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Kommentar

Klare Kante – die richtige Entscheidung im Fall Novak Djokovic

Die erste Runde im Schlagabtausch mit dem Staat Australien hatte Novak Djokovic noch gewonnen. Doch nun gab es die Retourkutsche, ein zweites Mal wurde das Visum des Tennisstars annulliert. Auch wenn die Entscheidung noch nicht endgültig ist, ist sie ein klares Signal. Ein Kommentar.

Von Henner Henning

Im Schatten statt im Rampenlicht: Novak Djokovic Foto: Foto: Imago/Paul Zimmer

„So geht es nicht“, lautet Australiens Botschaft an Djokovic, der in dieser Tennisposse der große Verlierer ist – aber nicht der einzige.

Viele Ungereimtheiten

Darf er bleiben oder muss er ausreisen? Darf er bei den Australian Open spielen oder bleiben die Schläger in der Tasche? Die Fragen sind bis Sonntag weiter ungeklärt. Dass Australien aber erneut das Visum von Novak Djokovic annulliert, ist ein klares Zeichen, mit dem Einwanderungsminister Alex Hawke klare Kante zeigt.

Es ist die richtige Entscheidung, die Nummer eins der Tenniswelt in ihre Schranken zu weisen. Zu viele Ungereimtheiten gibt es in dieser skurrilen wie ermüdenden Posse. Djokovic hat falsche Angaben in seinen Einreisepapieren gemacht, in seinen Erklärungen gibt es weiterhin zu viele offene Fragen. Der ungeimpfte Serbe hat es schlicht verpasst, die Sache glaubwürdig aufzuklären – vielleicht auch im Gefühl der Unantastbarkeit.

Was bleibt nach dem bizarren Schauspiel? Ein ge­waltiger Schaden mit mehreren Verlierern. Der Staat Aus­tralien hat sich blamiert, hat bei seinen Einwohnern mit seinem zögerlichen Verhalten Kredit eingebüßt. Und Djokovic, der stets im Schatten von Roger Federer und Rafael Nadal um Sympathien heischte, hat sich selbst ins Abseits gestellt und ganz nebenbei seine Karriere aufs Spiel gesetzt. Die Schuld dafür liegt allein bei ihm.

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