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Geschlechtergerechtigkeit

Ex-DFB-Boss Keller bietet Frauen-Initiative Unterstützung an

Frankfurt/Main (dpa) - Der am Montag zurückgetretene DFB-Präsident Fritz Keller begrüßt ein Positionspapier von neun bekannten Frauen für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Profifußball.

dpa

Begrüßt ein Positionspapier für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Profifußball: Fritz Keller. Foto: Arne Dedert

«Wir müssen gemeinsam unsere Systeme reformieren und vor allem dabei auf diese Frauen hören, die aus so reicher Erfahrung und mit großer Leidenschaft für die richtigen Veränderungen kämpfen», sagte der 64 Jahre alte Keller der «Bild-Zeitung». «Deshalb stimme ich dem Plan dieser Frauen nicht nur zu, sondern möchte ihn auch aktiv unterstützen.»

Die Frauen, darunter auch die Kommentatorin Claudia Neumann und die frühere Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus-Webb, hatten zuvor ein Papier mit dem Titel «Fußball kann mehr» veröffentlicht und dort vehement Veränderungen angemahnt, um den professionellen Fußball in Deutschland geschlechtergerechter zu machen. Mit Blick auf seine eigene Nachfolge sagte Keller: «Für mich ist die Frage, ob ich es gut finden würde, wenn eine Frau DFB-Präsidentin werden würde, ganz klar mit Ja zu beantworten.»

Auch andere Ex-Präsidenten des Verbandes äußerten sich zu den Forderungen. «Ich freue mich über den Mut dieser Gruppe und finde, dass die Forderungen in die richtige Richtung gehen», sagte Theo Zwanziger. Für Keller-Vorgänger Reinhard Grindel ist eine «Repräsentanz von Frauen, die der Zahl der Fußballerinnen in unseren Vereinen entspricht, richtig». Wolfgang Niersbach kommentierte zur Nachfolger-Debatte um Keller: «Egal ob Mann oder Frau: Für mich ist alleine die menschliche und fachliche Qualität für das Präsidenten-Amt ausschlaggebend.»

© dpa-infocom, dpa:210520-99-676279/2

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