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Bundesliga 33. Spieltag

Darüber spricht die Liga

Berlin (dpa)

Die Fußball-Bundesliga geht in die Schlussphase. Jede Mannschaft hat noch zwei Spiele. Offen ist noch, welcher Club neben Fürth in die 2. Liga muss und Europacup-Plätze sind noch nicht alle vergeben.

Von dpa

Will mit Hertha BSC den Klassenerhalt klarmachen: Cheftrainer Felix Magath. Foto: Andreas Gora/dpa

Der FC Bayern München ist Meister, Borussia Dortmund spielt auch in der Champions League und die SpVgg Greuther Fürth ist abgestiegen: Zwei Spieltage vor Ende der Fußball-Bundesliga sind drei Entscheidungen schon gefallen.

Spannung aber herrscht noch im Kampf gegen Abstieg und um die Europacup-Plätze. Aber auch andere Themen spielen vor dem 33. Spieltag eine Rolle.

Abstiegskampf:

Jetzt will Felix Magath alles klar machen. Ein Sieg gegen den FSV Mainz 05 und aus Quälix wird Jubelix, der Retter der für manche kaum mehr rettbaren Hertha. Dass der Hauptstadt-Club es am vorletzten Spieltag aus eigener Kraft schaffen kann, ist bereits ein großer Verdienst des 68-Jährigen, der den Posten als Hertha-Coach erst Mitte März übernommen hat und in den vergangenen drei Spielen zwei Siege feierte und ein Remis schaffte. In Stuttgart ist die Hoffnung auf die direkte Rettung dagegen spürbar gesunken. Das neue Ziel heißt Relegation. Gewinnt Arminia Bielefeld am Freitag beim VfL Bochum, wird aber auch die für den VfB schon schwer zu erreichen. Dann nämlich treten die Stuttgarter am Sonntag als Tabellen-17. beim FC Bayern München an - der sich die Übergabe der Meisterschale sicher nicht vermiesen lassen möchte.

Rennen um Europapokal-Plätze:

Beim 1. FC Köln reifen Träume von der ersten Europacup-Teilnahme seit 2017. Vor den beiden abschließenden Partien gegen den VfL Wolfsburg und den VfB Stuttgart ist das Team von Trainer Steffen Baumgart auf Rang sechs geklettert. Unmittelbar dahinter rangiert der 1. FC Union Berlin. Die Eisernen wollen wieder nach Europa. So wie in dieser Saison in die Conference League. Lieber aber noch eine Nummer größer in die Europa League. Dass es dabei nun im letzten Auswärtsspiel der Saison gegen den Champions-League-Aspiranten SC Freiburg geht, verlieht dieser Partie das Prädikat: Überraschungsmannschaften-Duell. Die Breisgauer spielen kommende Saison auf jeden Fall international. Gleiches gilt für den Freiburger DFB-Pokalfinalgegner RB Leipzig. Fraglich ist nur wo. Aus eigener Kraft können die Sachsen die als Saisonziel ausgerufene Champions League auch bei Siegen gegen den FC Augsburg und bei Arminia Bielefeld nicht mehr erreichen.

Bayern nach Ibiza:

Noch immer wird in München kontrovers über den Ibiza-Ausflug eines Großteils der Bayern-Profis nach dem blamablen 1:3 in Mainz diskutiert. Der Meister steht unter Beobachtung - und muss am Sonntag (17.30 Uhr) im Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten VfB Stuttgart dringend was fürs Image tun. In neuen Trikots laufen Angreifer Thomas Müller, der zu Wochenbeginn seinen Vertrag vorzeitig bis 2024 verlängerte und damit für eine positive News sorgte, auf. Die Motivation sollte diesmal wieder stimmen: Nach dem Spiel bekommen die Bayern-Profis in der Allianz Arena die Meisterschale überreicht. Die seit 2013 gewohnte Zeremonie wollen Kapitän Manuel Neuer und Co. vor den eigenen Fans unbedingt als Sieger gut gelaunt genießen.

Transfers:

Borussia Dortmund hat mit Nico Schlotterbeck vom SC gerade seine Abwehr verstärkt, nun scheint der Bundesliga-Zweite auch in der Offensive nachbessern zu wollen. Angeblich ist der argentinische Stürmer Paulo Dybala von Juventus Turin im Visier der Borussen. Der 28-Jährige könnte den umworbenen Erling Haaland ersetzen, sollte dieser die Dortmunder verlassen. Meister FC Bayern München wiederum scheint kurz der Verpflichtung des marokkanischen Rechtsverteidigers Noussair Mazraoui von Ajax Amsterdam zu stehen. Der SC Freiburg hat derweil auf den Weggang von Schlotterbeck reagiert und Nationalspieler Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach für die Innenverteidigung geholt.

Europa League:

Eintracht Frankfurt hat erneut einen rauschenden Europa-League-Abend gefeiert und spielt am 18. Mai in Sevilla gegen die Glasgow Rangers um den Titel in der Europa League. Zugleich geht es für den Fußball-Bundesligisten um einen Startplatz in der Champions League. Der Europa-League-Sieger darf kommende Saison in der Königsklasse starten. Sollte Frankfurt das Finale gewinnen, wären 2022/23 insgesamt acht deutsche Fußball-Clubs international dabei: fünf Teams in der Champions League, zwei in der Europa League und eins in der Conference League. Dies wäre ein Sonderfall, weil sich die Eintracht nicht über die Liga für den Europapokal qualifiziert hat. Frankfurt hatte am Donnerstag mit 1:0 das Halbfinal-Rückspiel gegen West Ham United mit 1:0 (1:0) gewonnen, nachdem die Hessen bereits das Hinspiel mit 2:1 für sich entschieden hatte. RB Leipzig dagegen verpasste nach dem 1:0 im Hinspiel durch ein 1:3 in Glasgow in den Einzug ins Finale.

Aufstieg:

Ein ganzes Wochenende Aufstiegsrennen! Im engen Kampf um die Bundesliga will Darmstadt 98 am Freitagabend vorlegen. Der Tabellenzweite der 2. Bundesliga ist bei Fortuna Düsseldorf gefordert (18.30 Uhr/Sky). Spitzenreiter FC Schalke 04 empfängt am Samstagabend zum Topspiel den direkten Konkurrenten FC St. Pauli. Die Hamburger auf Rang fünf haben fünf Punkte weniger als Schalke und damit genauso viele Zähler wie der viertplatzierte Lokalrivale HSV, der gegen Hannover 96 antritt. Der SV Werder Bremen auf dem Relegationsrang kann sich zunächst in Ruhe anschauen, was die Konkurrenz macht. Das Team von Trainer Ole Werner kann Sonntag einen großen Schritt Richtung Erstliga-Rückkehr machen - mit einem Sieg beim bereits abgestiegenen FC Erzgebirge Aue.

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