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Formel 1

Schlaglichter zum Grand Prix von Ungarn auf dem Hungaroring

Budapest (dpa)

Von dpa

Kann die Anzahl seiner Rennerfolge auf dem Hungaroring auf 100 ausbauen: Lewis Hamilton. Foto: Joe Klamar/Pool AFP/dpa

Siegt Lewis Hamilton beim Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring, gleicht er nach Rennerfolgen mit Max Verstappen in diesem Jahr aus, insgesamt wäre es dann der 100. in seiner Karriere.

Die Strecke: Der Hungaroring ist 4,381 Kilometer lang. 70 Runden müssen die Piloten im Rennen absolvieren. 14 Kurven, nur eine lange Gerade. Ansonsten genießt der Kurs auch den Ruf, eher einer Kartstrecke zu ähneln. Motorpower ist nicht alles, woraus es ankommt: Das perfekte Flügel-Setup. Soviel sogenannte Downforce, die den Wagen auf den Asphalt drückt, dass die Kurven so schnell wie möglich genommen werden können, aber so wenig davon, dass auf der einen Geraden nicht entscheidend gebremst wird. Kurzum: Vorteil Red Bull gegenüber Mercedes.

Die Lage: Rund 25 Kilometer sind es von Budapest zum Hungaroring. Nordöstlich der Tourismus-Metropole an der Donau liegt der Kurs in einer deutlich weniger urbanen Gegend. Besonders verlockend auch für die Fahrer in ihren feuerfesten Rennanzügen dürfte der Blick auf einen nahe gelegenen Wasser-Vergnügungspark sein - denn Temperaturen über 30 Grad sind vorhergesagt.

Die Statistik: Seit 1986 wird auf dem Hungaroring gefahren. Und keiner gewann dort so oft wie Lewis Hamilton. Zum ersten Mal 2007 - in seinem Premierenjahr in der Formel 1. In den vergangenen drei Jahren war Hamilton in Ungarn auch nicht zu schlagen. Die zweitmeisten Siege in Ungarn gelangen Michael Schumacher - vier waren es. Die Zahl der meisten Podiumsplätze muss sich Hamilton (8 Siege, 1 mal Dritter) allerdings teilen, mit Kimi Räikkönen, der es ebenfalls insgesamt neunmal aufs Podium schaffte mit einem Sieg, sechs zweiten Plätze und zwei dritten Rängen.

Der unvergessene Grand Prix: Es geschah in der Qualifikation. Und wieder spielte Lewis Hamilton eine Hauptrolle. Es war 2007 in seinem ersten Formel-1-Jahr. In Kanada und den USA hatte er die ersten beiden Siege seiner Karriere gefeiert. Sein damaliger Teamkollege Fernando Alonso, geholt von McLaren als zweimaliger Weltmeister, wollte dem jungen Hamilton mal zeigen, wer der Herr im Rennstall seiner Meinung nach sei. Also parkte er so lange beim letzten Boxenstopp auf dem Weg zur schnellen Runden, dass Hamilton keine Zeit mehr blieb. Nach mehreren Stunden Analyse und Beratung wurde Alonsos Zeit gestrichen, Hamilton rückte auf die Pole - und gewann das Rennen tags darauf.

So lief es im Vorjahr: Es war eine Demonstration seines Könnens in mehreren Teilen. Lewis Hamilton sicherte sich souverän die 90. Pole seiner Karriere. Der Sieg im Rennen war fast nur noch Formsache. Es war damals sein achter auf dem Hungaroring und damit egalisierte er eine weitere Bestmarke von Michael Schumacher, der in seiner Karriere einst achtmal in Magny Cours den Großen Preis von Frankreich gewonnen. Mit seiner Pole hatte Hamilton zuvor übrigens auch Schumachers Rekord von ebensovielen Poles auf einer Strecke eingestellt. Und was war mit Max Verstappen im vergangenen Jahr: Zweiter wurde er, in der Aufwärmrunde war er aber mit seinem Red Bull in die Streckenbegrenzung gekracht.

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