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Bitcoin Verbot in China und seine Auswirkungen

Der Kryptomarkt ist in den letzten Monaten starken Schwankungen unterlegen. Immer wieder fiel der Bitcoin Kurs und stieg auch langsam wieder. Mittlerweile ist die beliebteste Kryptowährung der deutschen halbwegs auf einem stabilen Ast gelandet und scheint sich beruhigt zu haben. Dennoch sind die Ereignisse der letzten Monate nicht ohne große Probleme vonstattengegangen. Gerade das Verbot von Kryptomining in China hat für große Probleme gesorgt und wird vermutlich auch in Zukunft noch für viele Probleme sorgen.

Allgemeine Zeitung

Foto: by Dmitry Demidko on unsplash.com

Gerade der Bereich der Videospielindustrie ist sauer das Grafikkarten, aufgrund erhöhter Nachfrage in Pandemiezeiten, sowie zunehmender Nachfrage neuer Grafikkarten, durch Kryptounternehmen, kaum noch bezahlbar sind, wenn sie denn überhaupt mal zu bekommen sind. Doch eine große Gefahr haben viele bisher noch nicht auf dem Schirm.

Das Verbot von Bitcoin Mining in China hat dafür gesorgt das viele Grafikkarten nun aus Fernost günstiger angeboten werden. Doch die Qualität dieser Grafikkarten ist natürlich nicht sonderlich gut. Praxistests haben ergeben das Karten aus Miningfarmen bis zu 20% weniger Leistung haben können als Fabrikneue Modelle. Hinzu kommt natürlich die Frage wie diese Karten behandelt worden sind.

Wer einmal durch China-Shops wie Wish oder Ali-Express gestöbert hat wird aber schnell bemerkt haben das es dort viele Fake-Grafikkarten Angebote gibt. So werden hier Grafikkarten angeboten die es nie gegeben hat wie z.B. Nvidia Ge-Force 1030Ti oder RTX 2050ti Grafikkarten. Hier besteht natürlich die Gefahr das gerade diese „verbrauchten“ Grafikkarten aus Miningfarmen wieder als Neuware verkauft werden, eben mit gefakten Modellbezeichnungen. Das könnte, je nachdem auch nach Europa schwappen und für nochmehr Unmut sorgen.

Hinzu kommt aber auch die Tatsache das Gamer natürlich durchaus eine Zielgruppe für den Kryptohandel sind. So finden sich z.B. einige Kryptowährungen am Markt wie z.B. das Fun Token die eigens für den Gamingmarkt geschaffen worden sind. Das bedeutet aber auch das Gamer verstärkt Kryptowerbung in Spielen angezeigt bekommen und oftmals auch darauf anspringen. Apps wie Bitiq machen es den Einsteigern natürlich leicht mit dem Kryptohandel zu beginnen.

Die große Auswahl an leicht zu erlernender Software, die einfach und übersichtlich gestaltet ist ist riesig und so stellt Bitiq nur ein kleines Beispiel dar, was alles am Markt möglich ist. Doch die Frage welche Auswirkungen das Bitcoin Verbot in China haben wird ist leicht geklärt, keine, oder nahezu keine. Experten haben bereits lange vor dem eigentlichen Verbot von Kryptomining in China bemerkt das viele Miner ihre Anlagen verlegt haben. Auch der Verkauf großer Bestände ist beobachtet worden, all das natürlich lange vor dem eigentlichen Verbot.

Das führt uns zurück zum Grafikkarten Markt, der sowieso sehr angespannt ist. Hier kann man nun als ambitionierter Gamer sicherlich das Ein oder Andere Schnäppchen schlagen und ein bisschen Geld mit gebrauchten Grafikkarten sparen. Doch die Gefahr eine stark abgenutzte Karte mit sehr kurzer Lebensspanne zu bekommen ist recht hoch. Das sorgt natürlich nicht nur für Skepsis seitens der Gamer, auch der komplette Markt für Videokarten könnte dadurch verzerrt werden.

Die eigentliche Verarbeitung von Kryptowährungen hat derweil eigentlich kaum gelitten. Im Bitcoin netzwerk gab es für wenige Tage eine etwas höhere Bearbeitungszeit und im allgmeinen haben sich die Belohnungen für Miner wieder erhöht, was das Mining durchaus wieder interessanter gemacht hat. Betreiber von Kryptofarmen in anderen Ländern konnten so kurzfristig ihre Gewinne erhöhen. Teilweise sogar soweit das es selbst in Europa fast schon wieder attraktiv geworden wäre Bitcoin zu minen. Dennoch sind die Strompreise hierzulande noch deutlich zu hoch um mit Bitcoin gewinn machen zu können.

Alleine aus diesem Grund hat das Bitcoin Verbot in China auf Deutschland, bzw. Europa kaum Auswirkungen gehabt. Selbst die Kursschwankungen waren kaum mit einem Tweet eines Elon Musk vergleichbar und haben sich bei weitem nicht so lange gehalten wie die Auswirkungen selbiger.

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