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Fleischverzicht fördert die Gesundheit

Seit Jahren geht der Fleischverzehr in Deutschland zurück. Wie die Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung belegen, sank der Konsum von 1991 bis 2020 um 11,5 Prozent. Daher ist auch die Produktion von Fleisch rückläufig und fiel um 1,6 Prozent, was 142.000 Tonnen entspricht. Dass immer mehr Menschen auf Fleisch und andere tierische Produkte verzichten, hat viele Gründe. Zu den wichtigsten gehören der Umweltschutz und das Tierwohl. Die Massentierhaltung trägt unter anderem durch den Ausstoß von Treibhausgasen zu einem nicht unerheblichen Teil zur Umweltschädigung bei. Zudem fristen die Tiere in ihren engen Käfigen ein erbärmliches Dasein, bevor sie geschlachtet werden.

Allgemeine Zeitung

Foto: by blog.betaway.com

Obst und Gemüse jede Menge Vitamine und andere Vitalstoffe enthält. Zwar befinden sich auch in Fleisch B-Vitamine, aber die Versorgung mit anderen gesunden Nährstoffen sichert man damit nicht. Ein Bestandteil von Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten ist jedoch besonders wichtig für den menschlichen Körper: Proteine.

So enthält Parmesankäse 35 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm und somit deutlich mehr als die meisten anderen Lebensmittel. Mageres Rindfleisch weist 28 Gramm Proteine pro 100 Gramm auf. Eiweiß ist unter anderem für die Muskelfunktion, den Transport von Sauerstoff und die Reparatur von defekten Zellen verantwortlich. Diese Aspekte sind vor allem für Sportler entscheidend. Versorgen sie sich nicht ausreichend mit Proteinen, dann lassen ihre Leistungen nach.

Umso bemerkenswerter ist es, dass einige Spitzensportler seit Jahren auf tierische Produkte als Teil ihrer Ernährung verzichten. Einer der prominentesten veganen Athleten ist der Tennisspieler Novak Djokovic. Der Serbe hält verschiedene Rekorde in seinem Sport. Unter anderem ist er mit neun Triumphen der Rekordsieger der Australian Open. Zudem hat er im Laufe seiner Karriere mehr als 150 Millionen Dollar Preisgeld gewonnen – mehr als jeder andere Tennisspieler. All das hätte er wohl nicht geschafft, wenn sein Körper nicht genug Proteine erhalten würde.

In Deutschland wurde die Diskussion über den Zusammenhang von sportlichen Leistungen und veganer Ernährung Anfang 2019 entfacht. Damals ließ der Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry die Öffentlichkeit wissen, dass er auf tierische Lebensmittel verzichtet. Fortan war zu beobachten, dass er nicht nur mehr Tore schoss, sondern auch weniger Verletzungen erlitt. Zwar brach er das Experiment Mitte 2019 ohne Angabe von Gründen ab, schloss aber nicht aus, es irgendwann wieder aufzunehmen.

Damit Djokovic, Gnabry und andere Sportler genug Proteine erhalten, müssen sie nicht unbedingt Fleisch essen. Wie der Ernährungsexperte Axel Schurawlow in einem Blogbeitrag von Betway Online Wetten informiert, gibt es zahlreiche pflanzliche Quellen für Eiweiß. Dazu zählen etwa Nüsse, Samen, Hafer und Linsen. Weizenkeime kommen sogar auf 32 Gramm Proteine pro 100 Gramm und übertreffen damit das Rindfleisch.

Für die meisten Menschen ist es ohnehin am wichtigsten, wie die Mahlzeit daherkommt. Für sie muss es nicht unbedingt Fleisch sein, wenn es Ersatzprodukte gibt, die genauso schmecken. Beim Grillen lässt sich ebenfalls wunderbar auf die Bratwurst verzichten, wenn man sich stattdessen gegrilltes Gemüse schmecken lässt. Was bei pflanzlichen Lebensmitteln nicht zu unterschätzen ist, sind die darin enthaltenen Antioxidantien, die Entzündungen im Körper bekämpfen. Im Gegensatz dazu stehen Fleisch, Fisch und Eier, die ihrerseits Entzündungen verursachen. Da der Körper Energie zur Verfügung stellen muss, um gegen die Entzündungen vorzugehen, hat er weniger Power für andere Aktivitäten. Sportler, die auf Fleisch verzichten, sind somit auch in dieser Hinsicht gut aufgestellt.

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