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Fußball: Tobias Paschert und Mario Worms machen bei Westfalia Osterwick weiter

Duo geht in die Verlängerung

Osterwick

Die Bilanz spricht für sich und hat die Entscheidung gewiss nicht erschwert, aber das ist nicht alles. „Die Mannschaft ist jung“, sagt Tobias Paschert. „Da steckt noch viel Entwicklungspotenzial drin.“ Das wollen sie herauskitzeln, auch in der nächsten Saison 2022/23, und das nach wie vor gemeinsam: Paschert und sein Trainerkollege Mario Worms werden auch im dritten Jahr für Westfalia Osterwick verantwortlich sein.

Von Frank Wittenberg

Viele Jäger ohne Chance: Wenn Mario Worms durch die Abwehrreihen kurvt, haben die Gegenspieler meistens das Nachsehen. Das soll auch in der Saison 2022/23 so bleiben. Foto: Foto: Mats Wittenberg

Die Gespräche mit Peter Fedders, Thomas Schräder und Udo Mester sind zügig über die Bühne gegangen. „Das macht viel Spaß hier in Osterwick“, betont Mario Worms. „Es läuft sehr gut, alle ziehen super mit, trotzdem können wir noch genug verbessern.“ Deshalb hat sich der 30-Jährige, der mittlerweile in Darup wohnt, mit seinem Ja-Wort nicht sonderlich schwer getan – trotz einiger anderer Anfragen auch aus höheren Ligen. „Aber ich sehe das Projekt hier bei der Westfalia noch längst nicht abgeschlossen“, betont er und lobt zudem das hervorragende Umfeld. Und eine Liga höher spielen, das kann ja durchaus klappen: Mit dem Traumstart von zehn Siegen aus zehn Spielen haben die Osterwicker den Kurs Richtung Bezirksliga bislang konsequent eingeschlagen.

Dass es möglicherweise nicht immer so weiterläuft, dessen sind sie sich bewusst. Gerne darf die Siegesserie noch lange weitergehen, aber unabhängig von den Ergebnissen nehmen sie die Entwicklung in den Blick. „Die Mannschaft setzt ganz viel von dem um, was wir vorgeben“, sieht sich Tobias Paschert bestätigt. Selbstverständlich wäre es kein Nachteil, noch den ein oder anderen erfahrenen Kicker mehr im Kader zu haben: „Aber die jungen Spieler machen es immer besser, wie Timon Schüer in der Abwehr oder Lars Knipper im Mittelfeld.“ Knipper, Spitzname „Frettchen“, sei das beste Beispiel für diese Weiterentwicklung. Ein echter Kapitän, sagt Worms: „Er ist die Schnittstelle zwischen uns Trainern und der Mannschaft, auf und neben dem Platz.“ Mehr und mehr diese Verantwortung auf die Schultern zu verteilen, das sei ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung.

Eine ganz wichtige Grundlage der weiteren Zusammenarbeit ist die Tatsache, wie gut es auch zwischen den beiden Trainern harmoniert. „Im vergangenen Jahr haben wir durch den Corona-Abbruch ja nicht viel Zeit gehabt“, verweist Paschert darauf, sich jetzt erst in der ersten echten Saison in dieser Konstellation zu befinden. „Das hat sich richtig gut eingespielt.“ In der Philosophie, im Zusammenwirken als Verantwortliche, aber auch auf dem Feld, wo Tobias Paschert mit seinen fast 32 Jahren der Routinier in der Defensive ist und Mario Worms vorne regelmäßig die gegnerischen Abwehrreihen aufmischt – er ist aktuell mit zwölf Treffern der Top-Torjäger der Kreisliga A. Auf dem Feld sind sie noch nicht wegzudenken, deshalb werden sie ihr Engagement auch als Spielertrainer fortsetzen.

Und das in der kommenden Saison gerne eine Liga höher. Der Weg ist noch lang, da machen sie sich nichts vor, auch wenn Stand jetzt mit dem Nachbarn Turo Darfeld offenbar nur ein ernsthafter Konkurrent im Titelrennen bleibt. „Wenn es klappen sollte, dann nehmen wir die Herausforderung gerne an“, betont Paschert. „Weil wir davon überzeugt sind, dass wir auch in der Bezirksliga mithalten können.“ Mit diesem jungen und hungrigen Kader, den sie für die Zukunft so zusammenhalten wollen. „Deshalb haben Tobi und ich uns bewusst früh dazu entschieden, weiterzumachen“, lächelt Mario Worms. „Das ist auch ein Signal an die Spieler: Wir haben da etwas vor!“

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