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«Unprofessionell und respektlos»: Kritik an Werder-Chefs

Bremen (dpa) - Der Fernsehjournalist und Aufsichtsrat-Kandidat Jörg Wontorra hat die Vereinschefs des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen scharf kritisiert.

dpa

Jörg Wontorra kandidiert für den Aufsichtsrat von Werder Bremen und steht für den Fan-Zusammenschluss «Kein-weiter-so». Foto: Tobias Hase

«Es ist nicht mehr nachvollziehbar und nicht mehr hinnehmbar, dass die personelle Führung des SV Werder tatenlos durch die größte Krise der Vereinsgeschichte taumelt. Denn mit ihrer Politik, die von Zögern und Zaudern geprägt ist, öffnet sie dem sportlichen Bankrott Tür und Tor», heißt es in einem gemeinsamen Schreiben Wontorras (72) mit Maria Yaiza Stüven Sanchez (30), aus dem mehrere Medien zitierten. Stüven Sanchez und Wontorra kandidieren für den Aufsichtsrat der Bremer und stehen für einen Zusammenschluss von Fans unter dem Namen «Kein-weiter-so».

Den Umgang mit Trainer Florian Kohfeldt nannten beide «unprofessionell und respektlos». Trotz der sportlichen Talfahrt mit sieben Niederlagen nacheinander hatten die Bosse des abstiegsbedrohten Vereins dem Chefcoach nach zweitägigen Beratungen das Vertrauen ausgesprochen. Kohfeldt wird auch im Halbfinale des DFB-Pokals gegen RB Leipzig auf der Bank sitzen. Zuvor hatte sich die Vereinsspitze nach dem 1:3 bei Union Berlin zunächst nicht zu einem Bekenntnis zu Kohfeldt durchringen können.

Der Trainer sei «nach dem ausgebliebenen Bekenntnis vom Wochenende zunächst öffentlich demontiert» worden, kritisierten Stüven Sanchez und Wontorra. Die «ausgesprochene Bewährungszeit» sei «nicht geeignet, ihn zu rehabilitieren. Eine Zukunft mit Kohfeldt ist nun selbst nach einer Rettung kaum noch denkbar, denn dazu wurde er zu sehr beschädigt», heißt es in dem Beitrag.

© dpa-infocom, dpa:210427-99-378032/2

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