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FIFA-Chef

Infantino bekräftigt: Weltverband gegen Super League

Zürich (dpa) - FIFA-Präsident Gianni Infantino hat seine Position gegen eine europäische Super League bekräftigt.

dpa

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht beim 45. Kongress der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Foto: Richard Juilliart

«Ich habe es gesagt, und ich sage es noch einmal ganz klar: Die FIFA ist gegen ein solches Projekt», sagte der Schweizer während seiner Rede beim Kongress des Weltverbandes, der online abgehalten wurde. Grundsätzlich sagte Infantino allerdings auch, dass das existierende Modell im Fußball «nicht perfekt» sei und kritisierte, dass die größten Ressourcen auf ein paar wenige Clubs verteilt seien. «Ist Fußball wirklich global?», fragte der 51-Jährige. «Nein, ist er nicht.» Er sehe ein großes Ungleichgewicht.

Die «New York Times» hatte am Donnerstag (Ortszeit) berichtet, dass die FIFA in den vergangenen Monaten an Gesprächen mit den Super-League-Gründern beteiligt gewesen sein soll. Laut der US-Zeitung soll die Unterstützung der FIFA zeitweise Voraussetzung für die Gründer gewesen sein, den Plan einer eigenen Liga abseits der Europäischen Fußball-Union fortzuführen. In den Gesprächen sei es demnach auch um mögliche Synergieeffekte zwischen der Super League und der neuen Club-WM der FIFA gegangen, die auf 24 Teilnehmer aufgestockt wird.

Zwölf europäische Topclubs, darunter sechs englische Premier-League-Vereine, hatten in der Nacht zum 19. April die Gründung einer eigenen Super League angekündigt. Diese wäre in direkte Konkurrenz zur Champions League der UEFA getreten, die diese Pläne wie auch die FIFA und etliche nationale Ligen und Verbände scharf kritisierte. Deutsche Clubs waren nicht unter den Super-League-Gründern. Nach dem schnellen Rückzug der englischen Clubs ist die Super League vorerst vom Tisch. Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin halten aber weiter an den Plänen fest. Ihnen drohen deshalb Sanktionen der UEFA.

© dpa-infocom, dpa:210521-99-694225/2

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