Bundesliga

Rolfes: Bayer-Trainer-Entscheidung erst nach der Saison

Leverkusen (dpa) - Bayer Leverkusen wird erst nach der am 22. Mai endenden Saison über seinen Trainer für die kommende Spielzeit in der Fußball-Bundesliga entscheiden.

dpa

Beschäftigt sich erst nach Saisonende mit der Trainerfrage in Leverkusen: Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes. Foto: Ina Fassbender

«Wir werden nach Saisonende bilanzieren und dann zeitnah eine Entscheidung treffen», bekräftigte Sportdirektor Simon Rolfes im Interview der «Bild»-Zeitung.

Der seit Ende März vom Deutschen Fußball-Bund ausgeliehene Hannes Wolf gehöre dabei «zum Kandidaten-Kreis - und das weiß er auch». Die Bilanz Wolfs mit elf Punkten aus sieben Spielen ist ordentlich, die Leistungen waren oft mäßig. «In solch einer Situation spielt man nicht sofort Hurra-Fußball», sagte Rolfes: «Er musste ja etwas ändern, es ging zunächst darum, die Basics zurückzuerlangen. Das ist gelungen, und jetzt wollen wir die Saison zu einem guten Ende bringen.» Mit einem Sieg am Samstag gegen Verfolger Union Berlin könnte Bayer die Qualifikation für die Europa League absichern.

Neben Wolf werden auch Edin Terzic (Borussia Dortmund), Niko Kovac (AS Monaco), Gerardo Seoane (Young Boys Bern) oder Oliver Glasner (VfL Wolfsburg) als neuer Trainer gehandelt.

Terzic ist ein Freund Wolfs, die beiden fahren oft gemeinsam in den Urlaub. Deshalb habe er sich über den 4:1-Pokalsieg der Dortmunder am Donnerstag gegen RB Leipzig sehr gefreut, erklärte Wolf. «Ich habe Edin geschrieben, dass ich stolz auf ihn bin. Er macht einen super Job. Es ist schön, zu beobachten, wenn ein so enger Freund so eine Arbeit macht. Das waren tolle Bilder aus Berlin.»

Indes muss Wolf in den verbleibenden Saison-Spielen gegen Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr/Sky) und eine Woche darauf in Dortmund auf Leon Bailey verzichten. Die Fußverletzung des Jamaikaners aus dem Spiel bei Werder Bremen (0:0) erwies sich als glatter Zehenbruch. «Er wird nicht mehr spielen können», sagte Wolf. Dafür steht der angeschlagene Kerem Demirbay bereit, Paulinho wird nach seinem Kreuzbandriss im Juli erstmals wieder im Kader stehen.

Mit einem Sieg gegen Union will sich Bayer die Europa-League-Qualifikation sichern. «Wir wollen nicht warten», sagte Wolf und erklärte mit Bezug auf seine Formulierung beim Amtsantritt, seine acht Spiele seien ein 800-Meter-Lauf: «Wir wollen es nicht erst auf den letzten 100 Metern schaffen, sondern irgendwo zwischen 200 und 100.» Gleichwohl wisse er, «was da gegen Union auf uns zukommt».

Sollte Bayer die Europa League erreichen, sei das trotz des eigentlichen Saison-Ziels Champions League «kein Trostpreis», erklärte Wolf. «Als wir angefangen haben, hatten wir sieben Punkte Rückstand auf die Champions League und zwei Vorsprung auf die Plätze hinter der Europa League. Aus der Perspektive und Konstellation war es das große Ziel», sagte er: «Wenn wir alles gewonnen hätten, hätten wir auch das andere noch schaffen können, aber das war nicht so leicht.»

© dpa-infocom, dpa:210514-99-594982/4

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