1. www.azonline.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. 1-bundesliga
  6. >
  7. Fan-Aufläufe in Bremen und Köln - Union begrüßt 2000 Fans

  8. >

Bundesliga

Fan-Aufläufe in Bremen und Köln - Union begrüßt 2000 Fans

Auch am letzten Spieltag müssen die meisten Fußball-Bundesligisten vor leeren Rängen spielen. Union Berlin darf immerhin wieder 2000 Zuschauer begrüßen. In Bremen und Köln sorgen Fans vor den Arenen für Stimmung - und Polizei-Großaufgebote.

dpa

Auch in Bremen wurden Bengalos gezündet. Foto: Carmen Jaspersen

Berlin (dpa) - Hunderte Fans haben vor den Abstiegskrimis der Fußball-Bundesliga in Bremen und Köln ihre Mannschaften auf den letzten Spieltag eingeschworen.

Dabei kam es zumindest vor der Partie von Werder gegen Borussia Mönchengladbach auch zu einigen Verstößen gegen die Corona-Regeln, als Anhänger der Gastgeber teils dicht gedrängt den Mannschaftsbus empfingen und Pyrotechnik zündeten. Auch in Köln warfen einige FC-Fans vor dem Spiel des Tabellen-Vorletzten gegen den FC Schalke 04 Böller. Die Polizei war an beiden Stadien mit Großaufgeboten im Einsatz.

Wie an den meisten anderen Spielorten durften die Getreuen auch in Bremen und Köln am letzten Spieltag nicht ins Stadion. Dagegen waren bei der Partie des 1. FC Union Berlin gegen RB Leipzig 2000 Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei zugelassen. Union-Präsident Dirk Zingler begrüßte das als wichtiges Signal. «Wir fühlen uns wohl damit», sagte der Vereinschef im TV-Sender Sky. 2000 Menschen zu organisieren, sei «nicht der große Aufwand», sagte Zingler und betonte: «Die Vereine sind gut gerüstet, dass die Menschen wieder zurückkommen.»

Erstmals seit fast sieben Monaten fanden wieder Fans Einlass in die Arena. Der Berliner Senat erlaubte bis zu 2000 Personen. «Es ist wichtig für die Politik, wieder ein Gefühl zu bekommen, da helfen wir gern», sagte Zingler auch mit Blick auf weitere Lockerungsmaßnahmen in der Corona-Pandemie für Kultur und Sport.

Beim letzten Heimspiel von Meister FC Bayern gegen den FC Augsburg durften 250 Zuschauer in die Münchner Allianz Arena. 100 Karten davon wurden von den Bayern an Personen aus dem Gesundheitswesen vergeben, «die während Corona so hart für unsere Gesellschaft arbeiten», wie der deutsche Rekordchampion zuvor mitgeteilt hatte. Möglich war die Rückkehr einiger Zuschauer aufgrund der neuen Corona-Regeln, die das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen hatte.

Vor den Arenen in Stuttgart, Sinsheim und Wolfsburg verloren sich indes nur wenige Anhänger. In die Stadien durften hier ebenso keine zahlenden Zuschauer wie in Dortmund und Frankfurt. Bei der Partie des BVB gegen Bayer Leverkusen hatten die Fans zum Abschied von Clubheld Lukasz Piszczek eine beeindruckende Choreographie mit einem übergroßen Trikot und Plakaten auf die leere Südtribüne drapiert.

Auch in Köln hofften die Verantwortlichen noch einmal auf einen Schub durch die Unterstützung der ausgesperrten Fans. «Wir hoffen, dass es bei dem ein oder anderen etwas freisetzen kann, zu sehen, wie wichtig das Spiel ist für die Menschen vor Ort», sagte FC-Sportchef Horst Heldt vor dem entscheidenden Heimspiel gegen die bereits abgestiegenen Schalker.

Die größte Kulisse zum Saison-Abschluss im Profifußball konnte unterdessen der FC Hansa Rostock begrüßen. 7500 Zuschauer waren im Ostseestadion dabei, als sich Hansa mit einem 1:1 gegen den VfB Lübeck nach neun Jahren zurück in die 2. Liga zitterte. Die Landesregierung in Schwerin hatte am Dienstag Fans im Stadion unter strengen Hygieneregeln zugelassen. Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen hoffte, durch die Öffnung für Besucher mögliche wilde Aufstiegsfeiern der Anhänger ohne Einhaltung der Corona-Regeln verhindern zu können.

© dpa-infocom, dpa:210522-99-703006/6

Startseite