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Das kleine 1x1 des Geschäftskontos erklärt

Gründer, Selbstständige, Unternehmer – wer sich seinen eigenen Weg in der Geschäftswelt bahnen möchte, der muss einiges beachten. Zwischen den rechtlichen Fragen der Unternehmensform, den Finanzierungsmöglichkeiten und den Business-Plänen geraten manche (scheinbar weniger wichtige) Aufgaben in den Hintergrund.

Allgemeine Zeitung

Foto: by Scott Graham on unsplash.com

Dazu gehört unter anderem das Anlegen eines Geschäftskontos. Wer diesen wichtigen Schritt nicht am Anfang seines unternehmerischen Weges stellt, wird später auf Hindernisse stoßen. Zum Glück lässt sich das mit ein wenig Recherche schon sehr früh verhindern.

Wann und wie sollte ein Geschäftskonto angelegt werden?

Steht der Weg in die Selbstständigkeit beziehungsweise eine Gründungstätigkeit an, dann sollte sofort ein Geschäftskonto angelegt werden. Dafür kann gleich mal ein Blick auf Übersichtsseiten wie Geschaeftskonten24 geworfen werden.

Für die meisten Menschen ist ein Geschäftskonto allerdings nicht verpflichtend. Nur bilanzierungspflichtige Unternehmen müssen ein Geschäftskonto führen – alle anderen Unternehmer dürfen theoretisch auch ihr Privatkonto nutzen. Das ist allerdings nicht besonders clever.

Denn die Trennung von Privat- und Geschäftsvermögen bietet nicht nur Übersichtlichkeit, sie ist auch unglaublich wichtig, wenn es Zeit für die Steuererklärung wird. Müssen erst die Ein- und Ausgänge noch nach privat und geschäftlich sortiert werden, entstehen Chaos und Mehraufwand. Also lieber von Anfang an ein Geschäftskonto nutzen.

Welche Fehler müssen beim Geschäftskonto unbedingt vermieden werden?

Ein typischer Anfängerfehler ist es, die Eröffnung des Geschäftskontos von anderen Personen übernehmen zu lassen – ein Anruf beim Bankangestellten des Vertrauens oder vielleicht ein Freund oder Angestellter. Keine gute Idee. Geschäftskonten sollten immer Chefsache sein. So können Fehler und Ungereimtheiten vermieden werden.

Zum Beispiel lassen sich viele Menschen von einem kostenlosen Konto locken, obwohl es langfristig Mehrkosten erzeugt:

·         Automatengebühren

·         schlechte Dispo-Konditionen

·         feste Vertragslaufzeit

·         Kreditkartenkosten

·         Kosten für Auslandsüberweisungen

Aus diesen Fallstricken ergibt sich logischerweise die Erkenntnis, dass vor der Eröffnung eines Geschäftskontos unbedingt die Angebote verschiedener Unternehmen verglichen werden müssen. Das geht online oder auch vor Ort bei der Bank des Vertrauens.

Welche Bank ist die richtige Bank?

Doch die passende Bank zu finden, ist gar nicht so einfach. Manche Menschen haben das Glück, dass ihre private Hausbank auch gute Konditionen für ein Geschäftskonto bietet – dann spricht nichts dagegen, auch das Geschäftskonto dort zu eröffnen.

Häufiger ist es jedoch so, dass die „großen Namen“ der Bankenwelt nicht unbedingt mit den besten Angeboten locken. Stattdessen gibt es kleinere Banken, die sich um neue Kunden bemühen und dabei hervorragende Konditionen bieten. Vorsicht ist jedoch geboten: Reine Online-Banken oder Banken-Neulinge müssen trotzdem auf Seriosität (Impressum, Unternehmenssitz, Erfahrungsberichte) geprüft werden.

Sonderkonditionen bei Vertragsabschluss?

Die Niedrigzinsen der vergangenen Jahre lassen es nicht mehr zu, dass Geld auf Konten ausreichend Zinsen abwirft. Somit müssen die Vorteile größerer Geldsummen auf einem Konto anders erreicht werden. Viele Banken versuchen dies zunächst mit einem Einmal-Bonus zu erzeugen. Bei Vertragsabschluss wird festgelegt, dass eine bestimmte Summe automatisch auf dem neuen Konto vorzufinden ist. Manchmal sind das 50 Euro, manchmal auch 150. Der ein oder andere Anbieter staffelt dies auch: Eine Zahlung wird nach Vertragsabschluss veranlasst und eine weitere nach einem Jahr.

Eine weitere typische Sonderkondition: kostenlose Kreditkarten. Wer vorhat, mit seinem Geschäftskonto regelmäßig Anschaffungen für das Unternehmen zu machen, der profitiert von einer kostenlosen Kreditkarte. Im Idealfall entfallen alle Gebühren. Ganz wichtig für international agierende Unternehmer ist noch, vorher genau nachzusehen, welche Gebühren bei Auslandsgeschäften fällig werden.

Last but not least sollte ein passendes Geschäftskonto mit einem guten Kundenservice einhergehen. So gut Boni und niedrige Kontoführungsgebühren auch klingen – wenn mal etwas schiefgeht oder kurzfristig Buchungen storniert werden müssen, dann sollte es jemanden bei der Bank geben, der erreichbar ist. Online-Banken bieten diesen Service nicht immer 24 Stunden am Tag an, daher sollte jeder genau überlegen, ob eine kleine Gebühr für das Abheben von Geld am Automaten nicht zu akzeptieren ist, wenn dafür das Service-Angebot stimmt.

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