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Schalke-Vereinsikone

Thon fordert radikalen Neuaufbau: «Truppe ist blutleer»

Gelsenkirchen (dpa) - Vereinsikone Olaf Thon hat nach dem Abstieg des FC Schalke 04 aus der Fußball-Bundesliga einen «radikalen Schnitt» in der Mannschaft gefordert.

dpa

Fordert einen radikalen Neuaufbau beim FC Schalke 04: Vereinsikone Olaf Thon. Foto: Rolf Vennenbernd

«Aus diesem Team müssen ganz viele weg, sonst kommen wir aus diesem Strudel nicht mehr heraus», sagte der Weltmeister von 1990 der Deutschen Presse-Agentur: «Diese Truppe ist blutleer, da ist nichts mehr rauszuholen. Das Kind ist in den Brunnen gefallen.»

Auch im gesamten Umfeld müsse der Verein «schnell eine Einheit werden, vom Aufsichtsrat und Vorstand über die Mannschaft, bis runter zum Busfahrer», sagte Thon, der von 1980 bis 1988 sowie von 1994 bis 2002 für Schalke spielte. Heute ist er als Repräsentant, Abteilungsleiter der Traditionsmannschaft und in der Sponsoren-Acquise für die Königsblauen tätig.

Nach der 0:1-Niederlage in Bielefeld, die den vierten Abstieg besiegelte, habe er «mehr Bitterkeit als Traurigkeit verspürt. Die Trauer hat sich auf die letzten zehn Wochen etwas aufgeteilt. Aber mit der Statistik und diesen Auftritten hat man auch nichts anderes verdient.»

Für die kommende Saison ist Thon verhalten optimistisch. «Experten, die die 2. Liga gut kennen, sagen, dass es eher um einen Mittelfeldplatz als um den Aufstieg gehen wird», sagte der 54-Jährige. «Ich glaube aber an die Kraft des Tankers Schalke 04.» Er habe auch angeboten, sich noch mehr einzubringen, «aber die, mit denen ich gesprochen habe, sind alle schon nicht mehr da», sagte Thon.

© dpa-infocom, dpa:210421-99-289623/2

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