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TV-Tipp

Neue «Bachelorette»-Staffel bei RTL 

Köln (dpa)

Die neue «Bachelorette»-Staffel startet weitgehend knöchelfrei. Kaum einer der 20 Männer, die auf RTL um Aufmerksamkeit buhlen, bedeckt seine Fußknochen. Und das ist nicht die einzige bemerkenswerte Gemeinsamkeit zwischen den Kandidaten.

Von Britta Schultejans, dpa

Maxime Herbord ist die RTL-Bachelorette 2021. Foto: TVnow/dpa

Gerade erst hat «Bachelor» Niko Griesert nach einigem Hin und Her und wieder Hin und wieder Her eine Frau gefunden, die seine Leidenschaft teilt, sich mit Hochglanz-Pärchenfotos auf Instagram zu präsentieren. Da sucht RTL schon die nächsten Anwärter auf Social-Media-Kitsch vom Feinsten: An diesem Mittwoch (14. Juli, 20.15 Uhr) startet die neue «Bachelorette»-Staffel bei dem Sender.

Die «Bachelorette» heißt dieses Jahr Maxime, ist 26 Jahre alt und hat «sich ein bisschen selber gefunden», seit sie 2018 als Kandidatin dem damaligen «Bachelor» Daniel Völz sagte: «Du passt nicht so gut zu mir» - und freiwillig ging. Danach war sie laut RTL noch eine Zeit lang mit einem früheren «Bachelorette»-Gewinner zusammen.

Und jetzt hat der Privatsender Maxime («Wenn ich verliebt bin, dann merke ich das auf jeden Fall im Bauch»), die mit «Instagram» auf die Frage antwortet, was sie beruflich macht, gemeinsam mit 20 Männern in ein Strandhaus verfrachtet. Dort soll die Kölnerin die Verehrer nun nacheinander mit der Hilfe von Schnittblumen aussortieren.

Die erste Folge, die schon bei «TVnow» zu sehen ist, zeigt das erste Schaulaufen dieser Männer. Jenes unbeholfene erste Treffen vor der Strandvilla, das bei «Bachelor» und «Bachelorette» seit Jahren dazugehört und Fremdschäm-Momente für die Trash-TV-Ewigkeit schaffen.

Dabei zeigt sich: Die Kandidaten teilen eine Leidenschaft für knöchelfreie Outfits ohne sichtbare Socken - und einen Hang zu unbeholfenem Small-Talk: «Eines meiner großen Hobbys ist Lesen. Ich lese total gerne» - «Tatsächlich? - Ich auch. Verrückt.» Oder: «Ist jetzt auch nicht so weit - Bayern von Aachen.» - «Hm, geht.» Und: «Bist Du tierlieb, hast Du einen Hund?» - «Nein, aber meine Mama hat eine Katze.»

Auch die Gastgeschenke sind immer wieder Grund zur Verwunderung selbst beim geneigtesten Zuschauer: Einer, der vorher noch schnell meditierte, bringt ein gepresstes Blatt im Reclam-Heftchen mit, ein anderer Seifenblasen und wieder ein anderer ein Sternenbild von dem Tag des Kennenlernens. Das geht ja noch, wenn man eine Schwäche hat für Kitsch. Leider reagiert er aber auf Maximes Geschichte, sie schaue gerne mit ihrem Teleskop in die Sterne, so: «Ich hab noch nie durch ein Horoskop geschaut.»

Auch die Komplimente, vor denen die erste Sendung naturgemäß nur so strotzt, sind immer wieder Highlights: «Du hast Augen wie ein Teddybär - so schön braun» - oder: «Genau meine Figur, Alter. Genau meine Figur.»

Getoppt werden sie in diesem Jahr nur noch vom Kandidaten Gustav, der irgendwie enttäuscht ist von der Frau, die er laut Drehplan anschmachten soll: «Du schmierst Dir ein Brot mit Marmelade, aber die Butter fehlt: Schmeckt nicht so geil», sagt er. Und: «Es reißt mich nicht vom Fischbrötchen.»

Trotz alledem kommt Maxime zu der überraschenden Diagnose, sie habe «eine richtig tolle Runde erwischt». Einer, der zumindest schonmal ihren Hang zu völligen Fehleinschätzungen der Situation teilt, ist Kandidat Kenan: «Ich hab keine Lust auf Spielchen, ich hab keine Lust auf Quatsch - und darum bin ich hier.»

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