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Ab in die Zukunft:
Das Leben in 1.000 Jahren

Jeder hat bestimmte Vorstellungen von der Zukunft. Die Technik hat in den letzten Jahren mit künstlicher Intelligenz, selbstfahrenden Autos und anderen Errungenschaften erstaunliche Fortschritte gemacht. Was in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren sein wird, ist kaum absehbar. Aber wie wird es in 1.000 Jahren aussehen? Ist das Leben dann überhaupt noch lebenswert oder sind wir vielleicht neugierig, was dann auf der Welt vorgeht? SYFY hat eine Studie zu diesem Thema durchgeführt. Die Teilnehmer wurden befragt, ob sie bereit wären, sich einfrieren und in einem Jahr ihrer Wahl wieder auftauen zu lassen. Die Studienteilnehmer wurden auch gefragt, welche Vorstellungen sie von der Zukunft haben.

Allgemeine Zeitung

Foto: SYFY

Erstaunliche Ergebnisse zum Thema Kryonik

Kryonik ist eine Methode, mit der Menschen nach ihrem Tod in flüssigem Stickstoff bei Temperaturen um knapp minus 200 Grad Celsius eingefroren werden. Das klingt nach Science Fiction? Die Kryonik ist schon mehrfach durchgeführt worden, nur kommt es darauf an, die Menschen zu einem Termin ihrer Wahl wiederzubeleben. Für die Wiederbelebung gibt es bislang noch keine Möglichkeit. Die Forschung zur Wiederbelebung ist in vollem Gange.

Die Methoden für die Langzeitlagerung mit der Kryonik werden ständig verbessert. Laut der Befragung im Rahmen der SYFY-Studie sind 39 Prozent der Teilnehmer grundsätzlich dazu bereit, sich einfrieren zu lassen. Die Umfrage geht mit ihren Ergebnissen, ob sich die Teilnehmer kryokonservieren lassen würden, noch ins Detail:

·         sehr wahrscheinlich: 12 Prozent

·         wahrscheinlich: 27 Prozent

·         unwahrscheinlich: 28 Prozent

·         sehr unwahrscheinlich: 33 Prozent.

Die Teilnehmer wurden auch befragt, über welchen Zeitraum sie eingefroren werden möchten. Die meisten von ihnen, 71 Prozent, wollen nicht zu weit in die Zukunft schauen und daher bereits nach 50 bis 100 Jahren wieder aufgetaut werden. Auch dazu liegt ein detailliertes Ergebnis vor:

·         nach 50 Jahren: 24 Prozent

·         nach 100 Jahren: 47 Prozent

·         nach 1.000 Jahren: 23 Prozent

·         nach 10.000 Jahren: 6 Prozent.

Vorstellungen von der Zukunft

Welche Beweggründe gibt es, sich kryokonservieren zu lassen, und welche Vorstellungen haben die Befragten von der Zukunft? In der Studie wurden die Teilnehmer befragt, wie sie sich die Welt in 1.000 Jahren vorstellen. Der größte Teil der Befragten blickt optimistisch in die Zukunft. Nur 8 Prozent der Teilnehmer haben sehr negative Vorstellungen von der Zukunft, 17 Prozent negative Vorstellungen, 24 Prozent sehen die Zukunft eher negativ, 30 Prozent eher positiv, während 15 Prozent positive und 6 Prozent sehr positive Vorstellungen von der Zukunft haben.
Von den Befragten geht etwa die Hälfte davon aus, dass in 1.000 Jahren Roboter und Maschinen eine wichtige Rolle spielen, was angesichts der Entwicklung der künstlichen Intelligenz auch nicht verwunderlich ist. Das Leben auf anderen Planeten und Reisen ins All hält etwa ein Drittel der Befragten für möglich. Für Dreiviertel der Befragten ist es wahrscheinlich, dass in 1.000 Jahren außerirdische Zivilisationen entdeckt werden.

Science-Fiction-Charakter und Zukunft

Eine wichtige Rolle spielten in der Befragung konkrete Vorstellungen von der Zukunft, so wie sie in Science-Fiction Filmen gezeigt werden. Von den Befragten ließen sich 8 Prozent von "The Walking Dead" inspirieren. Ein Zusammenleben mit Zombies ist für sie nicht unwahrscheinlich. Auf einen Charakter wie den Terminator will ein Drittel der Befragten nicht verzichten, da er ihrem Sicherheitsbedürfnis nachkommt. Fliegende Fahrzeuge halten ungefähr 47 Prozent der Teilnehmer für realistisch. Auch das Beamen wie in "Star Trek" ist laut Angaben der Teilnehmer realistisch. Kryonik ist schon jetzt möglich, doch die Verfallsprozesse des Körpers lassen sich damit noch nicht aufhalten.

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