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Bundesliga

RB Leipzig bangt um Rekordsaison

Der Rekord aus der Premieren-Saison 2016/17 mit 67 Zählern war bis vor kurzen nur noch Formsache. Plötzlich aber löst die Ergebnisdelle bei RB Leipzig Fragezeichen aus.

dpa

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann will mit seinem Team gegen den VfB Stuttgart wieder einen Sieg einfahren. Foto: Rolf Vennenbernd

Leipzig (dpa) - Der erste Meistertitel futsch, die Siegesserie auswärts dahin und dann auch noch eine Heimschwäche: RB Leipzig riskiert die anvisierte Rekordsaison noch zu verspielen.

Julian Nagelsmann will daher am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) gegen Aufsteiger VfB Stuttgart die Jagd auf den «Hasi-Rekord» von Trainer Ralph Hasenhüttl, der 2016/2017 bei der Premieren-Saison in der Fußball-Bundesliga auf Anhieb mit 67 Punkten Vizemeister wurde, neu eröffnen. Dafür fehlen nur noch sechs Zähler bis zum Gleichstand. Klingt machbar, doch nach der 0:1-Niederlage im Gipfeltreffen gegen den FC Bayern München sprangen aus den drei nachfolgenden Spielen nur vier Zähler heraus. Zudem ist RB seit drei Heimspielen sieglos.

«Tabellarisch und was die Drucksituation angeht, ist es ein unglaublich wichtiges Spiel», sagte Nagelsmann. Mit dem Auswärtsspiel am 8. Mai in Dortmund und dem Duell eine Woche später daheim gegen den VfL Wolfsburg hat RB im Endspurt noch zwei Kracher vor der Brust, muss dann im Bundesliga-Finale am 22. Mai auch noch zu den Eisernen von Union Berlin. Obwohl Nagelsmann betont, dass es «kein Motivations- oder Mentalitätsproblem» gibt, braucht es vor allem Typen auf dem Platz. Da kommt Antreiber Konrad Laimer gerade recht.

Der 23-jährige Österreicher bringt Aggressivität und Galligkeit auf den Platz, ist ein Dauerläufer per Exzellenz und setzt das Pressing perfekt um. «Mit Konny sind wir stärker», hatte Nagelsmann schon nach seinem Ausfall seit dem 18. August 2020 beim 0:3 im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain erkannt. Auch weil der defensive Mittelfeldmotor mit Landsmann Marcel Sabitzer direkt vor ihm in der Offensive blind harmoniert. «Wir kennen uns schon lange. Wir wissen, was der andere kann, wie der andere spielt. Wir verstehen uns auf dem Feld und ich hoffe, dass es in Zukunft auch so weitergeht», sagte Laimer beim TV-Sender Sky über seinen Kumpel aus der Nationalmannschaft.

Der Einsatz von Sabitzer gegen Stuttgart ist mehr als fraglich, gerade mit Blick auf das so wichtige DFB-Pokalhalbfinale am kommenden Freitag (20.30 Uhr) bei Werder Bremen. «Wir müssen abwägen zwischen Chance und Risiko, da wir eine verkürzte Woche haben», meinte Nagelsmann. Doch sein Kapitän kennt seinen Körper und soll nach dem Abschlusstraining am Samstag selbst entscheiden. Bei Laimer muss Nagelsmann selbst die Bremse betätigen. «Für 45 Minuten reicht es gegen Stuttgart noch nicht. Er braucht natürlich noch ein bisschen. Er war fast ein Jahr weg», erklärte der Cheftrainer, «wenn die Kadersituation es zulässt, dann könnte er einige Minuten spielen.»

Im Training drängt sich Laimer schon auf. «Einen Mentalitätsspieler auf dem Platz zu haben, ist immer gut. Er gehört zu denen, das sieht man auch in den Trainingseinheiten», sagte Nagelsmann. «Konny hat aufgrund dessen, dass er lange weg war, eine Topmotivation, wieder auf den Platz zu kommen, unabhängig wer der Gegner ist oder was auch immer. Das tut in jedem Fall gut.»

© dpa-infocom, dpa:210424-99-334274/2

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