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Fußball: Robin Schultewolter unterstützt Trainer Jochen Kloster beim SuS Hochmoor

Der Kapitän steigt zum „Co“ auf

Hochmoor. Das schönste Weihnachtsgeschenk besteht aus einem Dreigestirn. Drei positiv Verrückte, die für den Fußball brennen – und ihren Beitrag dazu leisten wollen, dass der SuS Hochmoor vielleicht mal wieder vom Sprung in die Kreisliga A träumen darf. „Es tut sich was bei uns, das Leitungsteam steht“, freut sich Denis Koopmann, der zum Kreis der Engagierten um Fußballobmann Ferdi Greving zählt. Jochen Kloster hatte schon vor drei Wochen seine Zusage für den Trainerjob gegeben, jetzt sind zwei weitere Personalien in trockenen Tüchern: Robin Schultewolter wird ab der nächsten Saison als spielender Co-Trainer auftreten, Andreas Kersten bleibt dem Verein als Torwarttrainer und Spieler erhalten.

Frank Wittenberg

Steigt im Sommer vom Kapitän zum spielenden Co-Trainer auf: Robin Schultewolter (links). Foto: az

Dass der Kapitän an Bord bleibt, sorgt in Hochmoor für große Erleichterung. „Robin Schultewolter ist bei uns der Dreh- und Angelpunkt“, weiß Koopmann um die Qualitäten des Mittelfeldspielers. „Er war bei uns schon immer ein Führungsspieler und wird künftig noch mehr Verantwortung übernehmen.“ Dabei hätte der 25-Jährige im kommenden Sommer durchaus den Sprung in eine höhere Klasse wagen können. „Es gab mehrere Anfragen von Bezirksligisten, und ich habe auch einige Gespräche geführt“, erzählt Schultewolter. Letztlich habe er sich aber davon überzeugen lassen, den Aufbau in seinem Heimatclub aktiv zu begleiten.

Für den SuS spielt er schon seit den Minikickern. 2016 zählte er zu der Mannschaft, die unter Trainer Frank Averesch den Aufstieg in die Kreisliga A geschafft hat, aber leider in der folgenden Saison wieder abgestiegen ist. „Da wollen wir wieder hin, das ist eines der Ziele“, blickt der 25-Jährige voraus, der auf diesem Weg gemeinsam mit dem künftigen Trainer Jochen Kloster anpacken wird. „Wir kannten uns vorher nicht“, sagt er. „Aber wir haben jetzt mehrfach miteinander gesprochen und philosophiert – das passt gut zusammen.“

Als „Hochmooraner mit Herz und Seele“ bezeichnet Denis Koopmann den SuS-Kapitän. Und gleiches gilt auch für Andreas Kersten, der schon von 2010 bis 2013 die Mannschaft trainiert hat und nun schon wieder seit 2017 in der Verantwortung steht – zunächst mit Philipp Mathey, nun im dritten Jahr mit Sebastian Scheinig. „Andy wird auch in der kommenden Saison dabei bleiben“, freut sich Koopmann. Als Spieler, sofern er von weiteren Verletzungen verschont bleibt, vor allem aber auch als Torwarttrainer für die Schnapper der ersten bis dritten Mannschaft. Erfahrung bringt der 35-Jährige reichlich mit, der unter anderem für die SpVgg Vreden und die SG Borken gespielt hat – und auch in dieser Saison beim B-Ligisten schon mehrfach zwischen den Pfosten ausgeholfen hat. „Auf dem Feld ist Andy vielseitig einsetzbar, und einen Torwarttrainer haben wir ohnehin gesucht“, erklärt Koopmann.

Alle Personalien fügen sich in das Puzzle, das Ferdi Greving und Co. nun Stück für Stück zusammensetzen. Dazu zählt auch, den Blick auf Spieler zu richten, die ihre Wurzeln in Hochmoor haben, aktuell aber für andere Clubs auflaufen. Zumal der SuS zurzeit leider über keine eigene A- und B-Jugend verfüge. „Und dabei geht es nicht allein um die Erste“, macht Denis Koopmann deutlich. „Wir haben auch eine zweite und dritte Mannschaft, die wir nicht vergessen und die für den Verein wichtig sind.“ Ein Neuzugang steht bereits fest: Justin Breuer ist einer der Hochmooraner, die im Jugendbereich für den SV Gescher aufgelaufen sind und der in dieser Saison für den SV III in der B-Liga zum Einsatz gekommen ist. „Er wird schon im Winter zu uns zurückkehren“, kündigt Koopmann an. Und Breuer soll möglichst nicht der einzige Heimkehrer bleiben, der demnächst wieder im Trikot „seines“ SuS kickt.

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