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Corona-Pandemie

DFL und HBL gegen vorgezogene Impfung für Profisportler

Berlin/Frankfurt (dpa) - Profisportler sollten bei der Impfung gegen das Coronavirus nach Meinung von DFL-Chef Christian Seifert und HBL-Boss Frank Bohmann keinen Vorzug vor anderen Gruppen erhalten.

dpa

Christian Seifert ist der Geschäftsführer der DFL. Foto: Arne Dedert

«Ich persönlich denke, dass Profisportler nicht zu denen gehören, die prioritär geimpft werden sollten», sagte Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». «In Deutschland werden Sie meiner Einschätzung nach keine Liga hören, die fordert, dass Profisportler zuerst geimpft werden sollen», sagte der 51-Jährige.

«Der Profisport hat seinerzeit von Anfang an klargestellt, dass wir uns mit den wenigen Tausenden Tests, die wir zur Aufrechterhaltung unseres Spielbetriebs benötigen, hinten anstellen, sofern diese eine Einschränkung der allgemeinen medizinischen Versorgung bedeutet hätten», sagte Bohmann, der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga. «Auch jetzt stellt sich die Frage einer vorgezogenen Impfung überhaupt nicht, auch hier sind wir Teil der Gesellschaft und stellen uns in die Schlange.»

Das dienstälteste IOC-Mitglied, Richard Pound, hatte sich dafür ausgesprochen, Athleten bei der Impfung Vorrang einzuräumen, um die Olympischen Spiele in Tokio trotz Corona austragen zu können. Er glaube nicht, dass die verhältnismäßig sehr wenigen für die Sportler benötigten Impfdosen für einen öffentlichen Aufschrei sorgen würden, sagte der 78 Jahre alte Kanadier dem Nachrichtenkanal Sky News.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hatte sich indes gegen eine Bevorzugung von Athletinnen und Athleten ausgesprochen. «Wir werden uns da in keiner Weise vordrängen», betonte er kürzlich in einem Interview der «Augsburger Allgemeinen».

© dpa-infocom, dpa:210116-99-49192/4

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