1. www.azonline.de
  2. >
  3. Welt
  4. >
  5. Ratgeber
  6. >
  7. Das sollte man bei dem Abschluss einer Rechtsschutzversicherung beachten

  8. >

Recht

Das sollte man bei dem Abschluss einer Rechtsschutzversicherung beachten

Im Falle eines Rechtsstreits summieren sich die Kosten oftmals sehr schnell. In diesem Fall kann eine Rechtsschutzversicherung einen wertvollen Beitrag dazu leisten, die eigenen Ansprüche vor Gericht durchzusetzen. Für wen der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung Sinn ergibt, wie hoch die Versicherungssumme dabei ausfällt und einige andere Fragen möchten wir ihnen im Folgenden beantworten.

Allgemeine Zeitung

Foto: Bild von LEANDRO AGUILAR auf Pixabay

Das sollte man bei dem Abschluss einer Rechtsschutzversicherung beachten

Im Falle eines Rechtsstreits summieren sich die Kosten oftmals sehr schnell. In diesem Fall kann eine Rechtsschutzversicherung einen wertvollen Beitrag dazu leisten, die eigenen Ansprüche vor Gericht durchzusetzen. Für wen der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung Sinn ergibt, wie hoch die Versicherungssumme dabei ausfällt und einige andere Fragen möchten wir ihnen im Folgenden beantworten.

Wofür überhaupt eine Rechtsschutzversicherung?

Eine Rechtsschutzversicherung ist vor allem deshalb sinnvoll, da diese die Kosten bei Rechtsstreitigkeiten im privaten Bereich übernimmt. Hierzu zählen unter anderem strafrechtliche Angelegenheiten, Bußgeldverfahren sowie Auseinandersetzungen vor Sozialgerichten oder Schadensersatzansprüche. Hierfür werden über alle Instanzen hinweg die anfallenden Gerichts-, Zeugen-, Gutachter-, Sachverständigen- und Anwaltskosten sowie bei Bedarf auch die Kosten der gegnerischen Partei übernommen. Damit diese Kosten von der Versicherung getragen werden, darf der Rechtsstreit nicht mutwillig geführt werden, muss Aussicht auf Erfolg haben und der Aufwand darf dabei den Ertrag nicht übersteigen. Nach dem Abschluss einer Rechtsschutzversicherung besteht in der Regel zunächst eine Wartezeit von drei Monaten, in denen der Versicherte keine Leistungen in Anspruch nehmen kann. Da im Rahmen arbeitsrechtlicher Angelegenheiten allerdings häufig keine Zeit zu verlieren ist, bieten einige Dienstleister mittlerweile auch Rechtsschutz ohne Wartezeit an.

Wer kann sich versichern lassen?

Die meisten Rechtsschutzversicherungen versichern sowohl Singles als auch Familien mit Kindern. Senioren zahlen in der Regel einen geringeren Beitrag, da diese nicht mehr aktiv am Berufsleben teilnehmen. Mit einem Familientarif können Ehepartner, eingetragene Lebensgemeinschaften oder Paare, die in häuslicher Gemeinschaft leben, versichert werden und Kinder sind bis zu ihrem Eintritt in das Berufsleben oder den Bezug einer eigenen Wohnung bei den Eltern mitversichert.

Lebensumstände berücksichtigen

Die meisten Rechtsschutzversicherungen funktionieren nach einem Baukastenprinzip, sodass man den eigenen Schutz aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzen kann. Auf diese Weise bezahlt man nicht für Leistungen, die man eigentlich gar nicht benötigt. In der Regel können die folgenden Lebensbereiche abgesichert werden:

●       Verkehrsrechtsschutz: Diese Form der Rechtsschutzversicherung schützt Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr, ganz gleich, ob diese mit dem Auto, einem Fahrrad, einem E-Bike, dem Bus oder zu Fuß unterwegs sind. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, im Anschluss an einen Unfall Schadensersatz oder Schmerzensgeld von dem Verursacher zu erhalten. Doch auch der Verlust des eigenen Führerscheins kann mithilfe einer Rechtsschutzversicherung im besten Fall noch abgewendet werden.

●       Privatrechtsschutz: Ein privater Rechtsschutz wird für Streitigkeiten in sämtlichen Lebensbereichen benötigt. Dadurch lassen sich unter anderem Streitigkeiten im Rahmen von Kauf-, Reise- und Versicherungsverträgen klären oder Schadensersatzansprüche durchsetzen und abwehren.

●       Berufsrechtsschutz: Im Fall von arbeitsrechtlichen Konflikten, zum Beispiel im Anschluss an eine Abmahnung, eine Kündigung, ein Disziplinarverfahren oder Streitigkeiten in Bezug auf das Gehalt oder das Arbeitszeugnis, benötigen Arbeitnehmer einen Berufsrechtsschutz.

●       Wohnrechtsschutz: Durch einen Wohnrechtsschutz werden Mieter und Eigentümer einer selbst genutzten Immobilie vor Mieterhöhungen, Kündigungen wegen Eigenbedarf oder Streitigkeiten mit den Nachbarn geschützt.

Höhe der Versicherungssumme

Bei dem Abschluss einer Rechtsschutzversicherung spielt die Höhe der Versicherungssumme eine wichtige Rolle. Damit man in Notfällen auch in zweiter Instanz vor Gericht klagen kann, sollte die Deckungssumme mindestens 300.000 Euro betragen oder Kosten in unbegrenzter Höhe abdecken. Zudem sollte der geschlossene Vertrag zumindest in Europa und den angrenzenden Mittelmeerstaaten gültig sein, damit man auch im Ausland geschützt ist.

Wahl des Anwalts

Kommt es einmal zu einem Rechtsstreit, dann sollte man immer mit einem Anwalt zusammenarbeiten, dem man voll und ganz vertraut. Aus diesem Grund ist die freie Wahl eines Rechtsanwalts ein wichtiges Kriterium, welches man bei der Wahl einer Rechtsschutzversicherung berücksichtigen sollte.

Tarifvarianten

Hinsichtlich des Leistungsumfangs bieten die meisten Versicherungsdienstleister der eigenen Kundschaft gleich mehrere Tarifvarianten an. Während der Basisschutz zumeist eine ausreichende Deckungssumme aufweist, wofür eine Selbstbeteiligung geleistet werden muss, ist die Deckungssumme bei dem Premiumschutz in der Regel höher und die zu leistende Selbstbeteiligung geringer.

Startseite