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Corona-Krise

FA fordert Verlegung des Königsklassen-Finals aus der Türkei

London (dpa)

Von dpa

Das Atatürk-Olympiastadion in Istanbul. Foto: Emrah Gurel/AP/dpa

Weil die britische Regierung Reisen in die Türkei wegen der dortigen Corona-Lage verbietet, hat der englische Fußballverband die UEFA um eine Verlegung des Champions-League-Finales aus Istanbul nach Großbritannien gebeten.

Verkehrsminister Grant Shapps sagte in London, die Türkei werde auf die sogenannte rote Liste gesetzt. Wer aus solchen Ländern nach Großbritannien einreist, muss sich auf eigene Kosten für zehn Tage in Hotel-Quarantäne begeben. Am 29. Mai treffen in Istanbul die englischen Erstligisten FC Chelsea und Manchester City aufeinander.

«Zuallererst bedeutet dies, dass Fans nicht wegen der Champions League in die Türkei reisen sollten», sagte Shapps. Er sagte, dass der Verband FA Gespräche mit der UEFA führe. Die Europäische Fußball-Union bestätigte die Kenntnis darüber, dass die Türkei auf der «roten Liste» stehe. «Wir brauchen etwas Zeit, um über das Thema nachzudenken», hieß es auf Anfrage von der UEFA dazu.

Shapps verwies darauf, dass in Großbritannien bereits Spiele vor Publikum stattgefunden haben. «Wir sind sehr offen für die Ausrichtung des Finales, aber letztendlich ist es eine Entscheidung der UEFA.» Die Fanvereinigung Chelsea Supporters' Trust kündigte an, sich mit UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zu treffen und eine Verlegung zu fordern. Als Ausweichort war zuletzt das Stadion von Erstligist Aston Villa in Birmingham im Gespräch.

Allerdings hatte die UEFA noch vor einigen Tagen betont, sie wolle an Istanbul als Ausrichtungsort festhalten.