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Thai-Rapperin

Milli löst Hype aus: «Mango Sticky Rice» als Welterbe?

Bangkok (dpa)

Die aus Thailand stammende Rapperin Milli ist beim Coachella-Festival in den USA aufgetreten. Auf der Bühne hat sie etwas gegessen. Was war das?

Von dpa

Mango Sticky Rice gibt es in Thailand an jeder Straßenecke. Die thailändische Regierung will die beliebte Süßspeise möglicherweise für das Weltkulturerbe der Unesco vorschlagen. Foto: Carola Frentzen/dpa

Die köstliche Süßspeise «Mango Sticky Rice» ist schon lange fester Bestandteil der thailändischen Gastronomie. Jetzt aber ist in dem südostasiatischen Land ein wahrer Hype um das berühmte Dessert aus Klebreis, Kokos-Sauce, frischen Mangos und gerösteten Mungbohnen entbrannt.

Das geht so weit, dass die Regierung unter Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha plant, die Delikatesse von der Unesco als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen. «Wir sammeln Informationen in Vorbereitung für den Unesco-Vorschlag», sagte Chai Nakhonchai, Generaldirektor der Abteilung für Kulturförderung.

Auslöser des Booms war ein Auftritt der erfolgreichen Thai-Rapperin Danupha Khanatheerakul, besser bekannt unter dem Künstlernamen Milli, beim Coachella-Festival in den USA. Die 19-Jährige trug am vergangenen Wochenende einen Teller mit Mango Sticky Rice auf die Bühne und schlemmte davon vor den jubelnden Fans. Seither geht die Nachfrage an der saftigen Tropenfrucht und an «Khao Niaow Ma Muang», wie das Gericht in Thailand heißt, landesweit durch die Decke.

Innerhalb von 24 Stunden nach Millis Aktion habe Twitter fast 1,4 Millionen Tweets mit dem Hashtag #mangostickyrice verzeichnet, schrieb die Zeitung «Bangkok Post». Die Bestellungen bei Lieferservices hätten sich mehr als verdreifacht. In Thailand ist gerade Mango-Zeit - und «Mango Sticky Rice» an fast jeder Straßenecke von der Mega-Metropole Bangkok bis zu ländlichen Regionen zu finden.

Mango-Bauern in der Krise

Die Farmer im Land jubeln: Thailand ist einer der weltweit größten Mango-Produzenten, jedoch ist die Branche wegen der Corona-Pandemie und Lieferschwierigkeiten in eine Krise geraten. «Wenn man sieht, wie sehr die thailändischen Mango-Bauern kämpfen, dann gelten meine Wertschätzung und mein Dank allen, die sich dafür einsetzen, dass die Menschen unsere Mangos essen», zitierten Medien Sayan Bunying, den Präsidenten des Verbandes der Mango-Produzenten. Er hoffe, dass der Boom rund um die exotische Frucht auch den Konsum im Ausland anrege.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine junge Künstlerin im Land eine Masseneuphorie über eine kulinarische Spezialität auslöst: K-Pop-Superstar Lalisa «Lisa» Manoban von der Girlgroup Blackpink hatte im vergangenen Jahr in einem Fernsehinterview von «Yuen kin»-Fleischbällchen an den Straßenständen ihrer Heimatstadt Buri Ram geschwärmt. Danach konnten sich die Verkäufer des begehrten Street Foods vor lauter Andrang und Online-Bestellungen kaum retten.

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