-99-612735/3

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