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Energie

Spritpreise im April gesunken

München (dpa)

Rauf, runter - und wieder rauf: Die Preise für Benzin und Diesel belasten die Autofahrer in Deutschland. Ein mögliches Ölembargo würde Sprit wohl noch teurer machen.

Von dpa

Erst runter, dann wieder rauf: Die Spritpreise zogen im Verlauf des Monats April wieder spürbar an. Foto: Franziska Kraufmann/dpa

Nach dem sprunghaften Anstieg der Kraftstoffpreise im März hat sich die Lage an den Tankstellen im April etwas entspannt. Laut ADAC kostete ein Liter Super E10 in Deutschland im Durchschnitt 1,970 Euro und damit 9,9 Cent weniger als im Vormonat.

Der Dieselpreis sank sogar um 11,6 Cent auf durchschnittlich 2,024 Euro. Allerdings zogen die Preise im Monatsverlauf wieder spürbar an: «Super E10 lag zuletzt nur knapp unter der Marke von zwei Euro, Diesel kostet bereits seit Mitte April im Tagesmittel konstant mehr als zwei Euro», teilte der ADAC mit.

Teuerster Tag zum Tanken war der Monatserste: Ein Liter Super E10 kostete am 1. April 2,006 Euro, ein Liter Diesel 2,082 Euro. Mitte April war Super E10 dann für 1,944 Euro und Diesel für 1,968 Euro zu haben.

Wie dramatisch der Preisanstieg an den Zapfsäulen ist, zeigt der Vergleich mit den Durchschnittspreisen vom Vorjahr: Im April 2021 hatte ein Liter Super E10 laut ADAC im Schnitt 50,4 Cent weniger gekostet, Diesel war sogar 71,5 Cent billiger. Zu Beginn der Corona-Pandemie vor zwei Jahren, im April 2020, war der Ölpreis in den Keller gerauscht, da hatten Autofahrer in Deutschland E10 sogar für 1,171 Euro bekommen und Diesel im Schnitt für gerade mal 1,082 Euro.

Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, die Preisschwankungen zu nutzen und bevorzugt in den Abendstunden zu tanken: «Dann ist Tanken um einige Cent billiger als morgens.»

Bei einem Ölempargo gegen Russland erwartet der Energieexperte Manuel Frondel vom RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung wieder steigende Preise. «Ein Ölembargo dürfte die Benzinpreise wohl kurzfristig wieder deutlich steigen lassen, allerdings dürften in die aktuellen Preise ein mögliches Embargo zum Teil bereits eingepreist sein», sagte er der «Rheinischen Post». «Dauerhafte Benzinpreis-Höhen von 3 Euro pro Liter sollten aber eher unwahrscheinlich sein.»

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