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Wirtschaft

Als Handelsunternehmen mit innovativem Konzept erfolgreich durch die Corona-Zeit

Die Corona-Pandemie mit all ihren Folgen hat die gesamte Wirtschaft, besonders aber den Handel, nachhaltig beeinflusst. Viele deutsche Einzelhändler waren dazu gezwungen, zu schließen oder mussten zumindest starke Umsatzverluste in Kauf nehmen. Viele Unternehmen hingegen haben die Krise deutlich besser und teilweise sogar erfolgreich gemeistert. Dafür gab es wichtige Gründe!

Allgemeine Zeitung

Mithilfe der Shoepassion ID die perfekte Größe finden Foto: Shoepassion

Konzept-Probleme führten zu Einbußen bis hin zur Geschäftsaufgabe

Vielen Einzelhändlern wurde zum Verhängnis, dass ihnen der Switch in Richtung Onlinehandel schwergefallen ist und deshalb zu spät realisiert wurde. Stampfte man dann doch noch auf die Schnelle eine Website aus dem Boden, war es meist ein schwacher Online-Auftritt und die Implementierung eines eigenen Online-Shops kam schlicht zu spät, um die bereits entstandenen Umsatzeinbußen noch zu kompensieren. Wer nicht gleich schließen musste, litt trotzdem unter dem schlechten Mix aus Online & Offline.

Quartalszahlen sprechen für gutes Konzept

Unternehmen, die sich von Beginn an auf den Onlinehandel bzw. E-Commerce spezialisiert hatten, kamen deutlich besser durch die Krise. Zu diesen Unternehmen gehört beispielsweise Shoepassion aus Berlin. Das deutsche Unternehmen verfolgt einen etwas anderen Ansatz, denn es war zunächst ein reiner Online-Player. Erst später kamen dann Shops in nahezu allen deutschen Metropolregionen sowie in Wien hinzu. Es zahlte sich aus, dass das Team hinter dem seit 2019 als Geschäftsführer agierenden Björn Henning seit der Gründung umfassende Erfahrungen im Bereich E-Commerce sammeln, und diese dann im Rahmen der neu hinzugekommenen Ladengeschäfte einbringen konnte.

Shoepassion CEO Björn Henning kann mit der Entwicklung des Unternehmens und den Umsätzen durchaus zufrieden sein: „Viele Menschen befinden sich nach wie vor im Home-Office, wir als traditionell stark auf das Geschäftssegment ausgerichtetes Unternehmen spüren da natürlich auch weiterhin die Auswirkungen der Pandemie. Vor diesem Hintergrund freut es uns umso mehr, diese positive Entwicklung trotz der schwierigen Marktlage erreicht zu haben.“

In Zahlen bedeutet die Aussage von Henning, dass das Unternehmen allein in den Monaten August und September 2021 online einen Gesamtumsatz erwirtschaften konnte, der um 18 bzw. 24 Prozent über dem des Vor-Pandemie-Jahres 2019 lag. Die zehn stationären Geschäfte haben sich ebenfalls gut entwickelt und lagen im letzten Quartal 2021 bei etwa 85 Prozent, gemessen an den Umsätzen vor der Pandemie. Aufgrund des im Frühjahr 2022 erwarteten Anstiegs im Retail-Bereich blickt das Unternehmen hoffnungsvoll in die Zukunft.

Alles ist Online - Shoepassion ID & Top-Support als Erfolgsrezept

Dass es kreative Lösungen für den Einzelhandel gibt, lässt sich unter anderem an der Ende Juni 2021 von Shoepassion vorgestellten digitalen Fotovermessung im Mobile Shop ablesen. Diese digitale Vermessung der Füße wird als Shoepassion ID bezeichnet. ID-Scanner hatte das Unternehmen in seinen insgesamt 10 Shops in Deutschland und Österreich schon länger verwendet. So konnten die stationären Läden seinen Kunden in kürzester Zeit die perfekte Größe für jedes angebotene Modell präsentieren.

Das Wissen, dass nicht jeder Fuß bei jedem Schuh die gleiche Schuhgröße besitzt führte zur Entwicklung dieser neuen, sehr präzisen Vermessungsmethode. Mithilfe eines speziell entwickelten Zuweisungsalgorithmus ist das Unternehmen in der Lage, die Leistendaten für sämtliche auf der Plattform verfügbare Modelle zu erfassen. Dadurch war es möglich, sie im Rahmen der Vermessung zugänglich zu machen. Schon der erste Testlauf im Jahr 2019 verlief äußerst erfolgreich, sanken doch die Retouren im Onlinehandel um ganze 22 Prozent.

Neben der Shoepassion ID spielt aber auch eine Top-Beratung eine wesentliche Rolle, sowohl im Bereich E-Commerce als auch im stationären Handel. Gerade wenn der Kunde nicht im Laden sein und die Schuhe anprobieren kann, ist er auf die Kompetenz des Online-Supports angewiesen.

Shoepassion CEO Björn Henning Foto: Shoepassion

Weniger Probleme durch regionale, kurze Lieferketten

Unternehmen, die Rohstoffe oder Vorprodukte aus weit entfernten Regionen beziehen, haben aufgrund der Corona-Beschränkungen große Probleme mit der Produktion, weil wichtige Komponenten spät oder gar nicht geliefert werden. Mit der europäischen Produktion im spanischen Almansa war Shoepassion während der gesamten Pandemie nicht von Lieferengpässen betroffen.

Diese Entwicklung half dem Unternehmen, den vorgesehenen Transformationsprozess einzuleiten, obwohl das Corona-Virus die Welt auf den Kopf stellte. Ziel dieser Transformation ist es, die Schuhmarke Shoepassion in eine führende Plattform für europäische ausgewählte Schuhmarken im Premium-Segment umzuwandeln.

Zur Erreichung dieses Zieles wurden die beiden Eigenmarken Henry Stevens und N91 neu entwickelt und auf diese Weise zwei neue Wachstumsfelder etabliert. Durch Henry Stevens kann das ehemals stark auf Herren und Business ausgerichtete Shoepassion-Konzept seine Stärke im modern-eleganten Segment ausbauen. Zusätzlich ist es dem Unternehmen durch N91 gelungen, in den Bereichen Sneakers und Lifestyleprodukte neue Akzente zu setzen. Beide Marken bieten zeitgemäße und vor allem nachhaltige in Europa produzierte Modelle für Herren und Damen an. Kombiniert wird das Ganze mit den Preisvorteilen des effizienten Direct-to-Consumer Ansatzes von Shoepassion. Insgesamt hat sich der qualitativ hochwertige und innovative Unternehmensansatz ausgezahlt und selbst in der überaus schwierigen Corona-Zeit für eine starke Performance eines kreativen Unternehmens gesorgt.

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