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Teeniefilm

Slapstick in «Hilfe, ich habe meine Freunde geschrumpft»

Hamburg (dpa)

Mit «Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft» begeisterten Felix und seine Freunde 2015 das erste Mal das Kinopublikum. Nun findet die Familienfilm-Reihe ihr Ende.

Von Christiane Bosch, dpa

Oskar Keymer als Felix in einer Szene des Films "Hilfe, ich habe meine Freunde geschrumpft". Foto: Martin Valentin Menke/Petro Domenigg/blue eyes Fiction GmbH & Co.KG/dpa

Plötzlich geschrumpfte Menschen sind im Kino nicht neu. Schon 1989 ließ Rick Moranis aus Versehen seine Kinder klein werden.

Die deutsche Version dieser Idee hat jetzt erneut eine Fortsetzung bekommen. Mit «Hilfe, ich habe meine Freunde geschrumpft» kommt nun das dritte Abenteuer um den Schüler Felix und seine Freunde in die Kinos. Nachdem in den ersten beiden Teilen erst seine Lehrerin und dann seine Eltern als Miniatur-Ausgaben für Unruhe sorgten, schrumpft der Achtklässler im neuesten Abenteuer seine Freude.

Die Riege um Felix (Oskar Keymer) und Ella (Lina Hüesker) ist mittlerweile in der Pubertät angekommen. Und dazu gehört auch das erste Verliebtsein. Blöderweise will Ella just zu dem Zeitpunkt Felix ihre zarten Gefühle offenbaren, als der die neue Mitschülerin Melanie (Lorna zu Solms) kennenlernt und sofort fasziniert ist.

Was er nicht weiß: Die Neue führt etwas im Schilde. Auch die ehemalige Schuldirektorin Hulda (Andrea Sawatzki) hat Böses im Sinne und will den Geist des Schulgeistes Otto Leonhard (Otto Waalkes) dafür herausfordern. Der bringt seine Gedanken über Gemälde zum Ausdruck und spricht über eine Büste zu Felix, um ihm das Schrumpfen beizubringen. Mit diesem Zaubertrick soll der Schüler die Schätze Leonhards schützen. Doch auf der Klassenfahrt in den Geburtsort Leonhards geht einiges schief.

In dem Familienfilm geht um die erste Liebe, ewiges Leben, Familienleben und den Wert der Freundschaft. Dabei wirkt er allerdings manchmal etwas unentschieden, ob er sich eher an jüngere Kinder oder doch schon Teenager richtet. So sind die Slapstick-Elemente an vielen Stellen zu übertrieben für einen Film, der die eigentlich schon cooleren Jugendlichen als Zielgruppe hat.

Unter-Zehnjährige dürften diesen Humor dagegen mögen, könnten aber Schwierigkeiten haben, sich mit den deutlich älteren Hauptdarstellern zu identifizieren. Bei der ersten Ausgabe der Trilogie, die 2015 im Kino lief, passte das logischerweise deutlich besser zusammen. So aber sind die Witze an einigen Stellen in den Kinderschuhen stecken geblieben, während die Hauptdarsteller weiter gewachsen sind.

Der Film von Granz Henman ist der Abschluss der Filmreihe. Die ersten beiden Teile hatten sich in Deutschland und Österreich Produktionsangaben zufolge mehr als 2,2 Millionen Menschen im Kino angeschaut. Für den dritten Film muss man die ersten beiden Teile nicht gesehen haben. Wer sie aber kennt, darf sich auf die gleichen Hauptdarsteller freuen.

So wird die verhuschte, leicht neben sich stehende Schuldirektorin wieder von Anja Kling gespielt, und Axel Stein mimt erneut den nicht ganz ernstzunehmenden Vater von Felix. Wenn der sich wie ein Schneekönig auf die Klassenfahrt freut, im Bus auf CD sein Mix-Tape anwirft und Haddaway mit «What is Love» aus den Boxen dröhnt, dürften auch die Eltern im Kino was zum Lachen haben.

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