1. www.azonline.de
  2. >
  3. Welt
  4. >
  5. Familie
  6. >
  7. Was macht die Privathaftpflicht so sinnvoll?

  8. >

Familie

Was macht die Privathaftpflicht so sinnvoll?

Die Haftpflicht gehört zu den wichtigsten Versicherungen im privaten Sektor. Sie ist nicht teuer und zahlt immer dann, wenn anderen ein Schaden zugefügt wurde. Andernfalls betrifft die Haftung das gesamte Privatvermögen, in unbegrenzter Höhe. Über ein Dreiviertel der Verbraucher sind sich diesem Umstand bewusst und setzen laut einem Bericht von „Zeit Online“ auf die entsprechende Police. Doch was leistet sie wirklich und worauf ist vor dem Abschluss zu achten?

Allgemeine Zeitung

Foto: Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Versicherung als passiven Rechtsschutz nutzen

Foto: Bild von Tumisu auf Pixabay

Aus einer Sekunde der Unachtsamkeit kann ein enormer Schaden entstehen. Beispielsweise fällt eine teure Vase im Nachbarhaus zu Boden oder das Glas Rotwein verunreinigt den hochwertigen Teppich des Gastgebers. Hier handelt es sich um finanzielle Schäden Dritter, die von der privaten Haftpflichtversicherung übernommen werden. Andernfalls würde der Verursacher den Schaden mit dem privaten Vermögen regulieren. Während in diesem Bereich die Kosten noch überschaubar bleiben, sind die Forderungen bei Personenschäden unberechenbar. Meist muss ein Leben lang für Therapiekosten oder Schmerzensgeld gezahlt werden, wenn keine Haftpflichtversicherung schützt.

Die Versicherung prüft den Schadensfall genau und beurteilt, ob die Schadensersatzansprüche überhaupt gerechtfertigt sind.

  • Sind die Forderungen berechtigt, wird der Schaden über die Gesellschaft reguliert. Dem Versicherten entstehen keine weiteren Kosten. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Versicherungsbedingungen eingehalten wurden und der Schaden nicht mit Vorsatz entstanden ist. 
  • Sind die Forderungen jedoch unberechtigt, zieht die Gesellschaft vor Gericht und wehrt die Ansprüche auf eigene Kosten ab. Damit besteht eine Art passiver Rechtsschutz, weil auch hier der Versicherte keine weiteren Gebühren übernehmen muss.

Was sind die Vorteile einer Privathaftpflichtversicherung?

Ein großer Vorteil: diese Leistungen sind für wenige Euro im Monat zu bekommen. Trotzdem bietet sich ein Vergleich der Privathaftpflichtversicherung an. Welche Schäden reguliert das Versicherungsunternehmen genau und wie hoch ist der Selbstkostenbeitrag im Jahr? Bei Adam Riese ist mit einer Privathaftpflichtversicherung gleich die ganze Familie abgesichert, selbst Kinder bis 18 Jahre oder in der Ausbildung.

Der Abschluss gewährt deutlich mehr Sicherheit für die eigene finanzielle Zukunft, da nicht mehr unbegrenzt mit dem privaten Vermögen gehaftet werden kann. Der monatlich geringe Beitrag bietet also eine gewisse finanzielle Unabhängig, trotz der Gefahr von Schäden. Zudem gilt der bereits erwähnte private Rechtsschutz als Vorteil. Viele Kunden profitieren auch von der psychologischen Wirkung. Der Alltag lässt sich mit deutlich mehr Ruhe und weniger Stress bestreiten, wenn im Hintergrund die Versicherung den Rücken stärkt.

Auf diese Leistungen kommt es an

Es sollten alle Gefahren des täglichen Lebens versichert sein. Das betrifft die Verkehrssicherungspflicht, wenn im Winter der Gehweg von Schnee beräumt und bei Eis gestreut werden muss. Ebenso ist die vernachlässigte Aufsichtspflicht über Minderjährige mit eingeschlossen für das eigene oder auch für fremde Kinder, die sich in der Aufsicht befinden. Als Fußgänger oder Radfahrer im Straßenverkehr gibt es Gefahren, die von der Haftpflicht übernommen werden. Grundsätzlich kann es sich um einen Sachschaden, einen Totalschaden oder einen Personenschaden handeln:

  • Sachschaden Der Sachschaden betrifft nur Gegenstände. Meist wird die Reparatur für den Schaden übernommen, sodass der vorherige Zustand wieder hergestellt werden kann. 
  • TotalschadenBei einem Totalschaden muss der Zeitwert oder Neuwert berechnet werden, um eine geeignete Summe als Entschädigung zahlen zu können. 
  • PersonenschadenWerden andere Menschen aus Versehen verletzt oder lebenslang gesundheitlich eingeschränkt, gar getötet, greift der Personenschaden. Hier entstehen die meisten Kosten bezüglich Behandlung, Bergung, Verdienstausfall Schmerzensgeld oder gar Umbaukosten von Wohnung oder Haus.

Die Deckungssumme für Sach- und Personenschäden sollte etwa 10 Millionen Euro betragen. Außerdem ist der Punkt der Forderungsausfalldeckung zu prüfen. Die Versicherung greift also auch, wenn der Schädiger nicht für die Zahlung aufkommen kann. Mieter sollten sich darauf verlassen können, dass Schäden an Bodenbelägen übernommen werden. Umweltschäden sind oft Teil der Police, wenn beispielsweise giftige Stoffe aus dem Haushalt in das Grundwasser gelangen. Außerdem spielt für viele Kunden der Schlüsselverlust eine wichtige Rolle, sowohl privat als auch beruflich. Die Gesellschaft übernimmt dann auch Kosten für neue Schlösser oder für den Schlüsseldienst.

Was ist im Versicherungsfall zu tun?

Kommt es wirklich zu einem Versicherungsfall, dann sind die folgenden Schritte wichtig. Zunächst ist der Schaden zu dokumentieren. Dazu gehören Beweisbilder und aussagekräftige Fotos oder Zeugen, die den Schaden belegen oder den Tathergang beschreiben können. Die Versicherungsgesellschaft ist innerhalb einer Woche von dem Schaden zu informieren. Allerdings muss kein Schuldbekenntnis abgegeben werden. Auch vorzeitige Zahlungen oder eine Art Vorkasse an den Geschädigten sind nicht nötig. Genau hier springt die Gesellschaft ein und prüft zunächst den Anspruch. Versicherte brauchen nur auf weitere Anweisungen warten und sich nicht mehr weiter mit dem Vorfall belasten.

Startseite
ANZEIGE