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Bitcoin im Fokus von Krypto-Börsen

Der rasante Wertzuwachs des Bitcoins weckt das Interesse von Privatleuten und Investoren. Wo werden Kryptowährungen gehandelt?

Allgemeine Zeitung

Foto: by geralt on pixabay.de

Krypto-Börsen - wo der Bitcoin gehandelt wird

In seiner kurzen Historie hat der Bitcoin als führende Kryptowährung schon viele Höhen und Tiefen durchlaufen. Lag der Wert im Jahre 2010 bei seiner Ausgabe noch bei etwa zehn Cents, erlebte er ein erstes Hoch um die Jahreswende 2017/18 bei überraschenden 15.000€, nur um dann innerhalb eines Jahres wieder auf ca. 4.000€ zu fallen. Ab dem Herbst 2020 dann begann eine nie dagewesene Rally und Mitte 2021 übersprang die virtuelle Währung sagenhafte 53.000€. Derzeit (Anfang August 2021) wird er mit knapp 32.000€ bewertet.

Diese riesigen Gewinnspannen locken inzwischen auch institutionelle Investoren. Große Unternehmen haben das Cybergeld entdeckt, um Reserven anzulegen. Privatanleger sind am Bitcoin interessiert, wissen aber nicht immer um die Abläufe und Formalitäten, die es beim Handel mit Krypto-Währungen zu beachten gilt. Krypto-Börsen sind die entscheidenden Akteure bei diesem Geschäft mit dem “virtuellen Gold”.

Was ist eine Krypto-Börse?

Eine Krypto-Börse ist eine Handelsplattform auf digitaler Basis, auf der Bitcoins, Ethers, Ripples & Co. gekauft, verkauft und getauscht werden. Der Preis gestaltet sich genau wie bei einer herkömmlichen Börse nach dem Grundsatz von Angebot und Nachfrage.

Ein Investor hat zwei Möglichkeiten des Handels über eine Krypto-Börse. Beim Direktkauf werden die Währungen geradewegs über die jeweilige Plattform gehandelt. Die Kosten können dabei höher ausfallen, geht der Anbieter mit einem entsprechenden Risiko doch in Vorkasse. Bei Variante zwei tritt die Plattform nur als Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer auf. Für diesen Dienst erhält sie eine geringe Gebühr.

Kaufkriterien an Krypto-Börsen

Zu den Anfangszeiten wurden Kryptowährungen über Foren oder Netzwerke getauscht. Krypto-Börsen wie Binance, eToro oder Coinbase bieten heute mehr Sicherheiten und automatisieren die Vorgänge, dass Handeln findet im Zeitraffer statt. Einige Kriterien sind zu beachten.

Gebühren

Die Kosten für den Handel fallen sehr unterschiedlich aus. Sie setzen sich u.a. aus der Depoteröffnung, der Depotführung und den Spreadgebühren zusammen. Einige Börsen verlangen zudem ein Handelsplatzentgelt sowie eine Netzwerkgebühr und möchten für die Verwahrung der Werte bezahlt werden. Die günstige Zusammensetzung der Coinbase Gebühren erklärt deren Erfolg hierzulande. Coinbase ist in Deutschland neben eToro die Plattform mit den meisten Umsätzen.

Regulierungen & Sicherheit

Zu empfehlen sind Plattformen, welche sich freiwillig den Regulierungen der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) unterwerfen. Diese gelten als seriös und vertrauensvoll.

Dabei fallen Börsen, die nur den Tausch von Krypto zu Krypto erlauben, oft nicht unter diese Regularien, da bei diesen Geschäften kein Fiatgeld im Spiel ist.

Service

Viele Börsen offerieren nur reduzierte Grundinformationen und Kurzanleitungen. Spezifische Informationen zu Assets fehlen jedoch. Zudem ist der Kundenservice nur über Textnachricht oder E-Mail zu erreichen.

Gute Anbieter leisten sich eine Webseite, die komplett in deutscher Sprache gehalten ist. Der Hilfe-Center lässt sich zusätzlich über einen Live-Chat, ein Kontaktformular oder über Telefon kontaktieren. Sie bieten den Nutzern eine persönliche Wallet, eine Art Depotkonto, an. Außerdem kann von mobilen Endgeräten aus getradet werden.

Einzahlungsmodus

Deutschsprachige Krypto-Börsen limitieren gerne die Möglichkeit zur Einzahlung von Fiatgeld. Sie akzeptieren nur Banküberweisungen oder die Dienste von Zahlungsanbietern, die in Deutschland einen Namen haben.

Steuern

Die Gewinne von Kryptowährungen sind in der Regel steuerpflichtig, solange sie innerhalb eines Jahres nach Ankauf wieder veräußert werden.

Für Privatpersonen fällt keine Steuer an, wenn sich die jeweiligen Währungen mindestens ein Jahr in Besitz befinden. Verluste können mit Gewinnen aus anderen Jahren gegengerechnet werden.

Die passende Börse finden

Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien ist es ratsam, dass sich der Anfänger schon vor dem ersten Kauf über die Konditionen der jeweiligen Börse informiert. Dabei geht es um ein Grundverständnis über die wichtigsten Abläufe und Elemente des Kryptohandels. Es lohnt sich, auf die Details zu achten.

Plattformen, auf denen sich sowohl Kryptogeld als auch Fiatgeld handeln lässt, sind in der Regel vorteilhaft. Neben dem erwähnten Sicherheitsaspekt entfällt der mühsame Wechsel in Echtgeld, wenn die Börse mehrere Zahlungsmittel akzeptiert. Wer den Anfängerstatus überwunden und sich schon eine gewisse Erfahrung mit dem Handel von Bitcoin & Co. aneignen konnte, für den kann es von Vorteil sein, gleichzeitig auf mehreren Börsen zu handeln, um von den Vorteilen der jeweiligen Anbieter zu profitieren.



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