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Ralph Ruthe, Atze Schröder, Peter Maffay und Co.

#alarmstuferot: Prominente Künstler schreiben offenen Brief

Berlin

Am Mittwochnachmittag veröffentlichten zahlreiche prominente Künstler - darunter zum Beispiel Bastian Pastewka, Peter Maffay, die Donots oder Atze Schröder - in den sozialen Medien einen offenen Brief an die Politik. Darin wird um mehr Unterstützung für die Veranstaltungsbranche gebeten.

Jonas Wiening

#alarmstuferot: Die Kulturbranche ist besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Foto: dpa (Symbolbild)

"Kaum eine Branche hat seit Beginn der Pandemie härter dafür gearbeitet, ihren Kund*innen bzw. Zuschauer*innen wieder ein sicheres Erlebnis bieten zu können, als die Kulturbranche", heißt es in dem offenen Brief, den dutzende Prominente am Mittwochnachmittag veröffentlichten. Es seien diverse Schutz- und Hygiene-Maßnahmen getroffen worden, alles in Abstimmung mit den Behörden. Man nehme das Virus ernst, man wolle niemanden in Gefahr bringen, betonen Künstler wie Carolin Kebekus oder Luke Mockridge.

Maßnahmen seien wie Berufsverbot

Trotzdem gibt es Kritik. "Sie haben Maßnahmen beschlossen, die für uns faktisch einem Berufsverbot gleichkommen. Als Teil der Bewegung #alarmstuferot prangern wir an, dass wir bereits seit sieben Monaten auf konkrete und zielführende Entscheidungen warten", schreiben die freischaffenden Künstler und fordern Perspektiven und finanzielle Hilfen. Der offene Brief ist direkt an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Arbeitsminister Hubertus Heil, sowie Finanzminister Olaf Scholz adressiert.

#alarmstuferot

Hinter #alarmstuferut versteckt sich ein Bündnis der einflussreichsten Initiativen und Verbände der deutschen Veranstaltungswirtschaft. "Es versammelt weitere Initiativen und Verbände aus der Veranstaltungswirtschaft hinter einem noch stärkeren Bündnis", heißt es vom #alarmstuferot selbst.

"Die gesamte Veranstaltungsbranche ist in Deutschland der sechstgrößte Wirtschaftszweig. Hier sind etwa 1,7 Millionen Menschen beschäftigt, und es werden knapp 130 Milliarden Euro direkt umgesetzt", heißt es von der Bewegung #alarmstuferot, die die gesamte Branche größter Gefahr sieht.

Bisherige staatliche Hilfen hätten kaum etwas gebracht, pauschale Aufrufe von Politikern Veranstaltungen zu meiden, seien ein Schlag ins Gesicht. "In den letzten Monaten gaben Sie uns das Gefühl, weniger wert zu sein als Autos, Flugzeuge und Fußballspieler", wird angemerkt.

Künstler wie Mario Barth, Markus Krebs oder Ralph Ruthe fordern vier konkrete Dinge: bessere Zusammenarbeit, nützliche Finanzhilfen, einheitliche Szenarien und Perspektiven, sowie mehr Vertrauen in die Veranstaltungsbranche.

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