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Fußball: Personalplanungen mit der Rückkehr von Phil Tingler abgeschlossen

SuS setzt auf die dritte Generation

Hochmoor. Sein Trikot hat er schon. Ein altes Schätzchen zwar, aber versehen mit der Nummer vier und dem Namen Tingler – eben das rote Schmuckstück, das sein Vater schon in Ehren getragen hat. „Also ist es nur logisch, dass er zu uns zurückkehrt“, sagt Denis Koopmann mit Blick auf einen hoffnungsvollen Youngster, mit dessen Zusage der SuS Hochmoor die Personalplanungen für die kommende Saison 2021/22 abgeschlossen hat: Phil Tingler kommt aus der A-Jugend des SV Gescher zurück und soll im Team des künftigen Trainers Jochen Kloster die Defensive verstärken.

Frank Wittenberg

In diesem Trikot ist sein Vater Christian auf Punktejagd für den SuS Hochmoor gegangen – jetzt kehrt Phil Tingler zu seinem Heimatverein zurück. Foto: fw

Hochmooraner ins Visier nehmen, die noch für andere Vereine auflaufen. Oder auch Kicker, die eine enge Verbindung zum SuS haben. Das ist das Konzept, das Fußballobmann Ferdi Greving und Denis Koopmann in den vergangenen Wochen und Monaten verfolgt haben. Und da passt Phil Tingler bestens ins Beuteschema: Im zweiten C-Jugendjahr hat er seinen Heimatverein verlassen und sich dem SV Gescher angeschlossen, wo er unter anderem unter Jochen Kloster trainiert hat. Jetzt nimmt er den Weg zurück. „Wir sind sehr froh, künftig wieder auf ein eigenes Talent setzen zu können“, betont Koopmann. Zumal Tingler eine besondere Beziehung zum SuS pflegt: Sein Opa Heinz zählte Ende der 50er Jahre zu den Gründungsmitgliedern des Clubs. Und Vater Christian hat etliche Jahre die Schuhe in Hochmoor geschnürt, gehörte unter anderem zur erfolgreichen Mannschaft, die 2006 unter Denis Koopmann den Aufstieg in die Kreisliga A geschafft hat.

In diese Liga würden sie auch jetzt gerne wieder aufrücken. Ob das allerdings in diesem Frühjahr etwas wird, steht in den Sternen. „So richtig glaube ich nicht mehr daran“, gibt Koopmann zu. Die Zweifel, dass die Ende Oktober unterbrochene Spielzeit noch bis zu einer Wertung fortgeführt werden kann, werden immer größer. „Das wäre schön gewesen, aber vorstellen kann ich es mir nicht mehr“, sagt der langjährige Trainer der DJK Coesfeld. Dabei liegt die Mannschaft der scheidenden Spielertrainer Sebastian Scheinig und Andreas Kersten mit nur einem Punkt Rückstand auf das Spitzenduo Arminia Appelhülsen und SG Coesfeld 06 II sehr aussichtsreich im Rennen um Meisterschaft und Aufstieg in die A-Liga. „Wir werden uns wohl auf die nächste Saison konzentrieren müssen.“

Dafür sind die Hausaufgaben jedenfalls ordentlich gemacht. Jochen Kloster kommt als neuer Trainer vom Bezirksliga-Aufsteiger ASV Ellewick, zudem haben sechs Spieler ihre Zusage gegeben, sich neu dem SuS anzuschließen: Neben Phil Tingler auch Torwart Mike-Fabio Schöning (SV Gescher II), Malte Elkemann (DJK Coesfeld), Dennis Krampe (Vorwärts Lette II), Thomas Schulze Spüntrup (eigene II. Mannschaft) und Daniel Teriet aus Gescher, der nach einer Pause wieder anpackt. Als Abgang steht lediglich Sebastian Scheinig fest, der seine Karriere beendet. „Das tut uns mit seiner Qualität natürlich weh“, erklärt Denis Koopmann. „Aber ich denke, dass wir uns in allen Mannschaftsteilen qualitativ verstärkt haben.“ Da sei der groß gewachsene und sehr schnelle Phil Tingler der perfekte Baustein, denn er sei in der Viererkette vielseitig einsetzbar. Von allen aktuellen Spielern liege abgesehen von Scheinig die Zusage für die neue Saison vor – „dazu zählen auch zwei bis drei Jungs, die jetzt länger verletzt waren, aber nach der Corona-Pause wieder anpacken wollen“, freut sich Koopmann.

Verstärkung gibt es übrigens auch im Trainerteam, denn ein Tingler kommt selten allein: Neben Cheftrainer Jochen Kloster, dem spielenden Co-Trainer Robin Schultewolter und Andreas Kersten, der sich im die Torhüter kümmert, wird sich auch Christian Tingler in der kommenden Saison aktiv einbringen. Erfahrung bringt er reichlich mit, nicht nur durch seine Zeit beim SuS, sondern unter anderem auch bei der Viktoria Heiden, mit der er den Landesliga-Aufstieg geschafft hat. Er soll seine Eindrücke einfließen lassen und sich mit den Trainern austauschen, erläutert Denis Koopmann: „Insgesamt ergibt sich so ein sehr gutes Bild für die nähere Zukunft.“

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