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Kommentar

Vorteil Laschet im Kandidaten-Triell im TV

Münster 

Endlich Wahlkampf in der Republik: Bei ihrem ersten großen TV-Schlagabtausch haben die drei Kanzlerkandidaten von CDU/CSU, SPD und Grünen ihre Unterschiede betont. Den Auftakt bei RTL vermochte Laschet für sich zu nutzen.

Von Norbert Tiemann

CDU Kanzlerkandidat Armin Laschet steht vor der Diskussion im Studio in Berlin-Adlershof. Die Kanzlerkandidaten von Bündnis 90/Grüne, CDU und SPD, - Baerbock, Laschet, Scholz treffen in einer ersten TV Diskussion bei RTL und ntv aufeinander. Foto: picture alliance/dpa/dpa Pool | Michael Kappeler

Für CDU und CSU kommt es nicht einmal mehr vier Wochen vor der Bundestagswahl knüppeldick: Die demoskopisch erhobenen politischen Wasserstandsmeldungen haben historische Tiefstwerte erlangt – sowohl für die beiden C-Parteien als auch für deren Kanzlerkandidaten Armin Laschet.

Laschet will und muss nun auf die TV-Streitgespräche mit den beiden Kontrahenten setzen. Auch, weil der weltpolitische Krisenherd Afghanistan aktuell jede innenpolitische Wahlkampf-Debatte nahezu erstickt. Ein enormes Risiko, denn nach den Pannen der Vergangenheit darf sich der Aachener vor Millionenpublikum keinerlei Fehler mehr leisten.

Den Triell-Auftakt gestern Abend bei RTL vermochte Laschet für sich zu nutzen: Angriffslustig, aber souverän und unaufgeregt gelang es ihm, die Unterschiede zwischen den im Kampf ums Kanzleramt rivalisierenden Parteien deutlich zu machen.

Endlich Wahlkampf in der Republik: SPD-Kandidat Scholz, geübt in souveräner Abwehr von Angriffen, Frau Baerbock als schlagfertige Personifizierung des Grünen-Programms. Ein Triell mit intensivem Streit um die Sache und ohne giftige Polemik. Das macht Lust auf mehr.

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