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Handball: EM-Qualifikation

Nicht nur Wiencek richtet den Blick schon nach Tokio

Frankfurt

Mehrere Leistungsträger fehlen den deutschen Handballern vor den EM-Qualispielen in Bosnien-Herzegowina und gegen Estland. Patrick Wiencek hingegen ist am Start. Er richtet den Blick in vielerlei Hinsicht schon Richtung Tokio. Auch das Thema Impfung ist präsent.

Thomas Rellmann

Am Kreis und in der Deckung weiter eine Bank: Patrick Wiencek (l.) vom Rekordmeister THW Kiel Foto: Imago/Eibner

Sportlich sind die letzten beiden EM-Qualifikationsspiele in Bosnien-Herzegowina (Donnerstag, 16.10 Uhr) und gegen Estland (Sonntag, 18 Uhr) für die deutschen Handballer ohne Bedeutung. Der Gruppenfavorit hat sein Ticket längst gebucht. Daher überrascht es nicht, dass sich einige der in der Liga hart beanspruchten Nationalspieler eine Auszeit genommen haben. „Die, die da sind, wirken aber frisch“, sagt DHB-Sportvorstand Axel Kromer.

Einer der Stars, der beim Lehrgang in Frankfurt seit Samstag nicht fehlt, ist ­Patrick Wiencek. Der 31-Jährige, der die WM in Ägypten im Januar noch wegen Corona absagte und nun vor seinem 150. Länderspiel steht, richtet nun den Blick schon Richtung Olympia und eine Fortentwicklung unter Trainer Alfred Gislason. „Es klappt gut, was er vorhat.“ Natürlich will sich aber auch jeder für ein Japan-Ticket in Position bringen, denn nur 14 Akteure dürfen dort zum Einsatz kommen. „Wir wissen alle, dass nicht jeder nach Tokio kann. Keiner ist sicher dabei. Jeder hängt sich rein“, sagt Wiencek. Ab Mai kann es Impfungen für potenzielle Olympioniken geben. Sie alle haben eine DOSB-Mail dazu erhalten.

Der Kreisläufer freut sich diesmal auf Finn Lemke an seiner Seite. Abwehr-Stammpartner Hen­drik Pekeler fehlt wie Uwe Gensheimer, Johannes Bitter und Paul Drux angeschlagen.

Auf die Spiele freut er sich trotz Unwägbarkeiten, auch wenn keine deutschen Fans erlaubt und die Kontakte im olympischen Dorf wohl begrenzt sind. „Ich habe Rio 2016 mit Zuschauern erlebt, natürlich ist das nicht das Gleiche. Aber für uns Sportler bleibt es mit das Größte, was wir erreichen können.“

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