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28. Spieltag

Darüber spricht die Liga: Champions League und Abstiegskampf

Sieben Spieltage vor Schluss rücken in der Fußball-Bundesliga die ersten Entscheidungen näher. Wer festigt die Champions-League-Plätze? Und welches Team verschafft sich Aufwind im Abstiegskampf?

dpa

Die Dortmunder um Marco Reus (r) und Erling Haaland sind in der Bundesliga unter Druck. Foto: Lindsey Parnaby

Berlin (dpa) - Auf den FC Bayern München wartet nach der Niederlage und vor dem Rückspiel gegen Paris Saint-Germain in der Fußball-Bundesliga der kecke 1. FC Union Berlin.

Den Tabellensiebten muss der Spitzenreiter trotz Personalsorgen in Schach halten, um nicht Verfolger RB Leipzig wieder Mut im Titelkampf zu machen. Aus Sicht der Kellerkinder FC Schalke 04, 1. FC Köln und FSV Mainz 05 sind das Luxusprobleme.

BAYERN NACH UND VOR PARIS: Nach dem 2:3 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League ist der 1. FC Union Berlin für den FC Bayern München nur eine Durchgangsstation auf dem Weg ins Rückspiel bei Paris Saint-Germain. Trainer Hansi Flick wird versuchen, die Belastung in seinem Team zu verteilen. Allzu große Auswahl hat er in seinem Kader aber nicht, zumal nach dem PSG-Duell vom Mittwoch auch noch Leon Goretzka und Niklas Süle verletzt sind. In der Meisterschaft sind die Münchner mit sieben Punkten Vorsprung auf RB Leipzig auf Kurs.

BVB HOFFT AUF CHAMPIONS-LEAGUE-FORM: Der gute Auftritt bei Manchester City weckt bei Borussia Dortmund die Hoffnung, auch in der Bundesliga den eigenen Ansprüchen wieder gerecht werden zu können. Nach zuletzt schwachen Leistungen gegen Eintracht Frankfurt und den 1. FC Köln ist die erneute Qualifikation für die Königsklasse in akuter Gefahr und ein Sieg gegen den VfB Stuttgart am Samstagabend Pflicht. In der Hinrunde verlor der BVB zu Hause gegen die Schwaben 1:5 - Trainer Lucien Favre musste gehen. Die Leistungsschwankungen des Teams machten ihn «zum Teil ratlos», sagte Sportdirektor Michael Zorc. Was jetzt auf keinen Fall fehlen dürfe: Spannung und Körpersprache auf dem Platz.

EIN HAUCH VON KÖNIGSKLASSE: Dortmund mit Erling Haaland, Borussia Mönchengladbach mit Erfolgscoach Marco Rose und Bayer Leverkusen mit starker Offensive galten vor der Saison als heiße Champions-League-Anwärter. Das Trio liegt nun deutlich hinter Frankfurt und dem VfL Wolfsburg zurück, die beide klar Kurs nehmen auf die Königsklasse. Das Polster des VfL beträgt bereits elf Zähler, auch die Eintracht ist seit dem 2:1-Sieg in Dortmund den Verfolgern enteilt. «Wir wissen, wo die Reise hingeht: Sie geht Richtung Champions-League-Kurs», betonte Frankfurt-Coach Adi Hütter. Mit einem Sieg gegen Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) würden die Hessen bis auf einen Zähler an den Rivalen heranrücken.

GISDOL GEGEN SVENSSON: Markus Gisdol muss beim 1. FC Köln weiter um seinen Job kämpfen, Bo Svensson ist beim FSV Mainz 05 über jeden Zweifel erhaben. Der Däne hat mit den 05ern seit dem Jahreswechsel besser gepunktet als Topteams wie der BVB oder Leverkusen. Das war aber auch bitter nötig, um die schwache Hinrunde vergessen zu machen. Am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) kommt es nun zum direkten Duell der Tabellennachbarn. Mit einem Sieg gelänge nicht nur Gisdol eine kleine Befreiung, sondern auch Köln (23) der Sprung in der Tabelle vorbei an Mainz (25).

SCHALKE VOR NÄCHSTEM NEGATIVREKORD: Wenn's gegen den FC Augsburg wieder nichts wird mit einem Sieg des FC Schalke 04, rückt der Abstieg in die 2. Liga nicht nur ganz nahe - es gibt dann auch einen weiteren Negativrekord: Nach zuletzt fünf torlosen Heimspielen könnte der Revierclub bei weiterer Torflaute am Sonntag eine unerfreuliche Bestmarke in der Fußball-Bundesliga einstellen: In der Saison 2009/10 blieb der SC Freiburg in sechs Heimspielen nacheinander ohne Torerfolg, in der Saison 2014/15 der VfB Stuttgart. Einen weiteren undankbaren Rekord haben die Schalker schon sicher. Mit nur einem Sieg aus den vergangenen 43 Spielen hat der Club eine Serie hingelegt, die es bislang in der Bundesliga-Geschichte noch nie gab.

© dpa-infocom, dpa:210408-99-131053/3

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