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Finanzielle Unterstützung

Zahl der Bafög-Empfänger weiter gesunken

Wiesbaden (dpa)

Bafög soll jungen Leuten, die es sich sonst wohl nicht leisten könnten, ein Studium ermöglichen. Dazu wird auch das Einkommen der Eltern berücksichtigt. Immer mehr Anträge werden abgelehnt.

Von dpa

Finanzielle Förderung nach dem Bafög gibt es unter Umständen auch unabhängig vom Einkommen der Eltern. Trotzdem werden immer weniger Förderungen vergeben. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Immer weniger Schüler und Studenten bekommen finanzielle Unterstützung vom Staat. Insgesamt 639.000 von ihnen erhielten 2020 Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög), wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Das entspricht einem Rückgang von sechs Prozent im Jahresvergleich. Der Anteil der Frauen lag bei 58 Prozent. Aber immerhin: Der durchschnittliche Bafög-Betrag ist im vergangenen Jahr um 9,2 Prozent gestiegen. So erhielten Studenten im Schnitt 574 Euro pro Monat, 60 Euro mehr als im Vorjahr. Schüler wurden durchschnittlich mit 503 Euro (plus 30 Euro) unterstützt. Damit lagen die Ausgaben für Bafög-Leistungen bei rund 2,9 Milliarden Euro.

Etwas mehr als die Hälfte der Empfänger erhielt eine Vollförderung. Knapp die Hälfte bezogen eine Teilförderung, die dann geleistet wird, wenn das Einkommen der Geförderten oder der Eltern bestimmte Grenzen übersteigt. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Vollgeförderten um 5,2 Prozent und die der Teilgeförderten um 6,9 Prozent.

Die Zahl der Bafög-Empfänger geht seit Jahren zurück. Im vergangenen Jahr erhielten bundesweit 680.157 Menschen diese staatliche Unterstützung. Vor fünf Jahren waren es nach Angaben des Statistische Bundesamtes noch 822.933 Geförderte.

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