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Fußball: Christoph Klaas freut sich auf die künftige Aufgabe bei Turo Darfeld

Der Wunschkandidat gibt sein Ja-Wort

Darfeld

An die neue Farbkombination muss er sich noch gewöhnen. „Blau und weiß, das hatte ich bisher nicht“, kratzt sich Christoph Klaas am Kopf. „Da habe ich nichts Passendes im Schrank.“ An der Ausstattung für den bekennenden Bayern-Fan sollte es aber nicht scheitern – bis zum nächsten Sommer werden die Verantwortlichen von Turo Darfeld die entsprechende Kluft geordert haben, damit der neue Trainer auch optisch optimal vorbereitet in seine neue Aufgabe beim Tabellenzweiten der Kreisliga A starten kann.

Von Frank Wittenberg

Freuen sich gemeinsam auf die Zukunft bei Turo Darfeld: der neue Trainer Christoph Klaas (2. von rechts) mit den Turo-Verantwortlichen Alexander Vollmer (links), Bernd Albring und Frank Bäumer (rechts). Foto: Foto: fw

Dann wird der Wunschkandidat das Kommando im Turo-Stadion übernehmen, daran lassen die Verantwortlichen keinen Zweifel. Die mussten auf die Suche gehen, weil Markus Lindner schon frühzeitig angekündigt hatte, am Saisonende nach sechs Jahren seinen Trainerjob aufgeben zu wollen. „Wir hatten vor zwei Jahren schon einmal Kontakt zu Klaasi, aber da passte es bei ihm noch nicht“, sagt der Sportliche Leiter Alexander Vollmer. Klaas war damals im ersten Jahr mit Zoui Allali für die SG Coesfeld 06 zuständig und auf dem besten Weg, den Bezirksliga-Aufstieg zu realisieren. „Da war das Projekt bei der SG noch nicht vollendet“, lächelt der 37-jährige Coesfelder. „Jetzt ist aber der richtige Zeitpunkt, eine neue Aufgabe anzupacken.“

Wobei er ehrlich zugibt, zwei Wochen lang in einer echten Zwickmühle gesteckt zu haben. Auf der einen Seite lag ihm die Anfrage von Turo Darfeld vor, hochinteressant, wie er betont. Andererseits ist ihm natürlich die Arbeit bei seinem Heimatverein SG 06 und vor allem mit diesen „tollen Jungs, die einen richtig guten Charakter haben“, sehr ans Herz gewachsen. „Der Verein hat viel für mich getan und wollte mich auch gerne halten“, fühlt sich Klaas geehrt.

Letztlich hat er sich für eine neue Herausforderung entschieden. Nach drei Jahren Arbeit als Teil einer Trainerduos wieder allein auf eigenen Beinen zu stehen, das sei sicherlich ein interessanter Gedanke – wobei Christoph Klaas das in keinster Weise als Kritik an seinem Kollegen Zoui Allali verstanden wissen will, mit dem er bislang zweieinhalb sehr erfolgreiche Jahre bei der SG 06 hingelegt hat. „Das war bisher eine tolle Zeit“, betont der 37-Jährige. „Aber bei Turo Darfeld kann ich mich wieder mehr auf die rein fußballerische Arbeit konzentrieren.“ Denn in seinem Heimatverein seien verständlicherweise auch viele organisatorische Dinge hinzugekommen.

In welcher Liga er in der kommenden Saison trainieren wird, ist völlig offen. Die Darfelder, die am Wochenende den Rückstand auf Tabellenführer Westfalia Osterwick auf zwei Punkte verkürzt haben, besitzen alle Chancen auf den Aufstieg. „Das wäre schön, denn die Bezirksliga ist eine sehr interessante Liga“, weiß Klaas aus eigener Erfahrung. Wenn es nicht klappen sollte, wollen sie eben erneut oben in der A-Liga anpacken. Und das mit dem möglichst identischen Kader. „Wir sind in guten Gesprächen mit den Jungs und haben schon viele Zusagen“, berichtet Bernd Albring, der Alexander Vollmer in seiner Arbeit unterstützt. Nach einem spielenden Co-Trainer wollen sie Ausschau halten, weil Kevin Botella Ferreira den Club im Sommer nach drei Jahren verlassen wird. „Die Suche gehen wir gemeinsam an“, sagt Vollmer. „Es gibt da einige Ideen.“ Auch Markus Lindner bringe sich aktuell weiter ein, um die Zukunft des Vereins zu planen.

Bis zum Saisonende gilt die volle Konzentration des künftigen Turo-Trainers seiner SG 06, mit der er weiter auf dem stabilen Kurs bleiben will. Dann freut er sich auf die neue Aufgabe in Darfeld, bei einem hochinteressanten Verein, wie er aus etlichen Duellen gegeneinander weiß. „Hier kommen immer viele Zuschauer, die Gemeinschaft ist toll“, lächelt Christoph Klaas. Genau das schätzt er, auch wenn er sich an die blau-weißen Vereinsfarben gewöhnen muss.

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