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Kreisliga A: Nullnummer in Darfeld – SW Holtwick verpasst den Sieg

Mut tut richtig gut

Rosendahl

Ungewöhnliches ereignete sich in der 79. Minute auf dem Turo-Kunstrasen: Die Darfelder hatten eine Torchance. Ungewöhnlich deshalb, weil es die allererste und einzige in dieser Partie für die Gastgeber war – und die hatte es in sich: Nach Vorarbeit von Ibrahima Peile Helebamou hätte sich Florian Feitscher aus 16 Metern die Ecke aussuchen können, entschied sich aber für die Mitte, wo Luca Voßkühler den Ball dankend aufnahm. „Das hätte das Spiel auf den Kopf gestellt“, gab Markus Lindner ehrlich zu. Wenn, dann hätte es bei dieser Nullnummer nur einen Sieger geben dürfen: SW Holtwick.

Von Frank Wittenberg

Wieder eine große Chance verpasst: Leon Richter (links) zögert im Turo-Strafraum einen Moment zu lange und wird noch von Simon Albers entscheidend gestört.

Deshalb war Oliver Wieck auch hin- und hergerissen. Einen Zähler hatte er sich gewünscht in diesem Ortsderby, doch nach den 90 Minuten fühlte es sich nach zwei verlorenen Punkten an. „Das Ergebnis passt für mich nicht“, stellte der SW-Trainer fest. „Aber mit der Leistung meiner Jungs bin ich hochzufrieden.“ Jede Menge Mut hatte er ihnen verordnet, einen gehörigen Offensivgeist, und damit stellten sie die favorisierten Darfelder vor große Probleme. „Leider haben wir uns dafür nicht belohnt.“

Chancen dafür gab es reichlich. Schon in der vierten Minute musste Timo Feitscher im Turo-Tor nach einem Ballgewinn von Moritz Wagner einen Schuss von Linus Waltering abwehren. Wiederum Waltering verfehlte acht Minuten später nach einer Flanke von Leon Richter den Kasten per Kopf nur knapp. Und spätestens in der 19. Minute hätten die Holtwicker in Führung gehen müssen: Nach einem Fehlpass von Simon Gövert in die Füße von Linus Waltering musste Sebastian Daldrup den Angreifer mit unfairen Mitteln stoppen – Schiri Mithat Bahali entschied auf Elfmeter, ließ aber die Rote Karte für die Notbremse stecken. „Da haben wir sicherlich Glück gehabt“, atmete Markus Lindner durch. Noch mehr Glück dürfte der Turo-Trainer gefühlt haben, als Timo Feitscher den Elfmeter von Linus Waltering stark zur Seite abwehrte. Ein Privatduell, das in der 34. Minute seine Fortsetzung fand: Diesmal zog Waltering vom Strafraumeck ab. Der Ball klatschte an den Innenpfosten, von da an den Körper des fliegenden Keepers und zurück ins Feld. „Für heute dürften wir das Glück aufgebraucht haben“, stellte Timo Spickenbaum zur Pause fest.

Wer vom Turo-Anhang gehofft hatte, es würde in der zweiten Halbzeit besser laufen, sah sich getäuscht. „Wir haben es ja nie geschafft, mal über drei oder vier Stationen zu kombinieren“, schüttelte Lindner den Kopf. „Und außer im letzten Drittel haben wir keinen Zweikampf gewonnen.“ Auf der anderen Seite blieben die Holtwicker ebenso offensiv wie mutig, allerdings zögerte Leon Richter in bester Position zu lange und wurde noch von Simon Albers gestört (59.). „Den muss er direkt mitnehmen und reinmachen“, bedauerte Wieck. Elf Minuten später schoss Richter knapp am langen Pfosten vorbei. Die besagte letzte Chance der Partie gehörte dann tatsächlich den Darfeldern in Person von Florian Feitscher, aber Luca Voßkühler hielt souverän – und dieses Ding wäre auch als glücklichster Punch seit Jahren in die Geschichte eingegangen. 7 Turo Darfeld – SW Holtwick 0:0.

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