Hertha-Neuzugang

Dardai dämpft Erwartungshaltung: Khedira ohne Spielpraxis

Berlin (dpa) - Trainer Pal Dardai von Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat mit Blick auf die hohe Erwartungshaltung bei Neuzugang Sami Khedira auf die fehlende Spielpraxis des Weltmeisters von 2014 verwiesen.

dpa

Erfreut sich an Hertha-Neuzugang Sami Khedira (2.v.l.): Trainer Pal Dardai. Foto: Andreas Gora

«Wenn er die Möglichkeit hat zu spielen, muss er als Organisator viel leisten», betonte Dardai zwei Tage vor dem Spiel des Berliner Fußball-Bundesligisten gegen den Titelverteidiger und Rekordmeister FC Bayern.

Khedira dürfte in der Partie am Freitagabend (20.00 Uhr/DAZN) gegen die Münchner sein Debüt im Hertha-Dress geben. Im Training am Dienstag habe Khedira gut gearbeitet, lobte Dardai. «Bevor wir aber ein Eigentor machen, er muskuläre Probleme durch Überlastung kriegt, weil er von null auf 100 muss, müssen wir überlegen», betonte der Hertha-Coach: «Sami hat keine Spielpraxis.»

Khedira bestritt im gesamten vergangenen Jahr nur eine Partie im Pokal für Juve. In dieser Saison war er beim italienischen Rekordmeister gar nicht zum Einsatz gekommen. «Der Plan war, dass ich ihn sofort reinschmeiße, weil Spielpraxis wichtig ist», erzählte Dardai: «Vielleicht opfern wir eine Halbzeit im sogenannten Freundschaftsspielmodus.» Die Reiserei und die Termine durch den Transfer am letztmöglichen Tag des Wechselfensters am Montag sei aber auch nicht einfach für Khedira gewesen.

Der 33 Jahre alte gebürtige Schwabe war im Sommer 2010 vom VfB Stuttgart zu Real Madrid gewechselt, fünf Jahre später führte ihn der Weg zu Juventus Turin. In Berlin soll er der Hertha zunächst im Kampf gegen den Abstieg helfen. Die Hertha belegt vor dem Duell mit den Bayern den 15. Tabellenplatz. Das erste Spiel unter Trainer-Rückkehrer Dardai war am vergangenen Samstag mit 1:3 bei Eintracht Frankfurt verloren gegangen.

Indes wird Hertha im Kampf gegen den Abstieg weiter ohne Kapitän Dedryck Boyata und Offensivakteur Javairô Dilrosun auskommen müssen. Dardai bestätigte, dass er mit beiden Profis in den kommenden drei Wochen nicht planen würde. Boyata und Dilrosun kamen in diesem Jahr noch nicht zum Einsatz. Der 30 Jahre alte Boyata hatte einen Ermüdungsbruch im Fuß erlitten. Er bestritt sein bis dato letztes Spiel ebenso wie der acht Jahre jüngere Dilrosun, der an einer Bänderverletzung laboriert, am 20. Dezember bei der 1:4-Niederlage gegen den SC Freiburg.

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