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Wirtschaft

Staplerbatterien: Wartung senkt Kosten und verlängert die Nutzungszeit

Ein Stapler fährt im besten Fall flüsterleise über die Lagerflure und leistet dabei kraftvolle Unterstützung. Die Kraft der kleinen Fahrzeuge ist enorm und damit Elektrostapler lange einsatzbereit und leistungsfähig bleiben, müssen sie richtig gepflegt werden. Die Wartung in einem regelmäßigen Turnus führt dazu, dass die Betriebskosten des Staplers insgesamt sinken und die Fahrzeuge länger im Einsatz bleiben.

Allgemeine Zeitung

Gabelstapler müssen regelmäßig gewartet werden, um sicher und lange nutzbar zu bleiben. Foto: Bild von Ilkka Kumpunen auf Pixabay

Antriebsbatterien statt Dieselkraftstoff

Während im Außenbereich Stapler mit Verbrennungsmotoren gerade bei hohen Anforderungen nach wie vor eingesetzt werden, sind es in der Halle meistens Stapler mit Elektroantrieb. Die Benutzung der Stapler erfordert einen Staplerschein, denn die Handhabung ist speziell. Nicht selten geschehen auch bei erfahrenen Staplerfahrern Fehler, die schwerwiegende Folgen haben können.

Ein elektrisch angetriebener Stapler hat die Eigenschaft, dass die Batterien regelmäßig an Ladestationen oder von Ladegeräten mit frischer Energie versorgt werden. Die Zuführung von Kraftstoff ist also überflüssig. Das vereinfacht den Betrieb und macht die Geräte zu einer klimafreundlichen Alternative. Außerdem arbeiten batteriebetriebener Stapler deutlich wirtschaftlicher als Stapler mit Verbrennungsmotor.

Unterschiedliche Batterie-Technologien

In einem Elektro-Gabelstapler ist entweder eine Blei-Säure-Batterie oder eine Lithium-Ionen-Batterie verbaut. Zwar ähneln sich die beiden Batterien, doch im laufenden Betrieb sind die Unterschiede zwischen den beiden Typen deutlich zu sehen.

Lithium-Ionen-Batterien nutzen über 90% der zugeführten Energie während Blei-Säure-Batterien nur etwa 60% davon ausnutzen. In der Folge ist die Lebensdauer der Lithium-Ionen-Batterie drei- bis viermal so lang. Voraussetzung ist eine sachgemäße Wartung, die bei Lithium-Ionen-Akkus weniger aufwändig ist als bei Blei-Säure-Batterien.

Auch deshalb empfiehlt sich bei einer Neuanschaffung der Kauf von Lithium-Ionen-Batterien. Dabei hängt es von den technischen Voraussetzungen des Staplers ab, welche Antriebsbatterie am besten geeignet ist.

Ein Fachbetrieb für Staplerzubehör und Ersatzteile ist die richtige Anlaufstelle, um geeignete Batterien zu beschaffen. Der Staplerkönig bietet eine breite Auswahl unterschiedliche Antriebsbatterien an und berät kompetent hinsichtlich der Auswahl des passenden Produkts. So gelingt es den individuell passenden Akku zu finden, um den Stapler langfristig wirtschaftlich zu betreiben.

Wartung und Pflege von Lithium-Ionen-Akkus

Die Wartung und Pflege von Lithium-Ionen-Batterien ist denkbar einfach. Sie sind nahezu wartungsfrei. Nutzer von E-Bikes kennen diesen Batterietypen, denn er ist in der Regel in den elektrisch betriebenen Zweirädern verbaut. Insofern sind die folgenden Informationen zur Wartung und Pflege auch für E-Bike-Nutzer interessant.

Bei Lithium-Ionen-Akkus ist es wichtig auf den Ladestand zu achten. Eine Komplettentladung ist unbedingt zu vermeiden. Zudem sollte die Aufladung unter Beachtung bestimmter Bedingungen erfolgen.

Ein Lithium-Ionen-Akku kann praktisch bei jedem Ladestand aufgeladen werden. Der Lebenszyklus sieht vor, dass die Akkus nach und nach ihre Kapazität verlieren, was irreversibel ist. Altert die Batterie, schwindet die Ladungskapazität. Zudem entladen sich Lithium-Ionen-Batterien langsam von selbst, wenn sie unbenutzt sind. Ein Ladungsverlust von 3 bis 5% monatlich bei Nichtbenutzung sind üblich.

