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Tischkreissäge oder Kappsäge?

Besonders Heimwerker fragen sich sehr häufig, womit sie denn am besten sägen sollten, um ihr Vorhaben schnellstmöglich, effizient und genau umsetzen zu können. Natürlich lässt sich diese Frage allgemein nicht beantworten, denn wie sinnvoll welche Säge ist, hängt letztendlich auch vom Einsatz und dem Projekt das man mit dem Werkzeug durchführen möchte ab. In diesem Artikel gehen wir der Frage, welche Maschine sich denn besser eignet auf den Grund. Wir starten mit der Kappsäge und stellen dann die Tischkreissäge mit ihren Funktionen und besonderen Eigenschaften vor. Dabei gehen wir insbesondere auf die Maschinen ein, welche für den Holzbereich geeignet sind, da hier die Nachfrage besonders groß ist. Elektrische Sägen für die Metallbearbeitung sind wesentlich seltener gefragt.

Allgemeine Zeitung

Balken durchtrennen mit einer Tischkreissäge Foto: racorn 123rf.com

Großer Kappsäge Test und die Vorteile der Geräte

Erfahrungsgemäß eignen sich Kappsägen besonders für die Bearbeitung und das Zuschneiden von Parkett, Balken, Brennholz, kleineren Platten und dem Ablängen von Dachlatten.

Allerdings sind die normalen Kappsägen hinsichtlich ihrer Sägereichweite eingeschränkt. So schaffen viele Maschinen lediglich eine Schnittbreite von 120 bis 150 mm und viele günstige Geräte sogar noch weniger.

Kappsäge in der Anwendung Foto: stylephotographs 123rf.com

Kapp- und Gehrungssägen mit Zugfunktion sind daher die bessere Wahl, wenn auch größere Schnitte durchgeführt werden müssen.

Sie besitzen einen Posaunenzug, wodurch sich das Sägeblatt nicht nur von oben nach unten drücken lässt um ein Holzelement zu kappen, sondern auch durch das Werkstück gezogen werden kann.

In der Regel lässt sich der Sägekopf nach rechts oder links neigen um schräge Schnitte ausführen zu können. Außerdem lässt sich der Sägetisch ebenfalls in beide Richtungen drehen, wodurch Doppelgehrungen möglich sind.

Natürlich ist das ein Verkaufsargument, solche Winkelschnitte im Winkel zu sägen. Das geht normalerweise nur mit einer sehr teuren Formatkreissäge, aber nicht mit einer Tischkreissäge! Die Kappsäge ist eines der wenigen Geräte, welche sich für Doppelgehrungen eignet und dabei auch noch günstig sein kann.

Aufgrund der hohen Funktionsvielfalt und der vielen Modelle sowie Preisunterschiede auf dem Markt, ist ein Kappsäge Test wie hier auf Meistersäge.de eine gute Möglichkeit um ein passendes Gerät finden zu können.

Auch die Zeitschrift "Selbst" hat Online auf Selbst.de einen solchen Test veröffentlicht. Bei beiden Vergleichsportalen, ist der Preis in die Bewertung mit eingeflossen.

Dabei kam auch heraus, dass sich die Kappsägen besonders gut für den Zuschnitt beim Verlegen von Parkett eignen, weniger aber für den Möbelbau, wo großflächige Platten zugeschnitten werden müssen.

Vorzüge von Tischkreissägen

Mit der Tischkreissäge lassen sich ebenfalls Holzlatten, Brennholz und Parkett sägen. Allerdings sind sie wesentlich stationärer ausgelegt und im Durchschnitt sind auch die Anschaffungskosten höher.

Auch bei diesen Sägen lässt sich sowohl das Kreissägeblatt vertikal im Winkel verstellen, während das Werkstück am Winkelanschlag schräg angelegt werden kann. Somit sind auch mit der Tischkreissäge problemlos Doppelgehrungen möglich.

Ein signifikanter Unterschied zwischen Kapp- und Tischkreissäge ist der, dass das Sägeblatt bei der Tischsäge nicht bewegt, sondern das Werkstück durch das Kreissägeblatt hindurch geschoben wird.

Daher hat die Tischkreissäge was die Sägegeschwindigkeit betrifft, definitiv die Nase vorn und es gibt keine Säge, mit der sich große Platten oder Brennholz schneller schneiden lässt.

Wenn der Parallelanschlag korrekt eingestellt worden ist, sind viele gleich lange Schnitte möglich, welche mit einer hohen Effizienz durchgeführt werden können. Beim Queranschlag machen sich besonders die Qualität und die Verarbeitungsqualität der Maschine bemerkbar, wenn mehrere gleiche Winkel gesägt werden müssen.

Die Wiederholgenauigkeit vom Queranschlag, hängt auch im großen Maß damit zusammen, ob es Rastungen für bestimmte Winkel wie 45° oder 22,5° gibt.

Die maximale Größe vom zu sägenden Werkstück, ist nur teilweise durch den Sägetisch und der Schnitthöhe limitiert. Mit einer selbst gebauten Auflagefläche seitlich der Tischkreissäge, sind den Abmessungen des Werkstückes zumindest in der Ebene, keinerlei Grenzen gesetzt! Dieser Vorteil in Kombination mit der Sägegeschwindigkeit, machen die Tischkreissäge für viele Hand- und Heimwerker natürlich besonders interessant.

Wann sollten man eine Kappsäge und wann eine Tischsäge verwenden?

Jetzt haben wir ein besseres Verständnis für Kappsägen und Tischsägen geschaffen, sowie die Schnitte welche sich mit den Gerätetypen ausführen lassen.

Nun steht die Frage im Raum: "Wann verwendet man eine Tischkreissäge und wann ist die Kappsäge die bessere Variante?"

Kappsägen und Tischkreissägen können beide für eine Vielzahl von Sägeschnitten gleich gut genutzt werden, aber in den meisten Fällen verwenden Handwerker eine Kappsäge, um Bretter auf Maß in der Länge zu schneiden und eine Tischkreissäge, um die Bretter in ihrer Breite zu verkleinern.

Sollte man sich zuerst eine Tischkreissäge oder eine Kappsäge kaufen?

Viele Heimwerker empfehlen, zunächst mit der Kappsäge zu beginnen, weil sie sich für fast alle Schnitte eignet, wenn keine großen Platten zugeschnitten werden müssen.

Die meisten Schnitte die gemacht werden müssen, lassen sich mit der Kappsäge deshalb realisieren, weil es sich dabei sehr häufig um das Ablängen von Brettern handelt.

Erfahrene Handwerker berichten immer wieder davon, dass die Tischkreissäge bei weitem nicht so häufig zum Einsatz kommt wie die Kappsäge. Für großflächige Holzelemente, beispielsweise für den Bau von Möbeln, ist eine Tischkreissäge jedoch auf Dauer kaum verzichtbar. Zwar lassen sich diese auch mit einer Handkreissäge zuschneiden, allerdings kommt man dann wesentlich langsamer vorwärts.

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