1. www.azonline.de
  2. >
  3. Welt
  4. >
  5. Finanzen
  6. >
  7. 5 Fragen vor der Eröffnung eines Gemeinschaftskontos

  8. >

5 Fragen vor der Eröffnung eines Gemeinschaftskontos

Gemeinschaftskonten sind ein großer Vertrauensbeweis. Denn die finanziellen Mittel werden zusammengeführt und beide Partner haben gleichermaßen Zugriff auf eben dieses Geld. Das kann auch Sinn ergeben, zum Beispiel wenn viele Rechnungen als gemeinsame Ausgaben zu verstehen sind.

Allgemeine Zeitung

Foto: by Raten-Kauf on pixabay.com

Ein Vergleich von Konto-Varianten über eine Seite wie Gemeinschaftskonten24 ist immer sinnvoll, um zu sehen, welche Optionen es gibt. Ob es dann auch wirklich zu einer gemeinsamen Eröffnung kommt, sollte nach der Beantwortung der folgenden fünf Fragen feststehen.

Wie sieht das Vertrauensverhältnis aus?

Ein gemeinsames Konto ist ein kalkuliertes Risiko. So sehr man auch hofft, dass die Liebe zum Partner ewig währt, die finanziellen Mittel in die Hand einer anderen Person zu legen, sollte immer eine schwierige Entscheidung sein.

Das ist aus zwei Gründen der Fall: Erstens können Beziehungen enden. Zweitens kann auch ein liebender Partner Probleme beim verantwortungsvollen Umgang mit Geld haben. Das bedeutet, dass noch vor der Eröffnung des Kontos klar sein sollte, wie sehr man sich gegenseitig vertraut.

Daher kann es auch eine Lösung sein, nur einen Teil des Geldes auf einem Gemeinschaftskonto zu verwalten. Ein eigenes Konto sichert, dass Kontrolle über einen erheblichen Teil des Einkommens und Vermögens bestehen bleibt. All diese Dinge sollten unbedingt vor der Eröffnung des Gemeinschaftskontos besprochen werden.

Haften beide Kontoinhaber?

Die Vertrauensfrage steht an oberster Stelle. Warum? Weil im Extremfall beide Kontoinhaber haften. Auch wenn nur einer der Partner die finanzielle Notlage verursacht, kann es sein, dass der Partner – wenn zahlungsfähig – für eventuelle Schäden aufkommen muss.

Wie sich die Haftung im Einzelfall darstellt, hängt von sehr vielen Faktoren ab. So oder so sollte auch hier ein Gespräch darüber geführt werden und ins Kleingedruckte des Vertrags mit der Bank geguckt werden. Denn bei Gemeinschaftskonten gibt es unterschiedliche Formen – manchmal darf jeder Kontoinhaber Transaktionen völlig frei durchführen (Oder-Konto) und manchmal bedarf es einer Freigabe durch den Partner (Und-Konto).

Gibt es Alternativen zum Gemeinschaftskonto?

Nicht immer ist eine Gemeinschaftskonto die beste Lösung. Viele Menschen entscheiden sich aufgrund der Einfachheit dafür: Steuern, Haushaltsanschaffungen, Kosten für Kinder und mehr können einfach vom gemeinsamen Konto gebucht werden.

Doch kommt es zur Trennung oder einem Todesfall wird das Gemeinschaftskonto auf einmal zur Hürde. Daher kann es auch sinnvoll sein, die Finanzplanung nur einem Partner zu überlassen und einfach monatlich auf das Konto dieses Partners zu überweisen. Vertrauen ist zwar auch hier notwendig, doch in unsicheren Beziehungssituationen ist dies vielleicht die bessere Variante.

Welches Angebot ist das beste?

Ist die Entscheidung für ein gemeinsames Konto gefallen, dann muss noch das passende Konto gefunden werden. Die Niedrigzinspolitik der vergangenen Jahre macht das zu einer echten Herausforderung – wer nicht aufpasst, der verringert sein Vermögen ganz unfreiwillig, während es auf dem Konto schlummert.

Daher sollten unbedingt mehrere Faktoren beachtet werden, wenn nach einem perfekten Gemeinschaftskonto gesucht wird:

·         Kontoführungsgebühren

·         Kosten für Auslandsüberweisungen

·         Automatengebühren

·         Dispo-Konditionen

·         Bonusaktionen

Vergleichsportale sollten hierbei genauso in Erwägung gezogen werden wie der Gang zur Bank des Vertrauens. Sind beide Partner bereits bei derselben Bank, könnte es möglicherweise ein gutes Angebot geben. Häufig ist es jedoch so, dass Menschen eher aus Bequemlichkeit zur Hausbank gehen, obwohl es online sehr viel bessere Angebote gibt. Daher sollte man sich die Frage stellen, ob man nicht lieber einmal etwas mehr Zeit in Recherche und Vergleichen investiert, um langfristig zu profitieren.

Schriftliche Vereinbarungen anlegen?

Die letzte Frage vor Eröffnung des Gemeinschaftskontos sollte sein: Halten wir die Bedingungen der Konto-Nutzung schriftlich fest? Das geschieht zunächst ja schon durch die Wahl des Kontos und die darin enthaltenen Vertragskonditionen. Doch es kann trotzdem sinnvoll sein – auch wenn man das so gut es geht vermeiden möchte – die Vorgehensweise für den Fall von Trennung oder Tod auf Papier zu bringen. Das ist eine enorme Hilfe, wenn es später zu bürokratischen oder rechtlichen Streitigkeiten kommt.

Startseite