Tiefentladung vermeiden

Bei einer Tiefentladung wird der Akku bis auf 0 heruntergefahren. Das bedeutet, dass keine Spannung mehr im Akku vorhanden ist. Wenn ein Akku tiefentladen ist, laufen in ihm chemische Reaktionen an den Elektroden ab. Dabei kann es geschehen, dass der Akku komplett unbrauchbar wird. Nutzer bemerken dieses Problem, wenn der Akku erheblich an Kapazität verliert und sich in der Regel auch nicht mehr neu aufladen lässt.

Ladestand prüfen

Aus den genannten Gründen ist es wichtig, regelmäßig den Ladestand zu überprüfen und ihn nicht unter einer typenabhängigen Grenze zu entladen. Diese liegt in der Regel bei 10 bis 20 Prozent. Die Aufladung sollte bei Erreichen der Grenze möglichst schnell erfolgen.

Im besten Fall schreiben Nutzer auf, wie lange der Stapler bei voll aufgeladen Akku läuft. Diese Batterielaufzeit ist die Basis, um sie mit den Laufzeiten von Batterien anderer Stapler zu vergleichen.

Wartung von Blei-Säure-Batterien

Die Wartung von Blei-Säure-Batterien ist aufwendiger. Auch hier gilt zunächst, dass eine Bleibatterie nicht unter eine bestimmte Grenze entladen werden sollte. Geht der Akku unter die 20%-Marke, führt das zu einer unerwünschten Wärmeentwicklung. Die Wärme wirkt nicht nur negativ auf die Batterie, sondern auch auf die elektrischen Komponenten eines Staplers ein. In beiden Fällen wird die Lebensdauer erheblich gemindert.

Die Ladung der Batterie sollte von wenigstens 20% bis zur vollen Aufladung in einem Zug erfolgen. Kurze Zwischenladungen, wie sie bei Lithium-Ionen-Batterien möglich sind, ist bei Blei-Säure-Batterien nicht zu empfehlen. Das liegt daran, dass eine Bleibatterie nur eine bestimmte Anzahl von Ladezyklen toleriert und zwar unabhängig davon wie lange ein Zyklus dauert und wie viel Strom dabei transportiert wird. In der Praxis bedeutet das, sofern ein Akku nicht für die gesamte Schicht reicht, muss ein zweiter Stapler oder ein Stapler mit Lithium-Ionen-Akkus her.

Regelmäßig Wasserstand kontrollieren

Jeder Stapler mit Blei-Säure-Batterie braucht destilliertes Wasser, um zu funktionieren. Mindestens einmal wöchentlich wird der Wasserfüllstand der Batterie überprüft und bei Bedarf sauberes destilliertes Wasser nachgefüllt.

Bei der Prüfung des Wasserstands ist es ratsam die einzelnen Batteriekammern einem optischen Check zu unterziehen. Falls sich dort weiße Kristalle gebildet haben, muss ein Servicetechniker die Ursache feststellen, um fachgerechte Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Wichtig: Das destillierte Wasser darf erst aufgefüllt werden, nachdem die Batterie komplett aufgeladen ist. Nur dann ist gesichert, dass der Elektrolyt sich mit dem frisch aufgefüllten destillierten Wasser vermischt. Zudem dehnt sich der Elektrolyt im vollständig geladenen Zustand aus, so dass erst nach dem Abschluss des Ladezyklus feststellbar ist, wie viel Wasser tatsächlich nachzufüllen ist.

Vorsichtsmaßnahme: Überhitzung vermeiden

Die Füllung der Batterie neigt zur Sulfatierung. Die Sulfatierung ist ein ganz typischer Alterungsprozess, den jede Blei-Säure-Batterie durchläuft. Ist die Batterie allerdings hohen Temperaturen ausgesetzt oder wird die Batterie überfüllt, schreitet der Alterungsprozess schneller voran. Der Stapler sollte deshalb keinesfalls überhitzt werden und es ist zu empfehlen, ihn zwischendurch abzuschalten, damit die Temperatur wieder sinkt.

Fazit: Lithium-Ionen-Batterien sind Blei-Säure-Batterien vorzuziehen

Da Lithium-Ionen-Batterien sehr wartungsarm, leichter in der Handhabung und länger nutzbar sind, laufen sie Blei-Säure-Batterien aus wirtschaftlicher Sicht den Rang ab. Sie sind erste Wahl, wenn es um die Neuanschaffung eines Staplers bzw. um den Austausch von Batterien geht. Bei der Auswahl der Batterie ist die Beratung durch einen Fachmann sinnvoll, um modellabhängig das ideal passende Produkt auszuwählen.

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